Freitag, 25. Mai 2012

CVJM Enzweihingen will Neuanfang




CVJM Enzweihingen will Neuanfang
Für die Eichenkreuz-Handballer beginnt die Saison – Enzweihingen trifft auf Köngen.

Enzweihingen (ev). Die vergangene Saison lief nicht im Geringsten so, wie sich das Enzweihingens Trainer Frank Blessing wünscht. Sein Team spielte nach der DM-Teilnahme plötzlich gegen den Abstieg in der Eichenkreuz-Landesliga. Jetzt soll es einen Neuanfang geben und bessere Resultate.

Neue, schwarze Trikots sollen bei den Enzweihinger Eichenkreuz-Handballern den Neuanfang einläuten, denn so eine Saison wie die letzte, will CVJM-Trainer Frank Blessing nicht noch einmal erleben. Seine Mannschaft spielte gegen den Abstieg. Mit diesem Kader dürfe das allerdings nicht passieren. Das Problem: In kaum einem Spiel konnte der Trainer auf seinen Wunschkader zurückgreifen. Beruf, Studium, Ausbildung – Training und Spiele konnten deshalb oft nicht besucht werden. Doch nun soll alles besser werden: „Es hat sich einiges zum Positiven entwickelt. Ich kann wieder mit meinen Spielern rechnen“, so Blessing.

Doch nicht nur das muss sich in Enzweihingen verbessern. Die Wurfausbeute der Enzweihinger war in der vergangenen Runde „unterirdisch schlecht“. Wie schlecht die Quote war, will Blessing lieber für sich behalten. In der Vorbereitung wurde deshalb viel Wert aufs Wurftraining gelegt, wobei die Enzweihinger die Abwehrarbeit allerdings ebenfalls nicht vergessen haben, denn der CVJM hat die Spiele teilweise auch in der Abwehr verloren.

Blessing will deshalb das Tempo-Spiel forcieren: „Das ist unsere Stärke. Wir müssen einfache und schnelle Tore werfen.“ Mit Positionsspiel könne seine Mannschaft nicht viel bewegen. Gut ins System passen da die beiden Juniorenspieler Jan-David Riedmüller und Manuel Karamanlidis. Die waren zwar schon teilweise dabei, sollen nun aber wesentlich mehr Spielzeiten bekommen. Karamanlidis ist ein „pfeilschneller Außenspieler“ und Riedmüller eine Option am Kreis. „So haben wir viel mehr Möglichkeiten zu variieren“, erklärt der Trainer. Er ist stolz auf die Enzweihinger Jugendarbeit. Nicht nur, weil zwei Eigengewächse den Sprung in die Landesliga-Mannschaft geschafft haben, sondern weil durchgängig alle Altersklasse besetzt sind. Enzweihingen startet dieses Saison mit sieben Teams.

Der Kader der ersten Mannschaft ist im wesentlichen gleich geblieben. Bodo Kettler, der älteste Enzweihinger Spieler, will kürzer treten und nur noch im Notfall aushelfen. Malte Sündermann, der in der Zweiten spielte, hat Enzweihingen Richtung Weissach verlassen. Ebenfalls noch nicht im Kader steht Karsten Sailer. Er hat sich die Bänder am Knöchel gedehnt und fällt beim Saisonauftakt in Köngen am Samstag (10. Oktober), 17 Uhr, auf jeden Fall aus.

Köngen ist gleich zu Saisonbeginn ein richtiger Knaller. Die Mannschaft qualifizierte sich in der vergangenen Landesliga-Saison für die deutsche Meisterschaft. Eine Woche später empfängt Enzweihingen Möglingen zum ersten Heimspiel. „Erst Köngen, dann das Derby. Nach zwei Spielen wissen wir, wo wir stehen“, sagt Blessing. Das Ziel ist es auf jeden Fall besser zu sein als in der Vorsaison, um absolut nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Blessing denkt allerdings weiter. „Wenn es richtig gut läuft und tatsächlich alle da sind, ist vielleicht auch ein Platz unter den ersten vier drin.“

Die Fans in Enzweihingen würden sich freuen. Allerdings haben sie dem Verein auch 2008/2009 die Treue gehalten. „Was die Fans betrifft, sind wir auf jeden Fall ganz vorne dabei“, sagt Blessing. Manche Gegner kommen gar nicht mehr gerne in den Vaihinger Stadtteil. Zu laut und zu eng gehe es in der Halle zu. Wahrscheinlich ist der CVJM auch deshalb in der eigenen Halle besser als auswärts. Blessing fordert daher auch: „Unsere Heimspiele müssen wir gewinnen.“

Denn dann wird aus dem Neustart mit den neuen, schwarzen Trikots auch kein Trauerspiel werden.




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