Hochdorf (rkü). Durchschnittlich zehn Teilnehmer am Training in der Saisonvorbereitung – da hatte der TSV Hochdorf nur wenige Gelegenheiten, sich auf die kommenden Herausforderungen einzustellen. Es gab nur zwei Testspiele, Taktik und Technik kamen ebenfalls recht kurz. Dennoch ist Trainer Jürgen Heidt zuversichtlich.
Der TSV Hochdorf hat mit insgesamt 16 bis 18 Mann einen besonders dünnen Spielerkader. Doch dass in dem Eberdinger Ortsteil bald nicht mehr Fußball gespielt werden könnte, befürchtet Jürgen Heidt nicht. „Wir haben hier in Hochdorf eine junge Mannschaft und ab sofort gibt es auch wieder eine A-Jugend“, sagt der Trainer. Die Aktiven des Vereins spielen in der Kreisliga B3, die Saison beginnt am kommenden Sonntag. „Wir haben unsere Durststrecke schon hinter uns“, meint er mit Blick zurück auf den Abstieg in die C-Klasse und den gelungenen Wiederaufstieg.
Damit ist der TSV Hochdorf den benachbarten Vereinen aus Aurich und Riet einen Schritt voraus. Im vergangenen Jahr konnte sich die Mannschaft in der B3 gut behaupten. Das erklärte Ziel des Trainers für diese Spielzeit ist mindestens der sechste Tabellenplatz. „Das erscheint manchen hier ein bisschen hoch“, gibt er zu. „Aber warum soll ich mich mit weniger zufrieden geben als vergangene Saison, wenn unser Kader fast gleich geblieben ist?“
Marcel Rainer hat den TSV Hochdorf in Richtung Ditzingen verlassen. Dafür kam Marco Grygo vom GSV Hemmingen neu dazu. Matthias Neubauer werde erst einmal pausieren, sagt Heidt. Immerhin stehe er aber als Jugendtrainer zur Verfügung. Inwieweit er auf Martin Seidel und andere Studenten zählen könne, müsse sich im Lauf der Saison zeigen. Die bisherige Nummer zwei im Tor, Marcel Heimerdinger, falle studienbedingt aus. „Oft gespielt hat er aber eh nicht.“ Außerdem könne Manuel Schuh zumindest in der Vorrunde nicht spielen. „Er war eine Stütze in der Abwehr, hat sich aber nach einer Leistenverletzung operieren lassen müssen.“ Immerhin seien die verfügbaren Spieler recht gut auf die unterschiedlichen Positionen verteilt.
Die Ausrichtung der Mannschaft sei die gleiche wie in der Vergangenheit. „Technik, Taktik und Zusammenspiel sind zu verbessern“, urteilt der Trainer. „Unsere Stärke ist der Kampf, wir halten gut dagegen.“ Schwerpunkt der Saisonvorbereitung sei dementsprechend auch das Ausdauertraining gewesen, die Mannschaft habe ganz gut mitgezogen.
Was Jürgen Heidt beim TSV Hochdorf ein wenig vermisst, beschreibt er so: „Das Umfeld ist sehr klein.“ Der Abteilungs- und Spielleiter in Personalunion, der Trainer und eingeschränkt auch der Torwarttrainer seien für die Geschicke der Mannschaft verantwortlich. „Es fehlt ein bisschen eine gute Seele“, meint Heidt, der manchmal gerne auf zusätzliche Betreuer, Sanitäter oder sonstige Helfer zurückgreifen würde. Ansonsten fühle er sich beim TSV Hochdorf sehr wohl, versichert der Trainer. In den Testspielen stand es übrigens unentschieden: Dem 1:5 gegen den TSV Ludwigsburg folgte ein 2:1 gegen Türk Gücü Möglingen.
