Freitag, 25. Mai 2012

Fußball-Vorschau, Kreisliga A3:


SV Illingen hofft gegen Löchgau II auf die Einsatzbereitschaft seiner Aktiven
Ziel der Illinger Fußballer ist die Bezirksliga

Illingen (rkü) – Die Illinger Fußballer haben in der laufenden Saison schon gezeigt, dass sie kicken können. Doch offenbar können sie ihre Fähigkeiten auch gut verstecken. Von Vereinsseite wird vor dem Spiel gegen Löchgau II in der Kreisliga A3 eine bessere Einstellung der Spieler gefordert. Mittelfristig soll der Aufstieg in die Bezirksliga gelingen.

Trainer Ferdinand Haupt beklagte schon vor Saisonbeginn, dass nicht alle Spieler voll bei der Sache seien, wenn es erforderlich wäre. Das bestätigte jetzt auch Jörg Rieger, der seit eineinhalb Jahren als sportlicher Leiter in der Illinger Fußballabteilung tätig ist. In der Abteilungsleitung, die er sich mit Hubert Scheuermann (Verwaltung und Organisation) und Herbert Rau (Wirtschaftsbetrieb) teilt, ist er für die Aktiven, die Jugendarbeit und die Schiedsrichter zuständig.

 „Dass einige Spieler unter der Woche nicht am Training teilnehmen können, lässt sich nicht ändern. Der Beruf geht vor.“ Dadurch könne der Trainer zwar nicht immer in der gewünschten Weise Spielformen trainieren, doch dieses Problem gebe es in anderen Vereinen genauso. „Wenn die Spieler dann aber auf dem Platz stehen, sollen sie voll für den Verein da sein.“ Genau an dieser Stelle sieht Rieger Handlungsbedarf. „Wir werden im Verein mehr Konkurrenz schaffen“, kündigt er an. „Ich bin schon auf der Suche nach einigen guten Spielern, die wir einbauen können.“ Vereinsintern sollen zudem einzelne Spieler aus der zweiten Mannschaft und aus der A-Jugend an die Erste herangeführt werden.

Für das Spiel gegen die Zweite des FV Löchgau, das am Sonntag ab 12 Uhr in Löchgau ausgetragen wird, appelliert Rieger an die Einsatzbereitschaft der Akteure. „Ich hoffe, dass wir nicht als Verlierer vom Platz gehen. Wenn wir über den Kampf zum Spiel finden, sollte zumindest ein Unentschieden drin sein.“ Bislang zeigte die Elf eine durchwachsene Leistung. Gegen den Tabellenzweiten Lomersheim holte sie ein Unentschieden, dafür verlor sie gegen den TSV Kleinsachsenheim, der aktuell auf Tabellenplatz sieben rangiert. Löchgau II ist Fünfter.

Das Spitzenspiel der A3 steigt am Sonntag in Wiernsheim. Der TSV als Tabellenvierter empfängt den Zweitplatzierten TSV Phönix Lomersheim. Der FC Gündelbach ist in Bönnigheim zu Gast, Tabellenführer FV Roßwag spielt beim TSV Nussdorf. Der TSV Häfnerhaslach hat den FV Kirchheim zu Gast und Schlusslicht VfR Sersheim muss beim TSV Kleinsachsenheim antreten. Außerdem spielt Hellas Bietigheim gegen die Zweite des FSV 08 Bissingen. Der Tabellendritte VfL Gemmrigheim hat spielfrei.

Beim SV Illingen ist man zwar derzeit auf der Suche nach Verstärkung aus anderen Vereinen, doch mittel- und langfristig sollen die Akteure der Ersten und Zweiten aus den eigenen Reihen kommen. Jörg Rieger sieht den Verein auf einem guten Weg, was dieses Ziel angeht. „Die Struktur hat sich schon entsprechend verändert“, verrät Rieger, der bis Jahresende die Schulung zum Vereinsmanager abgeschlossen haben will. „Wir haben für unsere neun Jugendmannschaften bislang zwei lizenzierte Trainer, die anderen sollen aber bald ausgebildet werden.“ Einen Schwerpunkt des neuen Konzepts bilde das von Trainer Ferdinand Haupt ausgearbeitete Basistraining, das den verschiedenen Jugendmannschaften mehr Erfolg bringen, aber auch das Talent der einzelnen Spieler fördern solle. Insbesondere A-Junioren, teils aber auch Spieler der B-Junioren sollen die Möglichkeit erhalten, bei den Aktiven mitzutrainieren. „Klaus Höger und Nic Corrado als feste Trainer der A-Junioren leisten gute Arbeit“, freut sich Jörg Rieger.

Die Zusammenarbeit funktioniere hervorragend und mache Hoffnung für die Zukunft. „Wir wollen unsere Jugendspieler ja nicht für andere Vereine ausbilden, sondern wir wollen, dass sie später bei uns spielen.“ Das sei in der Vergangenheit nicht immer der Fall gewesen. Dabei habe es oft nur an Kleinigkeiten gefehlt, meint Rieger. „Ausrüstung, Trainingsmaterial und Ausflüge zum Beispiel.“ Durch gute Kontakte zu anderen Vereinen könne man immer wieder auch sehr attraktive Spiele gegen höherklassige Mannschaften anbieten, beispielsweise vor knapp einem Jahr das Spiel gegen den Nachwuchs des VfB Stuttgart.

Angesichts dieser guten Ausgangsbedingungen erhofft sich der sportliche Leiter der
Illinger Fußballer für die Zukunft bessere Spiele. „Unser Ziel ist es, in die Bezirksliga aufzusteigen.“ Nicht sofort. Aber wenn die Maßnahmen greifen, sollte der Aufstieg innerhalb von zwei Jahren gelingen. Wie viel Leistungsbereitschaft die Mannschaft selbst aufbringt, kann sie am Sonntag in Löchgau zeigen.


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