Freitag, 25. Mai 2012

Fußball-Vorschau, Kreisliga A3


Hier spielt der FV Roßwg, der aufsteigen will.
Der FV Roßwag (links) peilt den Aufstieg in die Bezirksliga an.

Roßwag (ev) – Die Verletzungssorgen, die Roßwags Trainer Siggi Blum plagen, nehmen nicht ab. Nachdem das Sturmduo Kowalski und Gayer wieder gesund ist, fallen andere Spieler aus. Trotzdem steht der FVR auf dem dritten Platz – und das, obwohl die meisten Spiele bislang durchwachsen waren.
Es ist noch nicht lange her, da war das eigentlich so idyllische Dörfchen Roßwag nicht wieder zu erkennen. Die Fußballer standen knapp vor dem Aufstieg in die Bezirksliga und ein Dorf drehte in lila-weißer Eintracht durch. Kaum einer hatte die Mannschaft von Trainer Siggi Blum in der Saison 2006/2007 auf der Rechnung – vielleicht war dies das Rezept für den Erfolg.
Vor dieser Saison stand Roßwag auf den meisten Zetteln ganz oben, wenn es darum ging, einen Meisterschaftsfavoriten zu nennen. Kein Wunder, dass die FVR-Gegner noch mehr in die Waagschale werfen, um die Blum-Elf zu schlagen. Aus dem Jäger von 08 Bissingen II (Aufsteiger in die Bezirksliga) ist der Gejagte der gesamten Kreisliga A3 geworden.
Die Gegner kämpfen und rennen nun nicht nur noch mehr, Roßwag hat zudem einige Verletzte zu vermelden. Rainer Burkhardt und Steffen Ackermann, die Langzeitverletzten, stehen immer noch nicht zur Verfügung. Marcel Richter zählt ebenfalls zu den Ausfällen. Auch hinter den Einsätzen von Matthias Schüle (Muskelprobleme) und Marcus Menge (krank) stehen noch Fragezeichen. Zudem ist Sebastian Stork im Urlaub.
„Wenigstens sind die Stürmer Michel Kowalski und Manuel Gayer wieder gesund“, seufzt Blum. Die beiden haben zu Saisonbeginn gefehlt. „Der Erfolg hängt aber nicht von den beiden ab. Wir haben es in der vergangenen Saison auch geschafft, Alexander Hoffmann zu ersetzen“, sagt Blum. Die Vielzahl an Verletzungen seien ein Grund, weshalb der Saisonstart nicht ganz glückte.
Ein anderer Grund, weshalb der FVR nicht in Fahrt kommt, ist laut dem Roßwager Übungsleiter, dass seine Mannschaft in manchen Situationen etwas überheblich wirke. „Das war zum Beispiel am vergangenen Wochenende gegen Großglattbach so“, sagt Blum. Das Spiel endete torlos. „In dieser Klasse kann man keine Mannschaft einfach so ausspielen. Die Liga ist ausgeglichener als in der vergangenen Saison“, so Blum. Die Situation, in der die Lila-Weißen stecken, ähnelt der des VfB Stuttgart. „Wenn auch auf einer viel kleineren Ebene.“ Die Stuttgarter hätten auch Probleme, mit dem Druck umzugehen.
Am Wochenende kann sich das Team aber neu beweisen. Dann geht es gegen den FV Kirchheim. „Ich hatte die vor der Saison nicht auf der Rechnung“, sagt Blum. Aber wenn man schaue, welche Spieler mittlerweile in Kirchheim spielen, sei dies nicht sehr verwunderlich. „Die sind vorne gut, haben hinten aber auch ihre Probleme“, sagt Blum.
Seine Forderung an die Mannschaft: ein gutes Spiel. „Die bisherigen Partien waren sehr durchwachsen. Nur gegen Wiernsheim war es gut. Wir sind von der Form der vergangenen Saison noch weit entfernt“, analysiert Blum.
Und die Konkurrenten schlafen nicht. Wiernsheim trifft zum Beispiel auf Sönmez Bietigheim. „Eine typische Partie für ein Unentschieden“, tippt Blum. Ähnlich könnte das Kellerduell zwischen Illingen und Großglattbach enden. Außerdem empfängt Gemmrigheim Löchgau II: „Gemmrigheim ist auch noch nicht richtig drin. Die FVL-Zweite wird gewinnen“. Häfnerhaslach ist zu Gast in Bönnigheim. Blum: „Das wird schwierig für Häfnerhaslach.“
Und was machen die Aufsteiger? Sersheim gastiert in Nussdorf. Dieses Mal vermutlich mit Libero anstatt Viererkette – wegen Personalmangel. „Ich traue den heimstarken Nussdorfern ein Pünktchen zu“, sagt Blum.
Auf das Duell gegen Vaihingen (24. November) freut sich Blum schon heute. Der VfB trifft am Sonntag übrigens auf Hohenhaslach. „Im Raum Vaihingen ist das Spiel zwischen dem VfB und uns immer wieder ein Thema. Dadurch, dass jetzt wieder zwei Vaihinger Teams in der Kreisliga A3 sind, hat die Liga auch an Interesse gewonnenen“, sagt Blum. In der vergangenen Saison hielt Roßwag die Vaihinger Fahne alleine hoch. Das könnte bald wieder so sein. Wenn der FVR sein Saisonziel verwirklicht und in die Bezirksliga aufsteigt, dann wäre er wieder die einzige Vaihinger Mannschaft in seiner Spielklasse.


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