Freitag, 10. Februar 2012

Schwungvoller Saisonauftakt in Gündelbach




Gedränge vorm Hohenhaslacher Tor, doch der FC Gündelbach schafft es in seiner Sturm- und Drangphase zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht, den Ausgleich zu erzielen.	Foto: Küppers
Gedränge vorm Hohenhaslacher Tor, doch der FC Gündelbach schafft es in seiner Sturm- und Drangphase zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht, den Ausgleich zu erzielen. Foto: Küppers

Gündelbach (rkü). Das magere Ergebnis von 0:1 täuscht darüber hinweg, dass die Teams aus Gündelbach und Hohenhaslach einen regen Schlagabtausch gezeigt haben. Die erste Halbzeit gehörte dem SCH, nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber knapp eine halbe Stunde lang spielbestimmend. Nur Tore waren gestern Mangelware.

Die beiden Mannschaften hatten schon einige Jahre nicht mehr in derselben Spielklasse gespielt. Der SC Hohenhaslach ist aus der C-Klasse in die B 5 aufgestiegen, der FC Gündelbach kam als Absteiger aus der A-Klasse. Doch einige Spieler kannten sich aus früheren gemeinsamen Zeiten. 190 Zuschauer beim Derby bildeten eine gute Kulisse für den Saisonauftakt.

14 Minuten lang boten die Spieler auf beiden Seiten nicht viel Nennenswertes. Doch nach dem ersten Abtasten setzten die beiden Spielertrainer des SCH zwei Ausrufezeichen. Erst war es Stefan Hellwig, der nach Zuspiel von Philipp Gögel aus kurzer Distanz am Tor vorbeischoss, dann vergab sein Kollege Ralph Schindler ebenso knapp. Eine Minute später wurde Gündelbachs Andreas Bahmer kurz vor der Strafraumgrenze zu Fall gebracht. Nach dem Freistoß ließ SCH-Torwart Philipp Kummer völlig unbedrängt den Ball neben dem Tor ins Aus fallen, so dass Gündelbach Eckball bekam. Die Ecke klatschte er ab, den Nachschuss hatte er sicher.

In Minute 19 wälzte sich Stefan Hellwig am Boden. Er hatte einen Torschuss mit einem empfindlichen Körperteil abgewehrt. Das hinderte ihn nicht daran, neun Minuten später das 1:0 für Hohenhaslach zu schießen. Der Jubel über den ersten Treffer nach dem Aufstieg war bei seinen Mitspielern groß. Auf der anderen Seite trug Andreas Hoffmann einen Angriff für den FCG schnell nach vorne, schoss dann aber übers Tor. Unterm Strich dominierten die Gäste den ersten Durchgang. „Uns hat die Aggressivität gefehlt“, bemängelte Gündelbachs Trainer Jochen Folk. „In der zweiten Halbzeit war das viel besser. Ich kann meiner Mannschaft da keinen Vorwurf mehr machen.“

In der Tat war es ein Gündelbacher, der etwa eine Minute nach Wiederanpfiff aufhorchen ließ. Andreas Bahmer setzte den Ball mit Vehemenz an die Latte. Die Trainer beider Mannschaften waren sich nach dem Spiel einig, dass dies die Schlüsselszene hätte sein können – wenn Bahmer getroffen hätte. So blieb es beim erfolglosen Aufbäumen der Gündelbacher Mannschaft. Zweimal war Andreas Hoffmann einen Tick zu spät am Ball, auch die übrigen Versuche der Gastgeber scheiterten. „Ich habe mit drei Stürmern gespielt, aber wir hatten kaum echte Torchancen“, erklärte Folk. „Soll ich nächste Woche vier Stürmer aufstellen?“

Der SC Hohenhaslach kam auch im zweiten Durchgang noch hin und wieder zu Torchancen, hatte die gegnerische Mannschaft aber längst nicht mehr so gut unter Kontrolle wie zu Beginn des Spiels. Thorsten Gemrig, der kurz vor Schluss eingewechselte wurde, zollte den Gündelbachern Respekt: „Die sind im Schnitt zehn Jahre älter als wir und haben super mitgehalten.“

FC Gündelbach: Krumm – Gobbo, Autenrieth, Wimmer (46. Gazinkovski), Held (84. Oberrauch), Zorn, Isafi, Bahmer, Hoffmann, Menge, Aisenbrey (70. Rohloff).

SC Hohenhaslach: Kummer – Tobias Hellwig, Zorn, Schindler, Lorch, Benjamin Hellwig, Malik (75. Stein), Bachmann, Gögel (88. Gemrig), Stefan Hellwig, Rüger.

Tore: 0:1 Stefan Hellwig (28.)

Spieler des Tages: Stefan Hellwig (SC Hohenhaslach).

Schiedsrichter: Klaus Dittus.

Zuschauer: 190.




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