Roßwager Spieler motivieren sich selbst
Roßwag (rkü) – Der FV Roßwag hat einen sehr guten Saisonauftakt hingelegt. Momentan steht das Team auf Rang zwei der Fußball-Kreisliga A3, punktgleich mit dem Tabellenführer TSV Phönix Lomersheim. Trainer Matthias Steinbach formuliert sein Ziel zurückhaltend: „Unser Ziel ist nicht der Aufstieg. Wir wollen einen Platz unter den ersten vier.“
Seine Mannschaft bezeichnet Steinbach als sehr motiviert und kampfstark. „Die machen sich selber heiß und schätzen die Gegner richtig ein.“ Hart gearbeitet werde nicht nur bei den Spielen, sondern auch im Training. Zehn, zwölf Spieler aus der Ersten seien beim Training mindestens dabei, mit den Spielern aus der Zweiten komme er in der Regel auf etwa 20 Mann. Die Bedingungen im Roßwager Fußballverein charakterisiert er als angenehm. „Mit den Zuschauern und allem Drum und Dran – sehr familiär!“ Nicht nur der Trainer, sondern auch seine Familie seien nach seinem Amtsantritt im Sommer gut aufgenommen worden. „Die sind hier sehr offen zu mir.“ So etwas habe er bei seinen bisherigen Stationen in Bad Liebenzell, Hirsau, Neusatz und Huchenfeld noch nicht erlebt, unterstreicht Matthias Steinbach. In sportlicher Hinsicht läuft es für ihn ebenfalls wie am Schnürchen. Die Einstellung der Mannschaft stimmt offenbar. Der Trainer hat die Aufgabe, auf Technik und Taktik zu achten und die Mannschaft fit aufs Spielfeld zu führen. „Das ist etwas ganz anderes als damals, als ich zweimal gegen den Abstieg gekämpft habe. Aber auch da muss man durch.“
Erinnerungen an schwierige Zeiten kommen in Roßwag dann auf, wenn sich Steinbach um die zweite Mannschaft kümmert. Nach dem glücklichen Aufstieg in die B6 im Sommer kämpft das Team jetzt um den Klassenerhalt. „Sie spielen jetzt eben eine Liga höher als bisher und treffen dort auf erste Mannschaften. Da zeigen sich dann konditionelle und spielerische Schwächen deutlicher. In der Zweiten spielen bei uns viele, die aus beruflichen Gründen nicht regelmäßig am Training teilnehmen können.“
Zurück zur ersten Mannschaft: Auch dort müssen immer wieder Akteure aus der Zweiten antreten, weil der Trainer auf einige Spieler mit langwierigen Verletzungen verzichten muss. „Manuel Gayer hat einen Meniskusschaden, der Torwart Salvatore Rivarolo hat Wasser in der Hüfte. Hinter dem Einsatz von zwei weiteren Stammspielern steht ebenfalls noch ein Fragezeichen.“ Vor dem Auswärtsspiel gegen den SV Illingen erklärt Steinbach: „Wir gehen rein wie in jedes andere Spiel: Wir spielen auf Sieg. Illingen ist zwar nur Achter, aber es wird genauso schwierig wie sonst und es handelt sich um ein Derby.“ Für den Fall, dass der FV Roßwag weiter in der Erfolgsspur bleiben und den Aufstieg in die Bezirksliga schaffen sollte, wagt der Trainer eine vorsichtige Prognose: „Das Ziel wäre dann ganz klar der Klassenerhalt. Aber wir sind eh eine Kampftruppe und könnten das schaffen.“
Zum Spitzenspiel Lomersheim gegen Hellas Bietigheim sagt Steinbach: „Beide Vereine treffen sehr gut. Ich tippe auf ein Unentschieden. 6:6.“ Einige der Lomersheimer Torschützen seien nicht mehr die jüngsten, dafür hätten sie jahrelange Bezirksliga-Erfahrung. Bei der Begegnung Gemmrigheim gegen Häfnerhaslach erwartet der Roßwager Trainer einen Heimsieg. Die Partie Kleinsachsenheim gegen Wiernsheim bezeichnet er als nicht einzuschätzen: „Das ist tagesformabhängig.“ Beide Vereine stehen derzeit im Mittelfeld der Tabelle. Die Zweite von 08 Bissingen hat dem FV Roßwag vergangenen Sonntag ein 2:2-Unentschieden abgetrotzt. Steinbach erwartet einen deutlichen Sieg, wenn Bissingen II Schlusslicht TSV Nussdorf empfängt. Löchgau II hatte gegen Roßwag ebenfalls Unentschieden gespielt. „Damals hatten wir großes Glück, dass wir noch einen Punkt geholt haben“, erinnert sich der Trainer. Gegen Sersheim werde Löchgau II gewinnen, tippt er. Nur für die Partie Kirchheim gegen Bönnigheim mag er keine Prognose abgeben: „Kirchheim ist für mich noch ein unbeschriebenes Blatt.“ Anpfiff ist um 14.30 Uhr, Gündelbach hat spielfrei.