Freitag, 10. Februar 2012

Häfnerhaslachs Trainer glaubt nicht an Abstieg


Häfnerhaslachs Trainer glaubt nicht an Abstieg
Fußball-Vorschau, Kreisliga A3: Sersheim empfängt Nussdorf zum Kellerduell – Gündelbach spielt in Lomersheim

Häfnerhaslach (rkü) – Trainer Erich Wirth hat in seinen sechs Jahren beim TSV Häfnerhaslach gute und schlechte Zeiten erlebt. Jetzt steht er mit seiner Mannschaft auf dem letzten Tabellenplatz der Fußball-Kreisliga A3. Vor dem Heimspiel gegen den Tabellendritten FV Löchgau II sagt er: „Wenn wir dran glauben, können wir auch gegen so einen Gegner gewinnen – wie in der letzten Saison auch.“

Damals schaffte Häfnerhaslach mit Mühe und Not den Klassenerhalt. Gegen das Spitzenteam Löchgau II sprang ein 3:0-Heimsieg heraus. „Falls wir am Sonntag auf Kunstrasen spielen müssen, wird es sehr schwer“, sagt Erich Wirth. „Aber auf Rasen haben wir vielleicht eine Chance.“ Die Löchgauer Zweite bezeichnet er als sehr spielstark. Dazu komme ein unschätzbarer Vorteil: „Die haben 24 gleichwertige Spieler.“ Von so einem Kader kann der Häfnerhaslacher Trainer nur träumen.
„Unserer ist relativ dünn. Wir bekommen sofort Probleme, wenn Spieler verletzt ausfallen.“ Die Krux sei, dass immer gleich mehrere Spieler aus dem selben Mannschaftsteil ausfielen. „Aus meiner Viererabwehrkette waren zeitweise drei Spieler nicht da“, klagt Wirth. „Und als wir endlich wieder komplett waren, hat sich Oliver Miksic im Spiel gegen Kleinsachsenheim den Knöchel gebrochen.“ In der Partie Anfang November führte Häfnerhaslach schon mit 2:0, als der Leistungsträger in der 20. Minute vom Platz musste. Am Ende kam die Mannschaft über ein 2:2 nicht hinaus.

„Die Unsicherheit ist unser größtes Problem“, analysiert der Trainer. „Wir halten eine Zeitlang gut mit und dann bricht das Spiel zusammen. Es gibt Stellungsfehler, die Spieler rennen einfach nur nach vorne und es kommt nichts dabei raus.“ Manchmal würden sie sich auch zurückziehen und keine Angriffe mehr vortragen. „Wir müssen endlich mal wieder Siege holen. Und ich glaube immer noch, dass wir nicht absteigen.“

In der vergangenen Saison sei man von dem schlechten Abschneiden überrascht worden, gibt Erich Wirth zu. „Wir haben die Situation lange Zeit nicht ernst genommen.“ Dieses Mal sei von vornherein klar gewesen, dass es schwer werde. Dennoch habe er als Saisonziel die Plätze fünf bis neun im Blick. „Schon während der Vorbereitung hat sich gezeigt: So schlecht ist das Team nicht.“ Jetzt müsse man sich gemeinsam aus dem Tabellenkeller hocharbeiten. Ob ihm sein Job in Häfnerhaslach noch Spaß macht? „Wenn ich mich im Verein nicht wohl fühlen würde, wäre ich nicht schon so lange da. Und wenn ich mich nicht mehr wohl fühle – dann bin ich weg.“

Dem Tabellenführer FV Roßwag traut Erich Wirth die Meisterschaft zu: „Wenn er nicht schwächelt. Roßwag hat schon einen großen Vorsprung.“ Dennoch hält er die Verfolger für die stärkeren Mannschaften. „Hellas Bietigheim hat mit Abstand den besten Kader. Sie haben am Anfang Probleme gehabt. Jetzt holen sie auf.“ Und Löchgau II als Dritter könne auf eine große Zahl sehr guter Spieler zurückgreifen. Fürs Wochenende sagt Wirth dem FV Roßwag eine Auswärtsniederlage beim VfL Gemmrigheim voraus. „Gemmrigheim mit seinem dünnen, aber guten Kader ist sehr heimstark. Trainer Markus Lang kenne ich sehr gut.“ Für die Partie Kirchheim gegen 08 Bissingen II tippt er auf ein Unentschieden. Auch im Kellerduell Sersheim gegen Nussdorf werde es keinen Sieger geben. Hellas Bietigheim sieht Erich Wirth im Spiel gegen den TSV Wiernsheim in der Favoritenrolle, auch Bönnigheim traut er einen Auswärtssieg in Kleinsachsenheim zu: „Seit dem Trainerwechsel hat Bönnigheim beide Spiele gewonnen.“ Der Tabellenvierte TSV Phönix Lomersheim werde sein Spiel gegen Gündelbach wohl gewinnen, meint Wirth. Der SV Illingen hat am Sonntag spielfrei.


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