Freitag, 25. Mai 2012

CEV verschenkt 3:0-Führung




CEV verschenkt 3:0-Führung
Frauenhockey, Oberliga

Vaihingen (tom). „Irgendwie ist bei uns immer im ersten Spiel der Wurm drin“, murrte Vaihingens Betreuer Tobias Müller nach der ersten Partie in der Hockey-Oberliga. Der Club an der Enz traf auf Aufsteiger Lahr. Die Heimmannschaft startete zunächst sehr gut in die Partie. Nach zwölf Minuten schien die Partie entschieden – Vaihingen führte mit 3:0. Zwei Konter mit anschließenden schnell ausgeführten Freischlägen überrumpelten die Lahrerinnen und Elvira Perleß schloss zweimal sehenswert ab. Das 3:0 ließ das Trainerherz höher schlagen: Mit fünf Ballkontakten aus der Abwehr heraus wurde nach vorne kombiniert und Elvira Perleß verwandelte erneut.

In der Folge ließ bei Vaihingen allerdings die Konzentration nach und drei weitere Möglichkeiten zur finalen Entscheidung wurden hektisch vergeben. Danach kam – bedingt durch Vaihinger Fehler – Lahr immer besser ins Spiel und fand auch immer mehr Möglichkeiten, die Vaihinger Raumdeckung zu durchbrechen.

Ein Fehler in der Rückwärtsbewegung sowie eine Schiedsrichterfehlentscheidung brachten den zu diesem Zeitpunkt glücklichen Anschlusstreffer.

Der CEV stellte von Raumdeckung auf Pressing um. Kassierte aber durch Fehler in der Deckung innerhalb von zwei Minuten den Ausgleich. Mit dem 3:3 ging es in die Halbzeitpause. Nach der Pause stellten die Vaihinger erneut um, um die Deckungsfehler zu verhindern. Doch nun war das CEV-Spiel von Nervosität geprägt. Die Vaihinger waren zwar bemüht, das Spiel wieder zu kontrollieren, aber zwei Fehler und zehn Minuten später stand es 3:5.

Obwohl die Nerven blank lagen, riss das Heimteam das Spielgeschehen erneut an sich. Vaihingen erspielte sich so in der Folge acht Ecken, einen Siebenmeter und drei gute Einschussmöglichkeiten, die aber alle vergeben wurden.

Eine Strafecke, die erneut weder besonders gut herausgegeben noch gut gestoppt oder gut geschossen war, brachte den Anschlusstreffer fünf Minuten vor dem Ende. Zwei Zeigerumdrehungen später wollte Vaihingen den Torwart aus dem Spiel nehmen und so den Druck erhöhen, die Schiedsrichter pfiffen zweieinhalb Minuten vor Abpfiff aber noch eine Ecke für Vaihingen. „Bis auf die Schiedsrichter wusste zwar keiner wieso“, so Müller, aber Elvira Perleß erzielte den Ausgleich, der gleichzeitig der Endstand war. Am Ende stand ein 5:5 auf der Anzeigetafel. Das war zwar glücklich, doch die Vaihingerinnen ärgerten sich über die verschenkten Punkte. „Das können wir viel besser“, sagte auch Müller. Nächsten Samstag (21. November) spielen die Vaihingerinnen erneut daheim, dann gegen den HC Ludwigsburg, der auf dem Feld überraschend in die Regionalliga aufgestiegen war. „Hier ist alles möglich. Im vergangenen Jahr haben wir einmal klar gewonnen und einmal in einem Herzschlagfinale knapp gewonnen, wobei wir auch hoch verlieren hätten können“, so Müller zum bevorstehenden Spiel.

Club an der Enz Vaihingen: Büscher, Phillips, Brust, Stefanie Gerds, Rummel, Gerstung, Dodd, Schmid, Perleß (5), Burgmaier, Kaiser.




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