Wettstreit im Auslassen von Torchancen
Gündelbach (rkü). Chancen hatte der FV Roßwag gestern zuhauf, als er zum Spiel der Fußball-Kreisliga A3 in Gündelbach antrat. Doch auch die Gastgeber kamen immer wieder brandgefährlich vors gegnerische Tor. Vergeblich – das magere Ergebnis des unterhaltsamen Kicks lautete 1:1.
Die ersten Minuten des Spiels auf dem oberen Gündelbacher Fußballfeld gehörten den Platzherren. Ein Schuss weit übers Roßwager Tor, zwei weitere direkt in die Arme von Keeper Salvatore Rivarolo – nur die Schussgewalt fehlte noch. In der achten Spielminute testete Manuel Gayer (Roßwag) Gündelbachs Torwart Thorsten Krumm. Kurz drauf hatte Steffen Rohloff den 1:0-Führungstreffer für die Gastgeber praktisch schon auf dem Fuß. Rivarolo war überwunden, der Weg zum Tor war frei, aber Wolfgang Held kratzte den Ball gerade noch von der Torlinie. Weitere Chancen auf beiden Seiten folgten.
Erster Aufreger der Partie: Die 14. Spielminute. Marcel Seyb drosch das Leder an die Querlatte des Gündelbacher Tors. Von dort aus sprang der Ball nach unten, kam hinter der Torlinie auf und sprang wieder heraus. Schiedsrichter Jan Trense konnte die Situation von seinem Standort aus nicht richtig erkennen, hob sofort die Arme und ließ weiterspielen. Drei Minuten später schaffen es mehrere Roßwager nicht, den Ball aus einem Gewimmel im Strafraum heraus im Tor unterzubringen. Eine Minute später landet ein Freistoß in der Gündelbacher Mauer.
In der 25. Spielminute gab es erneut einen Aufschrei im Roßwager Lager. Gündelbachs Torwart Krumm hatte laut „Leo!“ gerufen und sich dann den Ball geschnappt. Die Gegner legten dies als Rückpass aus, der unmittelbar vor dem Tor aufgenommen wurde. Doch der Schiedsrichter ließ weiterspielen. Zwei Minuten wurde Krumm erneut getestet – er faustete den Schuss von Alexander Hoffmann im Flug übers Tor. Aufreger Nummer drei: Roßwags Kapitän Manuel Gayer wälzte sich in der 37. Minute auf dem Boden des Strafraums. Gündelbachs Trainer Markus Posch nach dem Spiel: „Da sind drei Spieler zusammengeprallt, ein Elfmeter war das aber nicht.“ So sah es auch Referee Trense. Nachdem Steffen Burger noch eine Chance für Gündelbach versemmelt hatte, gingen die Mannschaften in die Pause.
Wieder waren es die Roßwager, die einen Treffer bejubelten, der keiner war – vier Minuten nach Wiederanpfiff versenkte Marcel Richter den Ball zwar in den Maschen, aber der Unparteiische pfiff Abseits. Danach gab es nur noch wenige strittige Szenen, dafür fielen endlich auch Tore. Das 1:0 für Roßwag erzielte Michel Kowalski in der 53. Spielminute. Der Ausgleich für Gündelbach fiel in der 71. Minute, als Daniel Autenrieth eigentlich eine lange Flanke schlug, diese aber immer näher ans Tor kam und von Rivarolo letztlich nicht mehr über die Latte gelenkt werden konnte. Das Spiel wurde zwar langsamer, aber Schüsse an den Pfosten oder ganz knapp am Pfosten vorbei gab es auf beiden Seiten noch zu bewundern. Am Ende stand ein leistungsgerechtes Remis.
Tore: 0:1 Michel Kowalski (53.), 1:1 Daniel Autenrieth (71.).
Schiedsrichter: Jan Trense.
Zuschauer: 230
Spieler des Tages: Thorsten Krumm (Gündelbach)
FC Gündelbach: Krumm – Oberrauch, Brett, Autenrieth, Held, Posch, Rohloff, Bahmer, Burger, Zorn (87. Gobbo), Kücük.
FV Roßwag: Rivarolo – Hüseyin Yildiz, Stork (46.Boochs), Richter (75. Ackermann), Heinz, Pätzold, Seyb, Haller, Manuel Gayer, Hoffmann, Kowalski.
