Nur 170 Läufer beim 2. Nussdorfer Laufcup
Nussdorf (ev) – Nur rund 170 Läufer nahmen am Samstag am Nussdorfer Laufcup teil. Im Gegensatz zur ersten Auflage vor einem Jahr ist das Teilnehmerfeld damit um fast die Hälfte geschrumpft. Somit wird es immer unwahrscheinlicher, dass der Lauf im Eberdinger Stadtteil eine Zukunft hat. Michael Pfeiffer (LG Neckar-Enz) hat das Rennen über die zehn Kilometer gewonnen. Bei den Frauen siegte Monika Golchert (Team Sportevolution).
„Es war furchtbar“, sagte Monika Golchert schnaufend nach dem Rennen. Sie benötigte für die zehn Kilometer 46:48 Minuten und überquerte damit als erste Frau die Ziellinie. Mit furchtbar hat sie vor allem den kleinen Berg gemeint, der gleich hinter der Kurve nach der Start- und Zielgeraden auf die Läufer gewartet hat. Gerade einmal 250 Meter konnten die Athleten gelassen angehen, dann ging es steil bergauf. Gleich in der ersten Runde wurde hier das Feld gesprengt, richtig weh getan hat die Steigung vor allem in der zweiten und dritten Runde.
Während Monika Golchert ihren Konkurrentinnen nahezu problemlos davonlief, ging es bei den Herren etwas spannender zu. Michael Pfeiffer hatte sich zwar nach der ersten Runde bereits etwas abgesetzt, aber in Timo Engel (Team Sportevolution), Ralf Reidenbach (TSV Enzweihingen) und Ulrich Königs (LG-Glems) folgte gleich dahinter eine Dreiergruppe. Während der zweiten Runde musste sich auch Engel geschlagen geben, Königs und Reidenbach verfolgten Pfeiffer alleine, holten ihn aber nicht mehr ein. Der Athlet kam nach 32:29 Minuten ins Ziel. Pfeiffer hat sich zwar vom Leistungssport verabschiedet, er ist aber immer noch einer der besten Langstreckenläufer des Landes. Im vergangenen Jahr landete er auf der württembergischen Bestenliste über 10000 Meter auf Rang 2.
In 34:13 Minuten wurde Königs Zweiter, Reidenbach landete auf Rang drei (34:34). Sehr beachtlich ist die Leistung des 20-jährigen Stefan Pfitz (TSV Nussdorf) aus Enzweihingen, der auf Platz acht landete. Insgesamt haben 80 Läufer die Zehn-Kilometer-Strecke in Angriff genommen, zuvor waren 39 Bambini, 40 Schüler, vier Nordic-Walker und neun Läufer über 6,5 Kilometer in ihren Rennen unterwegs.
170 Teilnehmer – „das ist schade“, meint Organisator Harald Feierabend. „Wir haben unseren Job gut gemacht und viel Herzblut reingesteckt. Es ist schade, dass der Lauf nur im Jubiläumsjahr des TSV Nussdorf auf viel Resonanz gestoßen ist“, so Feierabend. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde beim Lauf auch auf die Chipmessung verzichtet und per Hand gestoppt. Nach dieser Bilanz ist es fraglich, ob der Lauf nächstes Jahr überhaupt noch stattfindet, da Feierabend schon seit Längerem überlegt einen seiner vier Läufe nicht mehr fortzuführen. „Vielleicht gibt es 2009 auch zwei Läufe weniger“, so der Organisator.
Zurück zum Sportlichen: Für Erstaunen an der Strecke sorgte Günther Hüftle (Team Sportevolution). Der Athlet startete mit den Walkern, allerdings bediente er sich einer anderen Technik, denn Hüftle ist Geher. Die Konkurrenz war in Nussdorf zwar nicht riesig, trotzdem freute sich der Athlet aus Berglen bei Schorndorf über seinen zehnten Sieg im zehnten Rennen in diesem Jahr. Ins Schwitzen kam er über die 6,5-Kilometer-Distanz übrigens nicht, seine Hände waren im Ziel immer noch kalt. Mit dabei war auch seine Lebensgefährtin aus Häfnerhaslach, die ihn als Zuschauerin kräftig unterstützte. Hüftle gewann den Wettbewerb in 43:53 Minuten, mit sieben Minuten Abstand auf den ersten Verfolger.
