Freitag, 25. Mai 2012

Riet trennt sich von Trainer Effrosinidis


Übungsleiter war nur fünf Spieltage im Amt
Riet trennt sich von Trainer Effrosinidis

Riet (ev) – Nach fünf Spieltagen steht der SV Riet punktlos auf dem letzten Platz (Kreisliga B5). Nur drei Tore erzielte die Mannschaft. Die schlechte Bilanz sei auch eine Frage der Einstellung. Jetzt hat sich der Verein von Trainer Panagiotis Effrosinidis getrennt.

Seit Martin Stotz nach der vergangenen Saison das Traineramt niedergelegt hat, hat sich beim SV Riet nicht sehr viel geändert. Stotz begründete seinen Entschluss, den SV verlassen zu wollen, einerseits damit, dass er viel Zeit in den Job als Trainer stecke, von der Mannschaft aber nichts zurück komme.

Jetzt, ein halbes Jahr später, hören sich die Aussagen von Fußball-Abteilungsleiter Andreas Wagner und Effrosinidis ähnlich an. „Die Spieler wollen nicht richtig trainieren. Ein bisschen balla-balla würde ihnen reichen. Fußball ist aber ein Laufsport. Im Training gibt es nicht nur Spaß“, sagt der scheidende Trainer. Hätte der Verein nicht die Entscheidung getroffen, sich von Effrosinidis zu trennen, hätte er wohl selbst seinen Job gekündigt. „Ich habe es nicht geschafft, die Einstellung der Spieler zu ändern. Ich will aber nicht, dass der Verein in der Tabelle noch mehr den Anschluss verliert“, so Panagiotis Effrosinidis.

„Das schlechte Abschneiden ist eine Einstellungssache. Momentan könnte Otto Rehhagel die Mannschaft trainieren und es würde nichts bringen“, meint auch Wagner.

Trotzdem hat sich der Verein nun entschieden, die Reißleine zu ziehen, bevor es noch weiter bergab geht. Bisher hat der SV Riet nämlich noch keinen einzigen Zähler geholt, 21 Gegentore bekommen und vier Punkte Rückstand auf den Tabellenvorletzten Sternenfels. „Einige in der Mannschaft sind mit dem Trainer nicht klar gekommen. Das habe ich zumindest hinten rum mitbekommen“, sagt Wagner. Eine weiterer Grund für die Entscheidung. Viele im Team hätten sich eine interne Lösung für die Nachfolge von Stotz gewünscht.

Die gibt es jetzt, zumindest vorläufig. Andreas Wagner hat sich bereit erklärt, das Team interimsmäßig zu betreuen – so lange, bis ein neuer Übungsleiter gefunden wird. Erfahrungen als Trainer hat Wagner bisher noch nicht. „Ich werde jetzt an die Ehre der Mannschaft appellieren. Ausreden gibt es nun keine mehr.“

Seine erste Aufgabe wird auf jeden Fall keine leichte. Am Sonntag gastiert Tabellenführer Großglattbach in Riet. Wagner hofft bei den Trainingseinheiten auf Unterstützung von Spielführer Oliver Buck. Außerdem haben die Routiniers Carsten Kohr, Victor Moreira und Martin Stotz, die die Kicktasche eigentlich im Keller stehen lassen wollten, signalisiert, zu helfen. „So Typen brauchen wir einfach. Die ziehen die Jungen mit“, erklärt Andreas Wagner. Auf lange Sicht hofft der Interimstrainer aber, die gewünschte interne Lösung zu finden.

Indes hat der Sohn von Panagiotis Effrosinidis, Constantinos, angekündigt, dem SV Riet weiterhin als Spieler zur Verfügung zu stehen, auch wenn sein Vater nicht mehr Trainer ist.


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