Vaihingen (ev). Tommy Bonds ist weg. Der Trainer hat die BSG Vaihingen-Sachsenheim verlassen. Thomas Gabriel wird künftig als Spielertrainer das Basketball-Landesliga-Team anführen. „Es wird schwierig. Ich hoffe, es klappt“, sagt Coach Gabriel.
Thomas Gabriel gehört schon fast zum Inventar der BSG Vaihingen-Sachsenheim. Zumindest spielt er seit einer gefühlten Ewigkeit für den Basketball-Landesligisten. Er hat einen Trainerschein und studierte Sport. Genug Erfahrung also, um das Team künftig als Spielertrainer anzuführen. Oder?
„Es wird schwierig“, meint Gabriel, denn künftig muss er sein Team betreuen und sich gleichzeitig auf das eigene Spiel konzentrieren. In den Trainingseinheiten habe das bisher einigermaßen geklappt und für die Spiele hat sich Gabriel etwas einfallen lassen. Die Verantwortung wird einfach auf mehrere Schultern verteilt. Zum Beispiel wenn es um das Ein- und Auswechseln geht. Erfahrene Spieler sollen ihm eine Hilfestellung geben, wann jemand raus, beziehungsweise wieder rein sollte. Denn da die BSG über einen großen Kader verfüge, sei es schwierig, den Überblick über die Spielzeiten jedes Einzelnen zu haben.
Der Kader ist fast identisch mit dem des Vorjahres. Einer ist allerdings zurückgekehrt: Clemens Beisel hat die BSG vor einem Jahr in Richtung Pforzheim verlassen. Der Kontakt zu seinem Ex-Verein ist allerdings nie abgerissen und weil ihm dort die Kameradschaft besser gefallen hat als in Pforzheim, ist er nun zurück. Laut Trainer Gabriel ist dieser Wechsel eine große Verstärkung für Vaihingen-Sachsenheim. Sebastian Rödl ist dagegen erst einmal weg, weil er in München seinen Zivildienst leistet.
Weg ist auch Trainer Tommy Bonds. Er ist am Ende der vergangenen Runde gegangenen, hielt somit nicht einmal ein Jahr durch. Weshalb er sein Engagement gekündigt hat, ließ er offen. Schon Ende der vergangenen Saison hat sich das BSG-Team deshalb selbst gecoacht, Gabriel macht nun offiziell weiter.
Die Vorbereitung der Vaihinger und Sachsenheimer Spieler war durchwachsen. Zwar haben sie ein Testspiel gegen Waiblingen gewonnen und wurden bei einem Turnier in Gerlingen Zweiter, doch die Basketballer konnten erst drei Wochen in die Halle. Vorher war sie geschlossen. Nicht viel Zeit, um sich richtig gut vorzubereiten. In den wenigen Stunden hat Gabriel bisher viel an den Systemen gefeilt, auf die Defensiv-Arbeit wurde noch nicht viel Wert gelegt. Dabei war das einer der Schwachpunkte der BSG in der vergangenen Saison. Kaum ein anderes Team hat mehr Gegentreffer kassiert. Trotzdem sprang am Ende Platz sieben heraus.
Das Ziel in dieser Runde: „Zuerst einmal wollen wir uns im oberen Tabellendrittel etablieren“, sagt Gabriel. „Dann schauen wir, was geht.“ Langfristig will die Mannschaft aber in die Oberliga. Das zumindest war das Vorhaben, als sich die Vaihinger und Sachsenheimer zusammen getan hatten. „Grundsätzlich ist das auch unser Ziel“, sagt Gabriel. Das Team sei durchaus in der Lage, eine Klasse höher zu bestehen, doch bei einem Verein wie der BSG komme es auch immer darauf an, wie sich die Spieler persönlich und beruflich weiterentwickeln. „Daher wäre es schön, wenn wir langfristig in der Oberliga spielen würden. Allerdings verfolgen wir dieses Ziel nicht verbissen“, so der 29-jährige Trainer.
Morgen Abend um 20 Uhr beginnt für Vaihingen-Sachsenheim die Saison. Zu Gast ist dann die zweite Mannschaft des MTV Stuttgart. Gabriel hat sehr unterschiedliche Sachen über den ersten BSG-Gegner gehört. Gute und schlechte. Deshalb wagt er für dieses Spiel keine Prognose. Er hofft allerdings, dass der Start in die Partie weniger nervös verläuft als beim Testspiel gegen Waiblingen. Da war die Anfangsphase von vielen Fehlpässen geprägt. Denn wenn das gelingt, dann kann auch er sich besser auf sein eigenes Spiel konzentrieren.
