Sersheim (rkü) – Der VfR Sersheim will den Anschluss ans Mittelfeld der Fußball-Kreisliga A3 nicht ganz verlieren. Um dieses Ziel zu erreichen, sollte am Sonntag ein Sieg gegen den VfL Gemmrigheim gelingen. Trainer Thomas Marbach hat mit dem verletzungsbedingten Ausfall zahlreicher Leistungsträger zu kämpfen.
„Der Zusammenhalt ist sehr eng, im Training wie im Spiel. Die Stimmung ist noch nicht schlecht. Aber jetzt müssen wir mal Punkte holen.“ Der Trainer war bislang vom Erfolg verwöhnt. Innerhalb von zwölf Jahren elf Titel oder Aufstiege zu erreichen, ist eher unüblich. Thomas Marbach hat auch mit dem VfR Sersheim den Aufstieg in die A-Liga geschafft, als er die Mannschaft frisch übernommen hatte.
Dann behauptete sich das Team in der neuen Klasse und wurde vor Beginn dieser Saison sogar als Aufstiegskandidat gehandelt. Doch Marbach wiegelte schon im Sommer ab: „Ganz vorne werden wir diesmal nicht mitspielen. Als Trainer sieht man das doch schon in der Vorbereitung.“ Er nennt als Favoriten den aktuellen Tabellenführer FV Roßwag und Hellas Bietigheim. „Die verkaufen sich noch unter Wert, aber mit denen ist noch zu rechnen.“ Auch mit dem eigenen Team will der Sersheimer Trainer in der Tabelle deutlich weiter nach vorne kommen. Vorläufig geht es aber um Schadensbegrenzung. „Bis Weihnachten sollte der Abstand nicht zu riesig werden, damit die Aufholjagd im nächsten Jahr nicht ganz so schwierig wird.“
Zehn Stammspieler stehen dem Trainer momentan nicht zur Verfügung. Ein Ende der Verletzungsmisere ist nicht abzusehen, weil es sich zum Teil um längerfristige Probleme handelt. „Viele meiner Spieler gehen einfach zu spät zu Arzt, weil sie hoffen, dass ihre Verletzungen oder Schmerzen von selbst wieder weggehen“, bemängelt Thomas Marbach. „Aber es geht eben nicht alles wieder weg.“ Immerhin freut er sich über die Rückkehr von Sascha Burger. „Der hatte wochenlang ein dickes Knie, aber am Dienstag im Training ging es endlich wieder ohne Probleme.“
Die Kunst des Trainers besteht derzeit darin, so an der Aufstellung zu basteln, dass alle Positionen besetzt sind. Die Sache ist deshalb so schwierig, weil alle Offensivspieler ausfallen und jetzt Spieler aus dem hinteren Mittelfeld zu Torjägern werden sollen. „Sieben Mann spielen gerade auf Positionen, auf denen sie noch nie gespielt haben“, verdeutlicht Marbach die Lage. Was ihn besonders ärgert: Der 17-jährige Stürmer Hakan Ataly wurde für drei Monate gesperrt, weil er angeblich einen Gegenspieler geschlagen haben soll. „Da war aber nichts und jetzt kann ich ihn bis zum 14. Dezember nicht einsetzen.“
Die Bilanz der laufenden Saison sieht für den VfR Sersheim sehr mager aus. Eine 2:5-Niederlage im Auftaktspiel gegen Gündelbach, ein Unentschieden gegen Bissingen und das knappe 2:3 gegen Illingen waren wenig erfreulich. „Fast alle Spiele hätten wir auch gewinnen können“, analysiert der Trainer. Doch man habe einfach nicht das nötige Glück gehabt. Gegen Kirchheim reichte es zum bislang einzigen Sieg, bevor gegen den Tabellenzweiten TSV Phönix Lomersheim eine 0:3-Niederlage folgte. Der VfL Gemmrigheim, der am Sonntag in Sersheim zu Gast ist, steht derzeit auf dem fünften Tabellenplatz. Zwei Siege und vier Unentschieden weist die Bilanz der Gäste bisher aus. Der Sersheimer Trainer will mit einer kreativen Aufstellung seiner Mannschaft dafür sorgen, dass die Negativserie des VfR Sersheim durchbrochen wird.
Der SV Illingen empfängt am Sonntag den TSV Häfnerhaslach, der TSV Wiernsheim muss in Kirchheim antreten. Bezirksliga-Absteiger TSV Phönix Lomersheim hat den TSV Kleinsachsenheim zu Gast und der TSV Nussdorf empfängt den TSV Bönnigheim. Der FC Gündelbach spielt vor heimischem Publikum gegen Hellas Bietigheim und 08 Bissingen II hat die Zweite des FV Löchgau zu Gast. Tabellenführer SV Roßwag hat am Sonntag frei.
