Freitag, 25. Mai 2012

Regen kostete ungefähr 300 Besucher




Regen kostete ungefähr 300 Besucher.
2010 gibt es beim Wandertag der Wanderfreunde Enzweihingen vermutlich keine Marathonstrecke mehr.

Kleinglattbach (ev). Das Wetter hätte kaum schlechter sein können. Kalt und nass war es am Samstag. Nur zwischendurch hatten die Regenwolken ein Einsehen. Trotzdem kamen rund 700 Wanderer nach Kleinglattbach. 300 weniger als im vergangenen Jahr.

Regenschirme, Regenjacken, warme Socken und wasserdichte Wanderstiefel hatten am Samstag beim Wandertag der Wanderfreunde Enzweihingen Hochkonjunktur. Abschrecken ließen sich die Wanderer aber nicht, auch nicht Gabriele Meuret aus Sinsheim. „In der Nacht haben wir mal kurz daran gedacht, nicht nach Kleinglattbach zu fahren“, gibt Meuret zu. Am Morgen sah die Sache aber schon wieder ganz anders aus: Wasserdichte Jacke, Regenhose, Mütze, Handschuhe… Das meiste war aber gar nicht in Gebrauch. „Ich wundere mich jedes Mal wieder, wie warm es einem beim Wandern werden kann“, so die Sinsheimerin. Sie war auf der 20-Kilometer-Route unterwegs.

Vier unterschiedliche Strecken hatten die Wanderfreunde Enzweihingen im Angebot: 5, 10, 20 und 42 Kilometer. Auf allen Wegen verzeichneten die Verantwortlichen weniger Teilnehmer als im vergangenen Jahr. Insgesamt waren es rund 700 Wanderer. „Das Wetter hat uns 300 Besucher gekostet“, schätzt Dieter Fischbach, Wanderwart bei den Wanderfreunden Enzweihingen.

Die kurzen Strecken führten allesamt von der Halle im See nach Ensingen auf den Hubbühl. „Von dort hat man eigentlich eine wunderschöne Aussicht“, schwärmt Fischbach. Die war aber durch die dicken schwarzen Regenwolken etwas eingeschränkt.

In Enzweihingen sind die Wanderfreunde eigentlich zuhause, doch zum zweiten Mal schon nutzten sie die Halle in Kleinglattbach als Start- und Zielpunkt. Der Grund: Die schlechte Parkplatzsituation rund um die Festhalle in Enzweihingen. „Mit der neuen Lösung sind wir zufrieden“, so Fischbach. Seit jeher sei es so, dass sich die Enzweihinger jedes Jahr neue Strecken ausdenken, ob nun von Kleinglattbach oder Enzweihingen, das sei egal. Die Vielfalt hat sich wohl herumgesprochen, denn einige Wanderer nahmen eine lange Anfahrt in Kauf, um beim Internationalen Wandertag mitzumachen. Ein Teilnehmer kam aus Kiel, ein Wohnwagen aus Luxemburg stand auf dem Parkplatz und von Grolsheim bei Bad Kreuznach und von Geltendorf beim Ammersee fuhr je ein Reisebus in den Vaihinger Teilort.

Die Bayern – zumindest ein Teil davon – ließen es gemütlich angehen. Vier von ihnen saßen beim Viertele an der Kontrollstelle beim Ensinger See. Dort gab es nicht nur Tee und Würste, sondern im Hintergrund auch Volksmusik aus dem CD-Player. Das schien den Bayern zu gefallen und so ließen sie es daher ruhig angehen. Im Gegensatz zu Michael Belzner aus Königsbach-Stein. Der 26-Jährige war einer der ersten, die am Start standen. Er wanderte auch nicht, sondern war auf den 42 Kilometern und später noch auf den 10 Kilometern im Laufschritt unterwegs.

„Diese Marathons sind für mich ein gutes Training“, erklärt er. Kalt war es ihm am Samstag auch nicht. Obwohl er lediglich eine kurze Hose trug. Immerhin ein Blickfang. Viele schauten ihm kopfschüttelnd hinterher. Neugierige Blicke ist Belzner aber gewöhnt. Schließlich war es nicht sein erster Marathon. Auch bei den Wanderfreunden war er schon einige Male zu Gast. Ob er nächstes Jahr kommen wird, bleibt offen, denn 2010 wird es höchstwahrscheinlich keinen Marathon im Programm der Enzweihinger geben. Denn dann findet ein Ländercup mit neun Läufen in drei Bundesländern statt. Die Abschlussveranstaltung fällt auf den gleichen Termin wie der Wandertag der Enzweihinger. „Das Gros der Marathonläufer wird dort sein“, erklärt Fischbach. Wie genau es mit dem Wandertag der Wanderfreunde weitergeht, wird bei einer Generalversammlung im Februar entschieden.




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