Horrheim dominiert gegen schwache Enzweihinger
Horrheim (rkü) – Der SV Horrheim war gestern mit drei Sturmspitzen gegen den TSV Enzweihingen erfolgreich. Das Spiel wurde von den Horrheimern dominiert, das Ergebnis von 5:0 ist dem Verlauf angemessen. Die Gastgeber waren sehr offensiv eingestellt, die Elf aus Enzweihingen zeigte nach vier Spielen ohne Niederlage nicht genügend kämpferischen Einsatz.
Die Trainer waren sich nach dem Spiel einig: Der Sieg für die Gastgeber war hoch verdient. Seitens des TSV Enzweihingen sagte Hans-Ulrich Rähmer: „Die zweite Halbzeit war völlig inakzeptabel. Am Schluss war der Frust groß und ich bin froh, dass wir uns keine Rote Karte geholt haben.“ Zu Spielbeginn hatte es gar nicht so schlecht ausgesehen für den TSV. Cem Karabeyaz ließ in der fünften Minute aufhorchen, als er einen 20-Meter-Freistoß über die Mauer hinweg an die Latte setzte. Nach einem Eckball in der 16. Minute flog der Ball knapp übers Horrheimer Tor. Torwart Matthias Beyer musste sich zehn Minuten später noch einmal gewaltig strecken, um einen Enzweihinger Schuss zur Ecke zu lenken.
Doch dann hatten die Gastgeber ihren Rhythmus gefunden. Dominik Faigle brachte den SV Horrheim mit 1:0 in Führung. Torwart Beyer rief die Mannschaft sofort darauf zur Ordnung: „Und gleich wieder auf den Platz zurück, konzentrieren!“ Konzentration aufs Spiel forderte auch Trainer Achim Glückler von der Seitenlinie aus. Als in der Folgezeit einige umstrittene Entscheidungen des Schiedsrichters vom Publikum lautstark kommentiert wurden, versuchte Fußball-Abteilungsleiter Peter Seyb zu beschwichtigen. Er trat gestern als Linienrichter auf und mahnte in Richtung der Zuschauer: „Ruhig, ruhig! Das ist jetzt schon so, wie es ist. Ruhig!“ Leise setzte er hinzu: „Fallen tun sie auf jeden Fall arg schnell.“ Gemeint waren die Spieler des TSV Enzweihingen. Dann war Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Horrheim weiterhin angriffslustig. Als etwa eine Viertelstunde gespielt war, gelang der Doppelschlag, der die Vorentscheidung brachte. Erst traf Dominik Faigle aus abseitsverdächtiger Position zum 2:0, kurz darauf blieb er mit einem lauten Schrei am Boden liegen. Er musste auf dem Weg zur Bank von Mitspielern gestützt und später ausgewechselt werden. Während der zweifache Torschütze noch versorgt wurde, erhöhte Andre Aisenbrey auf 3:0. Der Enzweihinger Torwart Benjamin Friedel warf den Ball wutentbrannt über die Seitenauslinie, als ein Mitspieler verletzt auf dem Boden lag und die Horrheimer Stürmer ihren Angriff nicht freiwillig unterbrochen hatten. Unterm Strich bescheinigten die Trainer aber, dass es sich um eine faire Partie gehandelt habe.
Mitte der zweiten Halbzeit steigerte Enzweihingen kurzzeitig den Druck und erspielte sich so manche Torraumszene, doch der Horrheimer Schlussmann war auf dem Posten und zeigte sich als sicherer Rückhalt seiner Mannschaft. Zwei Foulelfmeter brachten dem SV Horrheim zwei weitere Treffer ein. Torschützen waren Viktor Götz und Marco Burkhardt. Beide Strafstöße wurden sicher verwandelt. Ein kleines Handgemenge um den Ball im Enzweihinger Strafraum spielte sich hinter dem Rücken des Schiedsrichters ab und entlockte nur Trainer Rähmer einige unwirsche Worte, mit denen er seine Akteure ermahnte.
Beim TSV Enzweihingen fehlten in der gestrigen Partie mehrere erfahrene Spieler. „Die hätten den Jungen etwas vormachen können und dann hätten die mitgezogen“, seufzte Rähmer. Er war mit der Leistung seiner Mannschaft unzufrieden, relativierte aber gleich: „Das kann nächste Woche schon wieder ganz anders sein. Es darf nur jetzt kein Strudel entstehen.“ Sein Kollege Achim Glückler vom SV Horrheim sah sich für das Risiko belohnt, von Anfang an mit drei Sturmspitzen gespielt zu haben. „Wir haben den Aufbau des Spiels schon in der gegnerischen Hälfte gestört, das Konzept ist aufgegangen.“
SV Horrheim: Beyer – Welleba, Messirek, Viktor Götz (77. Dietrich), Maier, Hilgenberg, Aisenbrey (80. Granit Isafi), Asprion, Faigle (62. Vogel), Burkhardt, Hoffmann.
TSV Enzweihingen: Friedel – Scherer, Holzer (46. Mestan), Klink, Wolfgang Held, Büskens, Tomas Karabas, Boskov, Umeri, Uyar, Karabeyaz.
