Freitag, 25. Mai 2012

Pichl macht den Unterschied aus




Pichl macht den Unterschied aus
Basketball, Landesliga: BSG – KSG Gerlingen 86:64

Vaihingen (nac). Christian Pichl machte in der zweiten Halbzeit im Spiel gegen die KSG Gerlingen den Unterschied aus. Die BSG Vaihingen-Sachsenheim drehte einen 36:40-Rückstand und entschied die Partie der Basketball-Landesliga mit 86:64 für sich.

Verwundert hat Miroslav Zujevic dem orangefarbenen Ball hinterhergeschaut. Der Wurf des Gerlinger Spielertrainers flog nicht in Richtung Korb, sondern in Richtung Seitenaus. Von hinten war Christian Pichl, Flügelspieler der BSG Vaihingen-Sachsenheim, angeflogen gekommen und hatte den Wurf geblockt.

 „Yeahhhh“, brüllte der BSG-Basketballer und spannte die Muskeln wie in einer Bodybuilding-Pose an. Er wollte den Sieg in der Basketball-Landesliga gegen Aufsteiger KSG Gerlingen. Das zeigte er deutlich. Und er machte in der zweiten Halbzeit den Unterschied aus. Nach durchwachsenem Start und einem 36:40-Halbzeitrückstand drehte die BSG in Hälfte zwei auf und gewann letztlich deutlich mit 86:64.

Pichl war in den zweiten 20 Minuten der überragende Mann. In der Verteidigung brachte der Vaihinger Flügelspieler die Gerlinger durch mehrere Ballgewinne fast zur Verzweiflung. Und in der Offensive war Pichl kaum zu stoppen. Schloss er nicht selbst ab, fand er immer wieder den freien Mitspieler, der den Ball im Netz versenkte. Insgesamt kam Pichl auf 25 Punkte. Übertroffen wurde er damit nur von Christian Flätgen. Der Vaihinger, der für die KSG Gerlingen spielt, kam auf 35 Punkte.

Nach gutem Beginn verlor das Heimteam etwas den Faden. Statt gegen die nicht in Bestbesetzung angetretenen Gerlinger – mit Nikolaos Tokas und Alexander Mischur fehlten zwei ihrer besten Werfer – den Ball laufen zu lassen, verzettelte sich die Mannschaft um Spielertrainer Thomas Gabriel und Pichl in Einzelaktionen. Gerlingen wusste das geschickt auszunutzen und setzte sich von 9:8 (5. Minute) über 18:12 (10.) auf 25:15 (13.) ab. Vaihingen-Sachsenheim nahm eine Auszeit und stellte von Mann-Mann- auf eine 3-2-Zonenverteidigung um. Ein 16:4-Zwischenspurt brachte die BSG auf 31:29 in Front. Doch bis zum Ende des zweiten Viertels konterten die Gerlinger auf 40:36.

Nach der Halbzeit sahen die wenigen Zuschauer in der Halle beim Stromberg-Gymnasium eine wie ausgewechselt aufspielende Vaihinger und Sachsenheimer Mannschaft. In der 3-2-Zonenverteidigung wurde aggressiv gearbeitet. Clemens Beisel angelte sich jeden Defensivrebound und Pichl brachte mit seinem Einsatz viele Emotionen auf das Spielfeld. Bereits nach nur zwei Minuten hatte die BSG den Rückstand beim 42:41 egalisiert. Danach spielte nur noch eine Mannschaft. Über 56:44 (28.) setzte sich die BSG auf 66:48 bis zur Viertelsirene ab.
Das Spiel war entschieden. Im letzten Durchgang kamen vermehrt die Bankspieler der BSG zum Einsatz. Die Gerlinger ergaben sich in ihr Schicksal. Nur Flätgen stemmte sich noch einmal gegen die drohende hohe Niederlage. Doch mehr als Ergebniskosmetik durch einige leichte Punkte zum Ende des Spiels gelang auch ihm nicht mehr.

BSG Vaihingen-Sachsenheim: Beisel (14), Briski, Gabriel (19), Hahn (2), Jahn (6), Jelden, Lämmle, Mahler, Pichl (25), Schurr (10), Stindl (8).




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