Freitag, 25. Mai 2012

Fußball-Vorschau, Bezirksliga


Vaihingen (ev) – Ungefähr vier Tore kassierte Fußball-Bezirksligist VfB Vaihingen bisher durchschnittlich pro Spiel. Am Sonntag trifft der Tabellenletzte nun auf das Team, das bisher die meisten Treffer erzielt hat, auf Tabellenführer Ingersheim.

Was kann sich eine Mannschaft, die in neun Spielen nur zwei Punkte geholt hat, gegen ein Team ausrechnen, das noch keine Partie verloren hat und dazu am meisten Tore erzielt hat? Fragen wir den VfB Vaihingen, der genau in dieser Situation steckt. Vor knapp einer Woche nach der bitteren Niederlage gegen Schwieberdingen lautete die Antwort von Spielleiter Alexander König wie folgt: „Es wäre vermessen, sich nach dieser Leistung auch nur einen Punkt auszurechnen.“

Mittlerweile hat er allerdings wieder ein wenig Hoffnung geschöpft. „Ich hoffe, dass sich die Ingersheimer in dieser Woche im Training zusammengesetzt haben und sich überlegt haben, wie viele Tore sie gegen uns schießen“, so König. Er hofft auf eine lasche Einstellung des Tabellenführers. Klar sei Ingersheim er Favorit in diesem Spiel, „aber warum sollten wir keine Überraschung schaffen? Und wenn wir uns den Punkt ermauern.“ Trotzdem weiß auch der VfB-Spielleiter um die Stärke der Ingersheimer, die sogar einen ehemaligen Oberligaspieler in ihren Reihen haben.

Eine gute Nachricht gibt es im Vorfeld zumindest. Abgesehen von den Langzeitverletzten stehen Trainer Goran Musura alle Spieler zu Verfügung. Nur hinter dem Einsatz von Anastasios Anastasiou (Zerrung) steht ein Fragezeichen.

Der VfB hat in der bisherigen Runde bereits 34 Gegentreffer kassiert. Zum Vergleich: in der Saison, in der Vaihingen in die A-Klasse aufstieg waren es insgesamt nur 19 Treffer und im vergangenen Jahr, als der VfB in der A3 Meister wurde trafen die Konkurrenten in der ganzen Saison nur 37-mal das Vaihinger Gehäuse.

Kein Wunder, dass sich langsam auch wieder mürrische Stimmen zu Wort melden. Manche fordern sogar einen neuen Trainer. Davon will Alexander König nichts wissen. An ihn sei bisher noch auch noch nichts derartiges herangetragen worden. Außerdem fügt der Spielleiter schnell hinzu: „Uns gibt es nur im Doppelpack.“ Das soll heißen, dass wenn Musura geht, geht König mit. „Wir diskutieren über die Situation, haben die Mannschaft gemeinsam zusammengestellt und haben die gleiche Philosophie“, so König. Das heißt, er und Musura wären auch gemeinsam verantwortlich. Zwei Jahre lang lief es positiv, jetzt hat der VfB eine deftige Negativserie hingelegt. „Das sind die Fans nicht mehr gewöhnt“, sagt König. Die schnellste Möglichkeit, um die Diskussionen zu beenden: den ersten Sieg einfahren.


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