Steelers übernehmen die Tabellenführung
Bietigheim-Bissingen (js) – Einen nahezu perfekten Start haben die Steelers aus Bietigheim in der zweiten Eishockey-Bundesliga hingelegt. Nach einem 3:2-Sieg in Dresden blieben auch gegen München (2:1) drei Punkte bei den Grün-Weißen. Am Ende des erfolgreichen Auftaktwochenendes hat das Team von Christian Brittig somit die Tabellenführung übernommen.
Es waren die von Trainer Christian Brittig prophezeiten schweren und engen Spiele in Dresden und gegen München. Dass die Bietigheimer dennoch zweimal als Sieger vom Eis gingen, lag vor allem daran, dass sie den vom Trainer geforderten Einsatz zeigten, aber auch eine gute Portion Cleverness an den Tag legten. Denn bei beiden Siegen wurde eine Führung nach dem zweiten Drittel nicht mehr hergegeben.
Entsprechend positiv fiel Brittigs Kommentar nach dem Heimspiel aus: „Das war eine richtig gute, kompakte Mannschaftsleistung. Nur haben wir in beiden Spielen einige gute Chancen nicht genutzt.“ Lob gab es auch von Münchens Trainer Pat Cortina: „Wir haben den Steelers ein sehr gutes Spiel geliefert, Bietigheim war aber sehr diszipliniert.“
Dirk Wrobel bekommt den Konkurrenzkampf zu spüren
Dass Steelers-Coach Brittig „nur“ im Großen und Ganzen und nicht vollends zufrieden war, lag wohl vor allem an der Leistung einzelner Spieler. Zu spüren bekam dies vor allem Verteidiger Dirk Wrobel. Nach dem ersten Drittel gegen München durfte er nur noch auf der Bank Platz nehmen. „Wir haben jetzt die erfreuliche Situation, dass wir im Team einen Konkurrenzkampf haben. Unser Eigengewächs Pascal Schoofs hat seit der letzten Saison einen großen Schritt nach vorne gemacht und hat deshalb seine Chance bekommen. Letztendlich spielt eben nur der, der die beste Leistung zeigt.“ Außer Wrobel dürften aber nur wenige Spieler die Anforderung des Trainers nicht erfüllt haben. Schließlich wurden die fünf Steelers-Tore am Wochenende von vier verschiedenen Torschützen (Kaufmann, Walton und Kelly in Dresden, Kaufmann und Heilman gegen München) in drei unterschiedlichen Reihen erzielt. Lediglich Andrej Kaufmann traf doppelt. Wobei das Führungstor gegen München zunächst Doug Andress gutgeschrieben worden war, Kaufmann hatte aber wohl noch abgefälscht. Leer ging an diesem Wochenende nur die dritte Reihe mit Florian Jung, Dominik Hammer und Herbert Geisberger aus. Die Verstärkung nicht nur in der Spitze, sondern auch in der Breite des Kaders, scheint Brittig und Sportdirektor Michael Komma also gelungen zu sein.
Bemerkenswert war im Übrigen, dass Bietigheim am Auftaktwochenende kein einziges Mal in Rückstand lag. Andrej Kaufmann hatte in Dresden das erste Saisontor und damit die 1:0-Führung (9.) erzielt. Den zwischenzeitlichen Ausgleich durch ein Powerplay-Tor von Lundmark (14.) konterten Justin Kelly (36.) und Brent Walton (40.). Dem Ex-Steeler Jakub Körner gelang schließlich nur noch der Anschluss (53.). München erzielte am Sonntag nach der frühen Steelers-Führung durch einen Überzahltreffer (5.) auch nur einen zwischenzeitlichen Ausgleich.
Dylan Gyori traf ebenfalls im Powerplay (25.). Quasi im Gegenzug (26.) erzielte aber Dan Heilman nach einem Abpraller per Bauerntrick den entscheidenden Treffer.
