Vaihingen (ev) – Es ist gerade einmal fünf Wochen her, da wurden die Vaihinger Faustballer Deutscher Meister auf dem Feld. Bereits am Samstag beginnt für den Bundesligisten schon wieder die Hallensaison – mit einer interessanten Partie.
Immerhin: Der MTV Rosenheim, der am Samstag (25. Oktober, 16 Uhr) in Vaihingen gastiert, hatte keine Minute länger Zeit, sich auf das erste Spiel vorzubereiten, denn Rosenheim und Vaihingen standen sich bei der Feld-DM im Finale gegenüber. Jetzt kommt es zu einer Neuauflage des Duells. Eine brisante Situation, auch wenn den Rosenheimern nicht mehr das gleiche Team wie in der Feldrunde zur Verfügung steht und die Mannschaft nicht zu den Hallenspezialisten zählt.
Für Vaihingens Trainer Werner Blechschmidt ist der MTV trotzdem einer der Favoriten für die DM-Teilnahme. Die besten drei Teams der ersten Faustball-Bundesliga Süd dürfen am Ende der Saison an der DM teilnehmen. Neben Titelverteidiger Vaihingen und Rosenheim werden auch der Offenburger FG und dem TV Stammheim gute Chancen eingeräumt. Die anderen vier Mannschaften der Liga, die Aufsteiger Öschelbronn und Grafenau sowie Waibstadt und der NLV Vaihingen, werden wohl darum kämpfen, nicht auf einem der beiden Abstiegsplätze zu landen.
Für den TV Vaihingen ist das Ziel indes klar. Die Mannschaft will nicht nur zur deutschen Meisterschaft, sie will dort auch ihren Titel verteidigen. „An so einem DM-Wochenende hängt zwar immer viel von der Tagesform ab, ich denke aber, dass wir in der Regel die stärkste Hallenmannschaft in Deutschland sind“, so TVV-Angreifer Kolja Meyer.
Die deutsche Meisterschaft, die in Calw stattfinden wird, ist aber nicht der einzige Höhepunkt für die Vaihinger in dieser Saison. Am 10./11. Januar findet unterm Kaltenstein der Europapokal statt, an dem der TV Vaihingen als amtierender Hallenmeister teilnimmt (siehe Artikel auf dieser Seite). „Die Spieler sind sehr motiviert und arbeiten auf diese Veranstaltung hin, denn dort wollen wir guten Faustball zeigen“, sagt Trainer Blechschmidt.
Bleibt die Frage: Wie motiviert ist die Mannschaft nach dem Turnier. „Ich hoffe, wir schaffen es, hinterher konzentriert weiterzuspielen“, sagt Blechschmidt. Er ist auf jeden Fall gespannt, wie sein Team mit der neuen Situation umgehen wird. „Immerhin fallen wir somit um die Weihnachtszeit nicht wieder in ein Motivationsloch, wie es in den vergangenen Jahren einige Male der Fall gewesen ist.“
Die Vorbereitung der Vaihinger verlief solide. Der TVV hat an zwei Turnieren teilgenommen, diese zwar als Übungseinheit genutzt, aber nicht gewonnen. „Es sind alle fit, motiviert und keiner ist verletzt“, berichtet der Trainer. Er kann morgen also aus den Vollen schöpfen – nur einer fehlt: Michael Marx. Er ist momentan in China im Rahmen eines Praktikums. Für ihn ist Björn Rink in die erste Mannschaft nachgerückt. „Marx ist ein wertvoller Spieler für uns“, sagt Blechschmidt. Er ist sich jedoch sicher, den Ausfall kompensieren zu können. „Wenn er zurück ist, muss er sich richtig reinhängen, um seinen Stammplatz zurückzubekommen“, gibt der Übungsleiter die Marschrichtung vor.
Doch zurück zu Rosenheim. Dort hänge viel vom Angreifer Steve Schmutzler ab. Er habe in den vergangenen Jahren seine tollen Aktionen meist selbst zunichte gemacht, weiß Blechschmidt. Dies habe sich nun aber geändert. „Rosenheim ist ein ernstzunehmender Gegner.“ Und der richtige für das erste Spiel in der Halle, dem Terrain, auf dem sich die Vaihinger eigentlich wohler fühlen. Einen Grund dafür weiß Trainer Blechschmidt: „Es ist eine tolle Atmosphäre in der Halle. Viele Fans von uns sind immer dabei. Das hat was. Und außerdem ist der Erfolg da.“
