Freitag, 25. Mai 2012

Mit Fabelzeit zum Erfolg




07/09 2010

Mit Fabelzeit zum Erfolg

Reit
Pferdesport auf höchstem Niveau haben rund 4000 Zuschauer beim Pferdemarktturnier in Bietigheim erlebt. Foto: Kuhnle

Bietigheim-Bissingen (nac). Tim Hoster auf Nino des Buissonnets hat das Drei-Sterne-S-Springen um den Großen Preis der Stadt Bietigheim gewonnen. Er unterbot den Zweitplatzierten Timo Beck auf Askaban um rund 1,5 Sekunden in der Siegerrunde.

Bereits im regulären Umlauf der Springprüfung der Klasse S***, der höchsten in Deutschland, ging ein Raunen durch das Publikum, als Hoster vom oberschwäbischen Silit-Reitverein Altheim im Parcours war. Sein Wallach stand hoch über jedem Hindernis, was das Paar jedoch viel Zeit kostete. In der Siegerrunde zeigte der Neunjährige aber, dass er nicht nur über ein enormes Sprungvermögen verfügt. Mit 34,07 Sekunden pulverisierte Hoster auf Nino die bis dahin bestehende Bestzeit von Timo Beck (RV Stall Hanauerland) auf Askaban. Er hatte als Erster in der Siegerrunde eine Marke von 35,50 Sekunden gesetzt. Julia Rode (RV Lahr) auf Crocodile Dundee erreichte in 37,12 Sekunden den dritten Platz. Sie gewann zudem den Sonderehrenpreis für den elegantesten Reitstil. Die Auszeichnung für die erfolgreichste Amazone des Turniers erhielt Tina Deuerer (RC Bretten), die auf Centara Rang vier und auf Cariva Rang sechs belegte.

Im Normalumlauf hatte Tim Rist (RFV Bad Waldsee) auf Geronimo für die 545 Meter mit 13 Hindernissen und 15 Sprüngen – eine direkt aufeinander folgende Springkombination zählt als ein Hindernis – die schnellste Zeit hingelegt. In der Siegerrunde der neun besten Reiter lief er mit seinem Pferd allerdings in ein Hindernis. Er wurde Neunter.

Eine Schrecksekunde gab es am Ende des ersten Umlaufs. Timo Brünz (RC Aischbach Gültstein) stürzte von seinem Pferd Millenium de Roy, als dieses am letzten Hindernis der Dreifachkombination ins Straucheln geriet. Brünz schlug mit voller Wucht auf die heruntergefallene Hindernisstange auf und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. „Seine Verletzung ist so, dass er stationär aufgenommen werden musste“, berichtete Turnierarzt Dr. Klaus Boller. Das Tier blieb unverletzt.

„Pferde sind Engel ohne Flügel.“ Dass dieses Sprichwort zutreffend ist, bewiesen die Reiter auf ihren Pferden beim Mächtigkeitsspringen. Engelsgleich überwanden die Vierbeiner eine zwei Meter hohe Mauer. Und die Mächtigkeits-Springprüfung der Klasse S* sah nicht nur einen, sondern gleich drei Sieger. Timo Beck (RV Stall Hanauerland) auf Land Roi, Ingo Jungblut (RFV Ronneburger Hügelland) auf Rush on und Günter Treiber (RV Eppelheim) auf Condor teilten sich den ersten Platz. Als die Mauer bereits auf 2,10 Meter Höhe angewachsen war, verständigten sich die drei Reiter darauf, auf den letzten Umlauf im Stechen mit Rücksicht auf die Gesundheit der Tiere zu verzichten.

Wie anspruchsvoll die Prüfung für Ross und Reiter ist, demonstrierte Treiber bereits im Normalumlauf. Sein Condor zeigte bereits beim ersten Sprung große Unruhe. In den zwei folgenden Umläufen des Stechens war er kaum zu bändigen. Erst kurz vor dem Hindernis verschmolzen Ross und Reiter zu einer Einheit. Condor explodierte und überwand mit einem fast senkrechten Satz die Mauer.




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