Oberriexingen (ev). Willkommen in der Landesliga. Die Oberriexinger Tischtennis-Spielerinnen wurden in der vergangenen Saison souverän Meister und stiegen auf. Im Interview äußert sich Mannschaftsführerin Jennifer Bauer über die Ziele, die neue Liga und wie es ist, ohne Trainer zu trainieren.
Oberriexingen in der Tischtennis-Landesliga: Was dürfen wir erwarten?
Starke Mannschaften. Der TTC Gochsen zum Beispiel trat auch schon einmal in der Verbandsliga an. Wir werden versuchen, unser Bestes zu geben, doch die Landesliga ist doch eine Schippe höher als die Bezirksliga.
In der vergangenen Saison wurde Oberriexingen in der Bezirksliga souverän Meister. Das Team hat nur ein Spiel verloren und elf gewonnen. Was hat die Mannschaft so stark gemacht?
Es hat einfach alles gepasst. Wir waren selbst überrascht, dass es so gut gelaufen ist. Wir haben uns überhaupt keinen Druck gemacht, sondern hatten einfach nur Freude am Spielen. Außerdem verstehen wir uns super. Wir haben uns gegenseitig hochgezogen und dann wurde es immer besser.
Wie hat sich die Mannschaft seit dem Aufstieg verändert?
Anna-Lena Drescher, unser Joker, hat eine Ausbildung in der Gastronomie begonnen und hat keine Zeit mehr. Deshalb mussten wir uns verstärken. In Alexandra Schüle sind wir fündig geworden. Sie hat zwar drei Jahre nicht mehr gespielt, aber sie hatte Bock und hat gleich zugesagt. Sie spielt zwar noch Fußball, aber wird trotzdem versuchen, so oft wie möglich dabei zu sein.
Was ist denn das Ziel des TSV Oberriexingen?
Wir wollen den Ball flach halten. Unser Ziel ist der Klassenerhalt. Zunächst einmal wollen wir die Liga abchecken und dann schauen wir, wie es läuft. Es wäre echt toll, wenn wir die Liga halten könnten, aber es sind echt Brecher dabei.
Was muss sich denn noch ändern beziehungsweise verbessern, damit das Ziel realisiert wird?
Die Trainingsbereitschaft muss noch besser werden. Mit einmal Training in der Woche kommen wir nicht weiter. Dann hoffe ich, dass wir wieder so locker aufspielen wie in der vergangenen Saison. Wir dürfen uns nicht unter Druck setzen lassen.
Warum stimmt denn die Trainingsbeteiligung nicht?
Wir sind alle berufstätig und haben teilweise blöde Arbeitszeiten. Meist trainieren wir nur freitags. Aber wir versuchen, künftig vielleicht noch donnerstags eine weitere Übungseinheit einzuschieben. Ein Manko ist auch, dass wir bei den Aktiven keinen Trainer haben. Ein Trainer kann schon mal den Druck erhöhen und er bringt neue Ideen mit. Bisher trainieren wir uns selbst.
Was erhoffen sich Mannschaft und Abteilung vom Aufstieg?
Ich glaube, der Verein ist schon stolz auf die Damenmannschaft. Ich hoffe, dass es für einige Mädchen vielleicht ein Anreiz ist, es mal mit Tischtennis zu versuchen. Wir haben zwar schon eine gute Jugendarbeit, aber vielleicht schauen jetzt auch mal die Eltern vorbei und sehen, dass Tischtennis etwas für ihren Sohn oder ihre Tochter ist. Es wäre auch schön, wenn ein paar Zuschauer mehr kommen würden, zusätzlich zum harten Kern.
Zu den Spielen in Gochsen und Satteldorf ist es ja nicht der kürzeste Weg...
Stimmt. Wir haben gehofft, dass nicht so weite Fahrtwege auf uns zukommen. Aber wir spielen jetzt in der Landesliga und da müssen wir durch. Da müssen wir halt auch mal 95 Kilometer wegstecken.
Heute Abend steht die Mannschaft zum ersten Mal an der Platte. Gegner ist dann Ditzingen. Wie stehen Ihre Chancen?
Leicht wird es sicherlich nicht werden. Ich schätze Ditzingen stark ein. Die Mannschaft hat sich ebenfalls verstärkt und dadurch umgestellt. Wie gut sie genau ist, lässt sich allerdings schwer sagen. Ich werde heute Abend bestimmt ein Nervenbündel sein. Auch die anderen werden bestimmt nervös sein. Aber das gehört dazu, wenn eine neue Runde beginnt.
