Vaihingen (mb) – Am Sonntag (28. Oktober) beginnt für Faustball-Bundesligist TV Vaihingen um 11 Uhr die Hallensaison. Zum Auftakt ist der pfälzische Bundesligadebütant TSG Tiefenthal zu Gast in Vaihingen.
Für den TVV sollte der Aufsteiger eine Pflichtaufgabe darstellen; denn die Schwaben wollen in der anstehenden Saison mit einem viel versprechenden Kader hoch hinaus und treten erstmals seit dem Aufstieg 2002 mit dem Ziel Titelgewinn an. Ab diesem Winter müssen sich die Zuschauer auf einen neuen Modus einstellen. Mit Sätzen bis elf Punkte sollen die Spiele spannender werden als mit den bisherigen Zwanzigersätzen. Es wird nun auf fünf Gewinnsätze gespielt. Dieser neue Modus wurde bereits in unteren Spielklassen und auf Welt- und Europameisterschaften der Jugend und der Junioren getestet.
Der TV Vaihingen konnte nach der Sommersaison, in der er mit den Neuzugängen Michael Marx und Andreas Rothmaier erstmals die Qualifikation für die Feld-DM schaffte, seinen Kader nochmals verstärken. Daniel Wörsinger, der eine Saison lang beim NLV Stuttgart-Vaihingen gespielt hat, ist wieder für seinen alten Verein im Einsatz und von der SpVgg Weil der Stadt kommt der vielfach als „stärkster Angreifer in Süddeutschland“ betitelte Michael Krauß nach Vaihingen.
Der 1,90 m große Linkshänder hatte in den ersten Wochen der Vorbereitung noch leichte Schulterschmerzen und ließ es daher etwas ruhiger angehen. Beim Vorbereitungsturnier in Tiefenthal hat der Rasenspezialist aber eine absolut überzeugende Leistung hingelegt. Der Rest des TVV-Kaders bleibt zunächst unverändert. Im Zuspiel hat Trainer Werner Blechschmidt damit die Wahl zwischen Michael Marx und Marco Lochmahr. Die Abwehr bilden Markus Malyk, Andreas Rothmaier, Daniel Wörsinger und Ingo Lochmahr und im Angriff stehen Michael Krauß, Kolja Meyer und Marc Krüger im TVV-Aufgebot. Zusätzlich wird eventuell noch Routinier Markus Knodel, der nach einer halbjährigen Verletzungspause wieder trainiert, zum Kader hinzukommen.
Damit kann TVV-Trainer Werner Blechschmidt aus dem Vollen schöpfen: „Wir haben mit diesem großen und ausgewogenen Kader eine einmalige Situation in Vaihingen. Viel wichtiger als die Tatsache, dass wir für jede Position eine oder mehrere Alternativen haben, ist für mich der Punkt, dass wir in fast jedem Training Trainingsspiele auf gutem Bundesliganiveau spielen können.“ Wenn alle Spieler zur Verfügung stehen, könne er problemlos zwei Mannschaften aufstellen, die beide den Klassenerhalt in der ersten Liga schaffen würden.
Entsprechend zufrieden ist der neue Vaihinger Kapitän Marco Lochmahr: „Die Vorbereitung verlief nahezu optimal.“ Die Form des TV Vaihingen spiegelt sich auch in den Resultaten bei den fünf gespielten Vorbereitungsturnieren in Gärtringen, Stammheim, Schwieberdingen, Amendingen und Tiefenthal wider, die der TVV allesamt gewinnen konnte.
Zum Auftakt ist Tiefenthal zu Gast. Aus der Jugendarbeit von Robert Happersberger gingen bei den Pfälzern einige junge Toptalente hervor, deren Mannschaft allerdings personell auf einer recht schmalen Basis stand. Jetzt gelang dem jungen Team der Aufstieg in die 1. Bundesliga. Verstärkt mit drei Neuzugängen will der Bundesligadebütant den Klassenerhalt schaffen. Das ist mit Sicherheit ein ehrgeiziges Ziel für den Aufsteiger.
Der zweite Aufsteiger ist der TSV Roth. Der Verein ist in der Bundesliga ein alter Bekannter, das Team der Nürnberger wurde 2005 stark verjüngt, stieg daraufhin ab und kehrt nun in einer deutlich veränderten Formation wieder in die erste Liga zurück. Der TV Stammheim konnte sich im letzten Jahr auf Platz sechs nur knapp vor dem Abstieg retten, wobei sich im Kader der Stuttgarter nicht viel getan hat. Lediglich Angreifer Daniel Nacke fällt wegen eines Auslandsaufenthalts in Australien aus. Der NLV Stuttgart-Vaihingen verstärkte sich im letzten Jahr mit drei Top-Zugängen aus Unterhaugstett, erreichte aber dennoch nur einen enttäuschenden fünften Platz. Die drei Unterhaugstetter verließen den NLV wieder.
Auch das Gesicht des Vorjahresvierten TV Waibstadt hat sich enorm verändert. Gleich vier Spieler haben den Verein verlassen. Darunter Top-Zuspieler Tobias Andres. Die Lücken wurden mit dem längere Zeit verletzten Marco Wenzl sowie den beiden badischen U-18-Auswahlspielern Kai Braun und Jeremy Wuhrer geschlossen. Die FFW Offenburg, in der letzten Hallensaison Zweiter des Südens, schließt in dieser Saison die Verjüngung ihrer Mannschaft ab. Mit Bernd Konprecht feierte in der Feldsaison der letzte Spieler der „alten Garde“ sein Abschiedsspiel. Nun stellt die FFW mit einem Altersdurchschnitt von knapp 21 Jahren das jüngste Team der Südstaffel.
Weil der Stadt ist die Favoritenrolle nach den Abgängen von Daniel Rothmaier, Andreas Rothmaier, Michael Marx und Michael Krauß los. Ein gutes Team hat die SpVgg durch fünf Neuzugänge aber trotzdem. Mit Christian Erlenmayer, der für die Hallensaison vom TV Unterhaugstett kommt, Kai Lehmann und Thomas Weller ist die SpVgg im Angriff sehr stark besetzt, lediglich am Block könnte sie mit drei verhältnismäßig kleinen Angreifern Probleme bekommen.
