02/09 2010
Zwei Mannschaften – ein Ziel
Horrheim/Grossglattbach (dha). Absteiger SV Horrheim und Aufsteiger TSV Großglattbach verbindet eines in der Tischtennis-Bezirksklasse Gruppe 2. Beide Mannschaften streben zunächst den Klassenerhalt in der höchsten Liga des Bezirks Ludwigsburg an.
In der Bezirksklasse treten mit dem SV Horrheim und dem TSV Großglattbach zwei Mannschaften aus dem Verbreitungsgebiet an. Beide sind neu in der Klasse, kamen allerdings auf unterschiedlichen Wegen in die Liga. Der SV Horrheim hat wohl die schwerste Saison der vergangenen Jahre hinter sich. Nachdem der SVH bis 2007 sogar noch in der Landesliga spielte, muss man nun in der zwei Klassen tieferen Bezirksklasse antreten. Neben dem Bezirksligaabstieg der ersten Mannschaft musste Horrheim mit der zweiten, dritten und der Seniorenmannschaft jeweils eine Etage tiefer.
Auch personell gab es einige Veränderungen. Die beiden Spitzenspieler stehen dem SVH nicht mehr zur Verfügung. Die bisherige Nummer eins Ralf Mettke legt eine Spielbetriebspause ein und trainiert nur noch. Der Mann auf Position zwei, Jochen Ansel, wechselt zum TV Markgröningen. Außerdem verließ mit Valentin Holzberger ein weiterer Akteur die erste Mannschaft. Holzberger hängt den Tischtennisschläger an den Nagel und beendet seine Laufbahn. Die drei Abgänge können kaum adäquat ersetzt werden. Horrheims bestes Team wird mit drei starken Spielern aus der zweiten Mannschaft aufgefüllt. Hans Abel, Dietmar Renz und Tomas Brida gehen ab jetzt für die Horrheimer Erste an die Platte. Mannschaftsführer Rainer Modenese backt relativ kleine Brötchen: „Wir wollen nicht absteigen.“ Stefan Narden aus der zweiten Mannschaft gibt sich da kämpferischer: „Die Erste möchte auf jeden Fall oben mitspielen.“
Da auch in Horrheim die Mettertalhalle in den Sommerferien geschlossen ist, hat man sich etwas für den Trainingsbetrieb einfallen lassen. Im Nebenraum der Gaststätte Bären stellen die Horrheimer zweimal pro Woche zwei Platten auf und können so – wenn auch eingeschränkt – über die gesamte Ferienzeit trainieren.
Die Klasse halten will auch der TSV Großglattbach. Das Team um Abteilungsleiter Matthias Enz hatte in der vergangenen Saison mit dem Aufstieg seinen größten Erfolg gefeiert: „Das war eine super Runde für uns. Aber dieses Jahr wird es dafür umso schwerer.“ Für Enz besteht zwischen der Kreisliga und der Bezirksklasse ein Zwei-Klassen-Unterschied. Von daher ist seine Zielvorgabe ganz klar: „Wir möchten natürlich den Klassenerhalt schaffen, wenn das überhaupt möglich ist.“
Die Mission Nichtabstieg geht der TSV mit der Aufstiegsmannschaft an. „Es ist uns leider nicht gelungen, ein, zwei neue Spieler zu uns zu holen“, ist Enz enttäuscht. Ein Nachteil in Großglattbach ist auch der fehlende Unterbau. Enz: „Uns stehen nur die sechs Stammspieler zur Verfügung.“
Dafür kann der TSV mit einem anderen Pfund hausieren: einer vereinseigenen Halle. Enz: „Seit letzten Freitag trainieren wir zweimal pro Woche, auch wenn die Trainingsbeteiligung nicht zu hoch ist.“ Noch sind nicht alle Spieler aus dem Urlaub zurück.

