Freitag, 25. Mai 2012

Zwei Punkte – schlechter war kaum ein Team


Der VfB Vaihingen empfängt am Sonntag den Tabellenzweiten aus Kornwestheim.

Vaihingen (ev) – Der Tabellenzweite der Fußball-Bezirksliga, der SV Kornwestheim, gastiert am Sonntag (12.Oktober) beim VfB Vaihingen, bei dem es bisher alles andere als rund läuft. Bereits nach sieben Spieltagen ist die Mannschaft von Trainer Goran Musura für viele der Abstiegskandidat Nummer eins. Auch die Statistik spricht gegen den VfB.

Nur eine Mannschaft ist in den vergangenen fünf Jahren so schlecht in die Bezirksligasaison gestartet wie der VfB Vaihingen. Eltingen ist am Saisonende mit nur 19 Zählern (fünf Siege, vier Unentschieden) abgestiegen. Wie Eltingen in der Saison 2004/2005 hat auch der VfB Vaihingen nach sieben Spielen nur zwei Pünktchen auf dem Konto. Noch haben die Vaihinger allerdings die Hoffnung, den direkten Wiederabstieg zu verhindern. „Warum sollte es nicht gleich am Sonntag mit dem ersten Sieg klappen?“, so VfB-Spielleiter Alexander König. Eine optimistische Einstellung, denn am Sonntag trifft Vaihingen ab 15 Uhr auf den SV Kornwestheim, der bisher bereits 17 Tore geschossen hat. Zum Vergleich: der VfB kassierte 26. „Wenn wir nicht das passende Gegenmittel finden, kann das böse enden“, weiß auch König.

In einer langen Spielersitzung am Donnerstagabend sei besprochen worden, was zu tun ist. „Wir müssen das Spielfeld eng machen, in die Zweikämpfe kommen und so den Gegner zu Fehlern zwingen“, sagt König. Auf keinen Fall dürfen die Spieler so reagieren wie vor einer Woche – nämlich gar nicht. „Die Eltinger sind in Form einer Walze auf uns zugerollt und wir haben zugeschaut“, erinnert sich der Spielleiter. Bisher wären die anderen Teams spielerisch, taktisch und in Sachen Schnelligkeit überlegen gewesen. „Wir müssen schnell lernen, ebenso zu spielen, aber das geht nur über den Zusammenhalt“, so König.

Das Vorhaben, sich am Sonntag den ersten Dreier zu sichern, ist also nicht einfach. „Irgendwann müssen wir aber anfangen, zu punkten. Wenn nicht jetzt, dann gegen Schwieberdingen, eine Woche später“, sagt König. „Bisher haben wir es vorwiegend auch mit Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte zu tun gehabt“, ergänzt Musura. Besigheim, Pflugfelden, TKSZ Ludwigsburg – unter anderem gegen diese Teams kommt es darauf an.

Für König gilt es momentan in erster Linie, ruhig zu bleiben. 30 Punkte – das sei das Ziel, bis zur Winterpause sollten es 12 bis 15 sein. Ob 30 Zähler allerdings reichen, ist fraglich. In den vergangenen fünf Spielzeiten waren mindestens 33 Punkte notwendig, um den direkten Klassenerhalt zu schaffen. Und dieses Jahr gibt es in der Bezirksliga einen verschärften Abstieg. Das heißt, dass drei Vereine direkt in die A-Klasse müssen und der Viertletzte eine zweite Chance in der Relegation bekommt.
Am Sonntag stößt zumindest wieder Paulo Sousa, der wegen einer Notbremse zwei Wochen gesperrt war, zur Mannschaft. Ivica Coric (noch ein Spiel) und Marc Laub (noch zwei) sind dagegen weiterhin gesperrt. Außerdem fällt Mathias Lichtl weiter verletzungsbedingt aus und hinter dem Einsatz von Fernando Sampaio steht ein Fragezeichen.

Doch zurück zur Statistik, denn die hält auch einen positiven Aspekt für den VfB Vaihingen bereit. Zwar waren selbst die Absteiger in den vergangenen drei Jahren zu diesem Zeitpunkt der Saison besser als der VfB in diesem Jahr, aber in den letzten drei Spielzeiten konnten sich die Mannschaften, die nach sieben Spielen Letzter waren, immer noch retten.


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