Freitag, 25. Mai 2012

VfR Sersheim: Drei Torhüter und keiner ist fit


VfR Sersheim: Drei Torhüter und keiner ist fit
Fußball-Vorschau, Kreisliga A3: Sersheim ist zu Gast in Roßwag – Gündelbach empfängt Kirchheim

Sersheim (ev) – Beim VfR Sersheim läuft es momentan in der Fußball-Kreisliga A3 noch nicht rund. Platz 14 war vor der Saison nicht der Anspruch der VfR-Verantwortlichen. Diese sind sich aber sicher, aus dem Tabellenkeller wieder rauszukommen. Am Samstag muss sich Sersheim allerdings erst einmal gegen Tabellenführer Roßwag beweisen.

Der VfR Sersheim hat ein Torwart-Problem. Andre Sonnenberg, der noch in der vergangenen Saison den Kasten sauber hielt, steht aus Studiengründen nur noch sporadisch zur Verfügung. Björn Burkhardt kam von 08 Bissingen und sollte die Lücke schließen, doch er verletzte sich am Knie. In der vergangenen Woche hat sich Daniel Faigle, der Torwart der Zweiten, noch den Finger gebrochen. „Wahrscheinlich wird uns Andre Sonnenberg wieder aushelfen“, hofft Sersheims Spielleiter Andreas Ludwig. Sicher ist das allerdings nicht. Außerdem hat Sonnenberg momentan wenig Spielpraxis und Trainingsrückstand. Bei der Zweiten wird vermutlich Markus Antoni zwischen den Pfosten stehen. Er ist zwar eigentlich Feldspieler, stand aber zu Beginn seiner Karriere bereits im Tor.

Eigentlich haben es die Torhüter in Sersheim nicht schlecht. Immerhin haben sie ihren eigenen Trainer. Kurz nachdem Andre und Nikolai Sonnenberg zum VfR gewechselt waren, begann ihr Vater Friedel damit, die Torhüter zu trainieren. Zusätzlich unterstützt er Trainer Thomas Marbach auch bei Konditionseinheiten, obwohl seine Söhne nur noch gelegentlich für den VfR auflaufen. Friedel Sonnenberg hat sogar schon einige Lehrgänge für Torhütertraining absolviert. Momentan braucht er die aber nicht – es ist ja kein Torwart im Training.

Das zweitgrößte Problem haben die Sersheimer im Sturm. Auch in diesem Mannschaftsteil fallen etliche Spieler aus. Zudem harmoniert es gerade spielerisch nicht mehr so gut. „Deshalb haben wir jetzt schon ein paar Mal mit Libero statt Viererkette gespielt“, berichtet Ludwig. Er ist der Meinung, dass der VfR nur über den Kampf aus der Abstiegsregion kommt. „Da können wir uns gleich bei Roßwag am Samstag eine Scheibe abschneiden“, sagt der Spielleiter schmunzelnd. Der FVR sei nämlich eine kampfstarke Truppe, die in Manuel Gayer über einen außergewöhnlichen Stürmer verfüge.

Gegen den ungeschlagenen Tabellenführer waren eigentlich gar keine Punkte eingeplant. „Wir wollten in den letzten drei Vorrundenpartien eigentlich sechs Punkte holen. Da wir vergangene Woche verloren haben, stehen wir nun gegen Roßwag unter Zugzwang“, erklärt Ludwig. Deshalb sollte ein Punkt im Auswärtsspiel auf jeden Fall an Sersheim gehen.

Vor der Saison sagte Thomas Marbach, dass es dieses Jahr im Abstiegskampf durchaus eine Mannschaft treffen könne, die nicht damit rechnet – zum Beispiel den VfR? „Ich bin mir sicher, dass wir in der A-Klasse bleiben“, sagt Andreas Ludwig, denn Platz 14 sei nicht der Anspruch des Vereins. „Wir hatten uns das vor der Saison schon etwas anders ausgemalt“, ergänzt er.

Er teilt die Liga in zwei Bereiche ein. Da wären einmal die kampfstarken Teams und einmal die spielerisch guten. Zur zweiten Kategorie zählt er Löchgau II, 08 Bissingen II und Hellas Bietigheim. Deshalb glaubt Ludwig auch, dass diese drei Mannschaften ihre Spiele gegen Wiernsheim (in Löchgau), Illingen (in Bissingen) und Kleinsachsenheim (in Bietigheim) gewinnen werden. Unentschieden tippt Ludwig für die Partien Bönnigheim gegen Gemmrigheim und Nussdorf gegen Lomersheim. Nussdorf sei wie Wiernsheim und Illingen eine Mannschaft, die zur Kategorie „kämpferisch stark“ gehöre. Außerdem im Einsatz sind Gündelbach und Kirchheim. Häfnerhaslach hat spielfrei.

Die Sersheimer waren in den vergangenen beiden Jahren vom Erfolg verwöhnt, jetzt steckt die Mannschaft unten fest. „Nun wird sich zeigen, ob die Jungs Charakter haben, um da wieder raus zu kommen“, sagt Ludwig. Zu Gesprächen hätte sich das Team bereits getroffen, aber der Spielleiter fügt hinzu: „Reden alleine hilft nicht mehr. Jetzt müssen Taten folgen.“


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