Freitag, 25. Mai 2012

Beim CEV läuft nicht alles nach Wunsch




08/09 2010

Beim CEV läuft nicht alles nach Wunsch

Hockey
Melanie Rummel (weißes Trikot) muss mehr Verantwortung übernehmen. Auf Spielertrainer Daniel Mayr (Nummer 17) wartet viel Arbeit wegen neuer Regeln. Fotos: Nachreiner

Vaihingen (dma). Nichts Neues und doch viele Neuerungen. Bei den Hockeymannschaften des Club an der Enz Vaihingen hat sich viel getan. Die Männer gehen zwar mit fast unverändertem Kader in die Vorbereitung, müssen aber den Nichtaufstieg über die Hintertür verkraften. Das Frauenteam steht vor dem Umbruch.

Eigentlich hatten sich in der vergangenen Saison bei den Männern des Club an der Enz schon alle mit dem dritten Tabellenplatz abgefunden. Nachdem am letzten Spieltag aber doch noch der zweite Rang heraussprang, keimten Hoffnungen, den Sprung in die nächsthöhere Klasse zu schaffen, da in der 1. Verbandsliga eine Mannschaft zurückgezogen hatte. Letztlich wurde daraus aber doch nichts. „Wir nehmen das als Motivation und wollen dieses Jahr wieder oben angreifen. Alle sind heiß und geben im Training Vollgas“, sagt Kapitän Jan-Michael Zeeb zufrieden. Seit drei Wochen bereiten sich die Männer nun schon auf die anstehende Saison vor. Im Zentrum stehen Athletik und die Umstellung auf den Self-Pass. Ab dieser Saison dürfen Spieler beispielsweise bei einem Freischlag den Ball beliebig oft selbst weiterspielen, bevor ihn ein Mitspieler berührt. „Diese Regelumstellung bringt viele neue Elemente mit sich. Das ist zum einen zwar spannend, macht das Spiel aber noch schneller und variantenreicher. Daran müssen wir uns erst noch gewöhnen“, sagt Trainer Daniel Mayr.

Zuversichtlich stimmt ihn, dass in Benjamin Sperling nur ein Spieler den CEV verlässt. „Aufgrund seiner Erfahrung tut uns sein Verlust natürlich doppelt weh“, bedauert Mayr den beruflich bedingten Abgang des 28-Jährigen. „Aber gerade die jungen Spieler waren in der Vorbereitung stark. Die letzte Saison hat ihnen gut getan. Von ihnen erwarte ich mir dieses Jahr noch mehr.“ Besonders Tobias Klich und Manuel Max machten mit starken Leistungen auf sich aufmerksam. Dazu stieg mit Florian Eschbach auch ein zweiter Torhüter wieder ins Training ein. „Wir werden in den kommenden Wochen noch intensiv am Torschuss arbeiten, da wir da letztes Jahr etwas Probleme hatten. Mit Florian im Kader haben wir da noch mehr Möglichkeiten“, freut sich Mayr. Außerdem sei auffällig, dass die Automatismen schon früh greifen. Mayr: „Wir spielen nun schon eine ganze Weile in dieser Konstellation zusammen. Das merkt man auch im Training.“

Von solch einer Konstanz im Kader können die Vaihinger Frauen momentan nur träumen. Sie stehen vor einem großen Umbruch und müssen auf allen Positionen studienbedingte Abgänge verkraften. Anke Büscher im Tor, Annika Brust und Camilla Kaiser in der Abwehr sowie Aileen Dott und Carolin Fraas in Sturm und Mittelfeld verlassen den Oberligisten. Torjägerin Charlotte Schmid blickt der neuen Saison daher eher zurückhaltend entgegen: „Es wird schwer, die Liga zu halten. Wir haben jetzt eine extrem junge Mannschaft und müssen hoffen, dass sich die Jugendspielerinnen schnell an das Niveau gewöhnen.“ Schon in der vergangenen Saison wurden Anna Brandauer, Lena Katzenmayer und Dana Haug in der Aktivenmannschaft eingesetzt. Und sie wussten durchaus zu überzeugen: „Für ihr Alter haben sie das schon sehr gut gemacht. Wenn sie so weitermachen, bin ich guter Dinge, dass sie sich weiter steigern können“, erklärt Schmid.

Da die Saison aber schon kurz nach den Schulferien beginnt und viele Spielerinnen noch im Urlaub sind, verlief die Vorbereitung eher durchwachsen. Im Training wurde an der Fitness gearbeitet. Gruppentaktische Elemente blieben auf der Strecke. „Wenn wir diese schwierige Saison überstehen, dann sollte es im nächsten Jahr leichter werden. Wir müssen aber erst richtig zusammenwachsen. Von daher wird es sehr spannend und eng“, ist sich Schmid sicher.




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