Freitag, 25. Mai 2012

Mit einem neuen Trainer in die Saison




Hockey-Saisonvorschau
Mit einem neuen Trainer in die Saison.

Vaihingen (ev). Heute Abend um 18 Uhr geben die Frauen des Club an der Enz ihr Debüt in der Hockey-Oberliga. In der Halle haben sich die Vaihingerinnen in dieser Liga schon bewährt. Im Feld wollen sie das nun auch.

„Wir haben einen Glückstreffer gelandet.“ Heike Tapken-Brust, Trainerobfrau beim Club an der Enz Vaihingen ist froh, Klaus Kaiser als neuen Frauentrainer präsentieren zu können. Er sei ein erfahrener A-Trainer, der sein Hobby zum Hauptberuf gemacht hat. „Außerdem hat er ein Händchen für die jungen Spieler“, berichtet Tapken-Brust. Denn trotz der Erfahrung die Kaiser mitbringe, konservativ sei der neue Trainer nicht.

Es ist das erste Mal in der Vaihinger Hockeygeschichte, dass ein bezahlter Profi das Training übernimmt. Und obwohl es eine finanzielle Belastung für den Verein ist, tun die Verantwortlichen schon jetzt alles Mögliche dafür, den neuen Trainer längerfristig an den Verein zu binden. Zum Beispiel sucht der CEV gerade eine Wohnung für den neuen Coach.

Neben dem Club an der Enz trainiert Kaiser auch noch einen Hockeyverein in Karlsruhe. Die Vereine müssen sich deshalb bei den Spielansetzungen absprechen, damit der Trainer sowohl bei den Karlsruher Herren als auch bei den Vaihinger Frauen sein kann.

Kaiser wurde vor allem deshalb verpflichtet, um Ludwig Schmid zu entlasten. Schmid trainierte in der vergangenen Runde sowohl Frauen als auch Männer. Da er aber noch einem anderen Beruf nachgeht, wurde es zu viel. „Ich hätte die Damen gerne weitertrainiert“, sagt Schmid. Lieber hätte er die Herren abgegeben, um sich dort ganz auf sein Spiel konzentrieren zu können. Doch Kaiser hat momentan nur Kapazität für ein Team und seine Wahl viel auf das Vaihinger Frauenteam. Noch ist Schmid aber nicht ganz raus. Vorerst leitet er nach Absprache mit Kaiser das Dienstagstraining und betreut die Mannschaft auch an den Spieltagen, an denen der neue Trainer verhindert ist.

Beim Trainingswochenende war Kaiser zum ersten Mal als Trainer in Vaihingen im Einsatz. Die Rückmeldungen sollen sehr positiv gewesen sein. „Es wurde viel Taktisches besprochen. Alle waren begeistert“, berichtet Schmid.

Eine leichte Runde steht Klaus Kaiser und seinem neuen Team nicht bevor, denn der CEV ist als Aufsteiger neu in der Oberliga. „Unser Ziel ist der Klassenerhalt“, sagt Heike Tapken-Brust. Vor allem in der Hinrunde werden auf die Frauen schwere Spiele zukommen. Torhüterin Sibah Phillips ist nach einer Schulter-Operation noch nicht wieder fit und Stürmerin Elvira Perleß ist ein paar Wochen in den USA. „Sie wird uns sehr fehlen. Sie ist eine Führungsspielerin und übt viel Druck aus“, sagt Schmid.
Wenn die Feldrunde im Frühjahr fortgesetzt wird, hoffen die CEV-Verantwortlichen auf bessere Zeiten. Dann stoßen wahrscheinlich auch einige Jugendspielerinnen dazu, die laut Schmid Potenzial hätten. Mit einer Sondergenehmigung dürfen sie nächstes Jahr mitspielen. Bereits jetzt trainieren sie mit den Aktiven zusammen. „Die Hinrunde steht für mich unter dem Aspekt Eingewöhnen, Tempo aufnehmen und lernen. Nächstes Jahr starten wir mit dem neuen Jahrgang dann voll durch. Die Mädels weisen bereits heute Damenniveau auf“, sagt auch Betreuer Tobias Müller.
Heute Abend um 18 Uhr, wenn der Mannheimer HC II in Vaihingen gastiert und der CEV sein Debüt in der Oberliga feiert, muss es zunächst allerdings ohne die jungen Spielerinnen gehen.




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