Freitag, 25. Mai 2012

Schwaben-Auswahl holt Doppelsieg bei Deutschlandpokal




TVV-Spieler Jaro Jungclaussen hat mit der U 14 des STB die Faustballmeisterschaft der Turnerbünde gewonnen. Foto: Küppers
TVV-Spieler Jaro Jungclaussen hat mit der U 14 des STB die Faustballmeisterschaft der Turnerbünde gewonnen. Foto: Küppers

Freiberg/Vaihingen (rkü). „Wir hatten die stärkste Mannschaft und wir hatten auch ein bisschen Glück“, sagt Kolja Meyer über den Erfolg der
U-14-Auswahlmannschaft des Schwäbischen Turnerbunds, die er betreut. Ebenso wie die U-18-Mannschaft gewann sie den Faustball-Deutschlandpokal, den zwölf Landesturnverbände am Wochenende in Freiberg ausspielten.

Der Schwäbische Turnerbund (STB) hat bei den deutschen Meisterschaften der Landesturnverbände den zweiten Platz in der Gesamtwertung belegt. Die weiblichen Jugenden U 14 und U 18 wurden jeweils Fünfte, die Jungs in den gleichen Altersklassen holten sich jeweils den Titel. Mit dabei waren drei Faustballer vom TV Vaihingen und einer vom TV Ochsenbach.

Jaro Jungclaussen spielte in der jüngeren Altersklasse mit. Sein Trainer Kolja Meyer sagte: „Jaro ist einer der besten Mittelleute. Er ist Jahrgang 1997 und darf nächstes Jahr auch noch mitspielen.“ Gemeinsam mit drei Spielern des Deutschen Meisters TV Dennach und einem Calwer stand er in der Startformation. Ebenfalls dabei war Bastian Knodel, der normalerweise das Trikot des TV Ochsenbach trägt.

„Am Samstag sind wir relativ reibungsfrei durchgeflutscht“, sagt Meyer, der im Jahr 2008 als Co-Trainer der STB-Auswahl eingestiegen ist und die Mannschaft im vergangenen Jahr ganz übernahm. „Aber wir haben schnell gemerkt, dass Bayern, Baden und Niedersachsen gut mithalten konnten.“ Mithalten ja, aber den Erfolg der Schwaben gefährdete an diesem Wochenende niemand. Gegen Hessen kam der STB mit einem 11:6 und 11:3 zu einem gelungenen Auftakt. Gegen Niedersachsen wurde es mit 11:6 und 11:9 schon enger. Weitere Siege gegen Westfalen und Mittelrhein sicherten den ersten Platz in der Vorrundengruppe. Im Halbfinale traf Schwaben auf Baden und gewann mit 11:7 und 11:6. „Wir hätten uns in keinem Spiel Schwächen erlauben dürfen“, meint Meyer. Sonst hätte es schnell sehr eng werden können. Auch im Finale zeigten die schwäbischen Jungs ein konzentriertes Spiel. Gegen Bayern gewannen sie in zwei Sätzen mit 11:9 und 11:4.

Die A-Jugend (U 18) unter Trainer Bernd Bodler (TV Unterhaugstett) kam nicht ganz so glatt zum Turniersieg. Max Gayer, der normalerweise in der A-Jugend des TV Vaihingen spielt, sagte zu den Vorgaben: „Ziel war die Finalteilnahme.“ Im ersten Spiel gegen die hessische Auswahl hatten die Schwaben keinerlei Startschwierigkeiten. 11:3 und 11:5 endeten die Sätze, eine optimale Ausgansposition. Gegen Niedersachsen (Gayer: „Die hatten auch ein bisschen Glück.“) setzte es eine knappe 1:2-Niederlage für die STB-Auswahl. Gegen Berlin holten die Schwaben einen 2:0-Sieg. Auch wenn der zweite Satz mit 13:11 sehr knapp ausging, war der Sieg nie in Gefahr. „Die hatten nicht die Klasse“, urteilt TVV-Spieler Gayer, der als Angreifer auf dem Platz war. Abwehrspieler Tobias Rommel sagt zu den Spielen des ersten Turniertags: „Das ist nicht ganz so gelaufen, wie wir es erwartet hatten.“ Gegen Westfalen reichte es zu einem 2:0-Sieg nach knappen Ballwechseln. Einen deutlichen Dämpfer setzte es für das STB-Team am Sonntagmorgen, als das Spiel gegen Mittelrhein mit 3:11, 11:8 und 2:11 verloren ging. Gayer: „Die haben zwei Nationalspieler als Angreifer, nur im zweiten Satz haben sie uns unterschätzt.“

Im Überkreuzspiel musste Schwaben als Vorrundenzweiter gegen Sachsen ran und gewann mit 2:0. Das Halbfinale gegen Baden empfanden beide Vaihinger Spieler als etwas Besonderes. Gayer spricht von einem „Prestigeduell“, Rommel davon, dass dieser Vergleich „erst recht motiviert hat“. Das Derby endete 11:9 und 11:3 für Schwaben. Im Endspiel traf der STB auf Niedersachsen und revanchierte sich mit einem klaren 2:0-Sieg für die Vorrundenniederlage.
Die beiden Vaihinger hatten viel Spaß an ihrem Auftritt in der Auswahl. Gayer freute sich vor allem über „die vielen Tipps von Trainern anderer Bundesligamannschaften“. Und Rommel hat es genossen, im Kreis der besten Jugendspieler aus Deutschland zum Kräftemessen anzutreten.




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