Freitag, 25. Mai 2012

Steelers-Motor stottert zum Saisonauftakt




Die Bietigheim Steelers (in Grün) haben zum Saisonauftakt ein Spiel knapp gewonnen und kamen im anderen unter die Räder. Foto: Simecek
Die Bietigheim Steelers (in Grün) haben zum Saisonauftakt ein Spiel knapp gewonnen und kamen im anderen unter die Räder. Foto: Simecek

Bietigheim-Bissingen (js). Einen holprigen Start in die Eishockey-Saison 2009/2010 haben am Wochenende die Bietigheim Steelers hingelegt. Der Titelverteidiger gewann zuhause gegen den EV Landshut mit 4:3 und verlor dann bei den Lausitzer Füchsen mit 1:5.

Obwohl es im Team der Steelers kaum Änderungen gegenüber dem Meisterjahr gab, lief der Motor zum Auftakt noch nicht rund. Eingespielt zeigte sich das Team von Christian Brittig nur im Überzahlspiel. Immerhin fielen vier der fünf Wochenendtreffer bei eigener numerischer Überlegenheit. Aber nur gegen Landshut lief auch das Unterzahlspiel.

In der Lausitz war dagegen vor allem eine Bietigheimer Unterzahl ausschlaggebend, als Dominik Hammer wegen hohen Stocks mit Verletzungsfolge in der 23. Minute frühzeitig unter die Dusche geschickt wurde. Weißwasser schlug in den folgenden fünf Minuten numerischer Überlegenheit dreimal zu. Davon erholten sich die Steelers nicht mehr. In einer weiteren Überzahl legten die Füchse noch das 5:1 nach, womit das Endergebnis der Begegnung bereits nach dem zweiten Drittel feststand.

Gegen Landshut ging es deutlich spannender zu. Insgesamt dreimal führten die Gastgeber schon mit zwei Toren, und mussten dennoch in den letzten 90 Sekunden zittern. Dies lag unter anderem an der mangelnden Chancenverwertung bei fünf gegen fünf. Lediglich die Tatsache, dass die Landshuter Nick Anderson und Ty Morris nach eine Rauferei mit Greg Schmidt und Andreas Geipel beide vorzeitig unter die Dusche geschickt wurden, während bei Bietigheim nur Schmidt duschen gehen musste, bescherte Landshut am Ende mehr Strafminuten. Bis dahin hatten die Gastgeber öfter auf der Strafbank Platz nehmen müssen, was Kraft kostete. Kraft die zum Heimsieg zwar noch reichte, zum Aufbäumen in der Lausitz aber fehlte. Brent Walton spielte nur fünf Wochen nach seinem Kreuzbandriss schon wieder mit einer Orthese. Er trug sich gegen Landshut gleich einmal doppelt in die Torschützenliste ein. In anderen Sportarten kaum denkbar, war Walton mit der Schiene seine schwere Verletzung kaum anzumerken. In der Lausitz konnte aber auch er keine Wende mehr herbeiführen.

Dafür ist er im Gegensatz zu seinem gesperrten Kollegen Dominik Hammer dabei, wenn am Freitag (18. September, 20 Uhr) Heilbronn seine Visitenkarte zum ersten Derby im Bietigheimer Ellental abgibt. Wie im Vorjahr, gibt es auch in dieser Saison mit fünf baden-württembergischen Zweitligisten reine Derby-Wochenenden. Zum Beginn der Saison sogar ausnahmsweise mit zwei Heimspielen in Folge. Denn in Freiburg wird noch die Halle renoviert, weshalb die Breisgauer am Sonntag ebenfalls im Ellental zu Gast sind.




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