Freitag, 25. Mai 2012

Interview mit Marco Pischorn


Marco Pischorn
Marco Pischorn

Der 21-jährige Sersheimer hatte am Samstag beim 1:0-Sieg des VfB Stuttgart gegen Bayer Leverkusen seinen ersten Einsatz in der 1. Fußball-Bundesliga. 

Wie gut haben Sie in der vergangenen Nacht geschlafen?
Sehr gut. Auch in der Nacht zuvor. Das hat mich selbst ein bisschen erstaunt. Ich war nämlich überhaupt nicht nervös.

Wirklich nicht?
Eigentlich nicht. Am Freitag hat es sich im Abschlusstraining bereits angedeutet, dass ich spiele. Erfahren habe ich es allerdings erst am Samstag. Als ich die Aufstellung gesehen habe, ist mein Puls aber schon in die Höhe geschossen. Das hat sich allerdings schnell gelegt. Auch die 50000 Zuschauer haben mich nicht nervöser gemacht. Auf dem Spielfeld war ich so konzentriert, dass ich sie kaum richtig wahrgenommen habe.

Und, sind Sie zufrieden mit Ihrem ersten Einsatz?
Ich bin echt zufrieden. Es gab zwar noch ein paar Kleinigkeiten, die man verbessern muss, aber für das erste Bundesligaspiel war es in Ordnung. Es gab ja auch Lob für mich.

Wie hat denn das Zusammenspiel mit Serdar Tasci in der Innenverteidigung geklappt?
Auch ganz gut. Wir haben ja schon früher zusammengespielt. Unter anderem in der WFV-Auswahl. In jenen fünf Spielen haben wir kein einziges Gegentor bekommen.

Wie auch im Spiel gegen Leverkusen. Lag es an den vielen Jungen, dass der VfB mal wieder gewonnen hat?
Ganz sicher nicht. Die ganze Mannschaftsleistung hat gestimmt und wahrscheinlich hat jeder ein paar Prozent mehr gegeben, weil er wusste, dass einige ihr Bundesliga-Debüt haben.

Haben Sie gestern Abend gefeiert?
Nein, ich habe nur noch was gegessen und bin dann heim. Gefeiert wird erst in der Winterpause und dann auch nur, wenn es die Situation zulässt.

Wie geht es denn mit Ihnen weiter?
Ich bin zunächst zufrieden, dass alles geklappt hat. Jetzt werde ich weiter trainieren und auf meinen nächsten Einsatz hoffen.

Nächsten Samstag gegen Nürnberg vielleicht?
Das glaube ich weniger. Fernando Meira ist nach seiner Sperre wieder zurück. Da ist es doch nur verständlich, dass er spielt.

Ist Ihnen eigentlich aufgefallen, dass die Kommentatoren einige Problem mit ihrem Namen hatten?
Nein, aber das ist doch auch verständlich. Ich bin ja noch kein eingfleischter Bundesliga-Spieler.

Wie geht es eigentlich Ihrem Vater? Sie haben mal erzählt, dass er alle Zeitungsartikel über Sie auschneidet.
Unsere Küche ist komplett neu tapeziert. Überall hängen Artikel, Bilder und Poster. Ein freies Plätzchen sieht man kaum noch.

Die Fragen stellte Eva Wirth


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