Freitag, 25. Mai 2012

Steelers verlieren in Heilbronn ihr erstes Spiel


Steelers verlieren in Heilbronn ihr erstes Spiel
Steelers unterliegen den Falken mit 2:3 und gewinnen mit 3:2 gegen Freiburg

Bietigheim-Bissingen (js) – Nun hat es auch den SC Bietigheim-Bissingen erwischt. Im Derby bei den Heilbronner Falken verloren die Steelers ihr erstes Saisonspiel. Im kleinen Derby gegen den EHC Freiburg verteidigten die Bietigheimer dann aber mit einem 3:2-Heimsieg ihre Tabellenführung in der zweiten Eishockey-Bundesliga.

Hochmut kommt sprichwörtlich vor dem Fall – oder wie es Steelers-Trainer Christian Brittig nach der Derby-Niederlage in Heilbronn ausdrückte: „Was uns im ersten Drittel fehlte, war die Entschlossenheit am Puck.“ In Zahlen ausgedrückt – 3:0. Mit diesem Ergebnis führten die Falken nach den ersten 20 Minuten. Das 2:0 durch Tobias Samendinger (16.) diente Brittig noch einmal als besonderes Beispiel für die Nachlässigkeit der eigenen Mannschaft. „Wenn du 20 Sekunden vor Ende einer Unterzahl in Puckbesitz kommst, musst du die Scheibe rausschießen, egal wie.“

Aber auch in der eigenen Chancenverwertung sah der Steelers-Trainer einen Grund für die Niederlage. „Wir hatten gleich zu Beginn zwei, drei große Chancen, zum Beispiel Serikow allein vor dem Tor, angespielt von Walton, das muss einfach drin sein.“ Die Falken machten es da cleverer. In der vierten Minute schloss Derek Edwardson einen Konter eiskalt zum 1:0 ab, beim 3:0 (18.) nutzte Aaron Power die Bietigheimer Inkonsequenz und versenkte den dritten Nachschuss. Einzige weitere nennenswerte Szene der Gäste im ersten Drittel war ein Pfostenschuss von René Schoofs nach knapp neun Minuten.

Im zweiten und dritten Drittel kam Bietigheim mit mehr Entschlossenheit aufs Eis zurück. Die Falken beschränkten sich mehr und mehr auf die Verteidigung. Den Steelers bescherte dies ein optisches Übergewicht, ohne dass sie jedoch eine wirkliche Überlegenheit erzeugten. Das 1:3 ließ dementsprechend bis zur 32. Minute auf sich warten. Am Ende einer wenig überzeugenden doppelten Überzahl stocherte Kasper Degn die Scheibe über die Linie. In ähnlichem Stil ging es weiter. In der 58. Minute fiel der Anschlusstreffer durch Dominik Hammer, als eine Strafe gegen Heilbronn angezeigt war. Zu spät, denn auch ein sechster Feldspieler für Torhüter Sinisa Martinovic brachte nicht mehr den Ausgleich.

Genau umgekehrte Vorzeichen gab es dann am Sonntag im württembergisch-badischen Derby gegen Freiburg. „Nach dem zweiten Drittel hätten wir eigentlich mit 7:1 oder 8:1 führen müssen“, korrigierte Brittig seinen Kollegen Peter Salmik, der am Ende ein Unentschieden für sein Team gerechtfertigt gesehen hätte. Tatsächlich war Bietigheim im ersten Drittel teilweise haushoch überlegen. Die Breisgauer glichen jedoch die Führung durch Dan Heilman (9.) aus. Der Ex-Bietigheimer Patrick Vozar (13.) war erfolgreich.

Obwohl die Gastgeber den Ausgleich gut wegsteckten, reichte es zu keinen weiteren Toren. Die fielen erst im Mittelabschnitt. Erneut Dan Heilman (25.) und Andreas Geipel (28.) legten den Grundstein für den Sieg. Weitere Treffer wären möglich gewesen, aber Wölfe-Torhüter Christoph Mathis war nicht mehr zu überwinden.

Im letzten Drittel schaukelten die Steelers dann das Ergebnis weitgehend sicher über die Runden – bis Schiedsrichter Carsten Lenhart eingriff. „Die Strafe für Florian Jung war ein Witz, da er vorher wegen Abseits abpfeifen muss. Und in Unterzahl fahren wir dann einen Konter, der Torwart fährt aus dem Tor und behindert Brent Walton. Das ist eigentlich eine Strafe für Freiburg, aber Walton muss auf die Strafbank“, verlieh Christian Brittig seinem Ärger Luft. Den Gästen war es egal, sie nutzten die doppelte Überzahl erneut durch Patrick Vozar (46.) und machten anschließend enorm Druck aufs Steelers-Tor. Doch der Tabellenführer verhielt sich in der Defensive clever, blockte die meisten Schüsse frühzeitig ab und was noch durchkam, war eine sichere Beute von Martinovic.


Seitenanfang