Großglattbach: Das Flügelspiel soll besser werden
Großglattbach (ev). Knapper geht’s nicht. Nur ein Elfmeterschießen trennte die Fußballer des TSV Großglattbach vom Aufstieg in die Kreisliga A 3. Trotz des Erfolgs ist der Aufstieg in der neuen Saison nicht Pflicht, denn Trainer Güngör Topal erwartet einen spannenden und vor allem harten Meisterschaftskampf.
Kleinglattbach, die Absteiger Kleinsachsenheim und Häfnerhaslach, Oberriexingen und eben Großglattbach – viele Mannschaft werden kurz vor Saisonbeginn am Sonntag (6. September) als Aufstiegskandidaten gehandelt. „Unter den ersten fünf sehe ich uns auf jeden Fall“, meint Trainer Topal. Platz eins bis fünf ist deshalb auch das Ziel der Mannschaft.
Topal hat allerdings Grund, optimistisch zu sein. Die Mannschaft, die in der vergangenen Saison nur knapp den Meistertitel verschenkt hat und noch knapper in der Relegation gescheitert ist, ist fast komplett zusammen geblieben. Nur Ralf Schulte will sich in die AH zurückziehen und Markus Bögelsack ist zum TSV Mühlhausen gewechselt. Zudem will Routinier Uwe Prohaska kürzer treten. Das Urgestein soll vermehrt in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen und nur noch ab und zu in der B-Liga-Elf aushelfen. Für ihn wird Heiko Migulla, der bisher als Manndecker unterwegs war, auf die Libero-Position rücken. In den Vorbereitungsspielen hätte das bisher sehr gut geklappt, lobt Topal. Generell muss die Abstimmung zwischen Abwehr und Mittelfeld beziehungsweise Torwart aber noch ein bisschen besser werden. Alles sei auf Prohaska abgestimmt. In drei Wochen sei es aber fast unmöglich, sich gänzlich umzustellen.
Begeistert ist der Großglattbacher Übungsleiter von Dirk Schäfer. Er fiel fast die komplette letzte Saison aus. Jetzt ist er zurück und wieder fit. „Er bringt die Mannschaft auf jeden Fall weiter. Er versteht etwas von Fußball und kann es auch umsetzen“, so Topal.
In der letzten Juli-Woche haben die Großglattbacher das Training wieder aufgenommen. Da sei von der Enttäuschung über den Nichtaufstieg nichts mehr zu spüren gewesen. „Das ist abgehakt“, sagt Topal.
Im Training trainierte er vermehrt das Flügelspiel. Das soll nämlich besser werden. Urlauber musste er kaum entbehren, nur Marcel Kohler laboriert noch an einer Leistenverletzung. In den Testspielen, die der TSV allesamt positiv gestalten konnte, hat Topal gesehen, dass Kondition und Einstellung stimmen. Gegen die PSG 05 Pforzheim gewann Großglattbach mit 6:2, gegen Ötisheim mit 2:0 und gegen die TSC Kornwestheim gab es ein 2:2. Zudem brachte Großglattbach in der ersten Runde des Bezirkspokals den Bezirksligisten Merklingen an den Rand einer Niederlage. „Das war sehr gut.“
Trotzdem: Ein ähnliches Abschneiden wie in der letzten Runde werde schwierig. „Würden wir die gleiche Punktzahl holen, wäre wir dieses Jahr Meister“, sagt Topal. Er erwartet, dass mehrere Mannschaften vorne mitspielen. „Das wird richtig spannend.“ Zwar wird es auch schwieriger, Platz eins oder zwei zu erreichen, trotzdem freut sich der Trainer auf die neue Saison.
Wie es dann genau läuft, könne man nach den ersten fünf Spieltagen sagen. Für Großglattbach hält allerdings schon der morgige Sonntag eine aussagekräftige Partie parat. Dann ist die Elf zu Gast beim Absteiger Kleinsachsenheim. Ein Vorteil, meint Topal, denn da es keine großen Veränderungen und Neuzugänge gibt, fällt die Eingewöhnungsphase weg. Im vergangenen Jahr legte der TSV einen Saisonstart par excellence hin. Topal hofft, dass es 2009 ähnlich gut laufen wird, denn dann ist auf jeden Fall mehr als Platz fünf drin.
