„Roßwag in der Bezirksliga – das klingt doch toll“
Roßwag – Immer noch ungeschlagen führt der FV Roßwag die Tabelle der Fußball-Kreisliga A3 an. Am Sonntag hat sich der FVR zwei Spieltage vor dem Ende der Vorrunde den inoffiziellen Titel des Herbstmeisters gesichert. Im Interview erklärt Roßwags Abteilungsleiter Florian Kost, was er von dem Titel hält und was die Roßwager zur Zeit so stark macht.
Darf man denn zur Herbstmeisterschaft gratulieren?
Natürlich. Wir freuen uns darüber. Das ist aber auch schon alles. Ich freue mich in erster Linie für die Mannschaft und für unseren neuen Trainer Matthias Steinbach. Er hat den Übergang von Siegfried Blum super hinbekommen. Man könnte also sagen, dass alle alles richtig gemacht haben.
Wird nun das Saisonziel Platz eins bis vier revidiert?
Natürlich ist nun der Anspruch da, auch am Ende der Saison ganz oben zu stehen. Nach dem momentanen Stand würde es mir auch sicherlich niemand glauben, wenn ich sagen würde, dass wir am Ende mit Platz vier zufrieden wären.
Roßwag führt die Tabelle mit sieben Punkten Vorsprung an und ist immer noch ungeschlagen. Was macht die Mannschaft so stark?
Das, was uns schon in den vergangenen Jahren stark gemacht hat: der Zusammenhalt und vor allem die Spielfreude der Mannschaft. Dieses Jahr kommt auch noch das nötige Glück dazu. Allerdings ist es nicht nur das, was uns erfolgreich macht. Mit Willenskraft und Kondition erarbeiteten wir uns das Glück. Es zeichnet uns doch aus, dass wir wie gegen Lomersheim auch in der letzten Minute noch eine Kiste machen können.
Was erwartet den FVR noch in den zwei Vorrundenspiele und der Rückrunde?
Wir sind jetzt die Gejagten und wir müssen nun in jedem Spiel noch mehr Gas geben als wir das momentan schon tun. Dann klappt es auch spielerisch. Unsere Fitness und unsere Spielfreude könnten uns zum Meister machen. Als stärkste Konkurrenten sehe ich Lomersheim und Hellas Bietigheim.
Mit diesem Vorsprung fangen Sie bestimmt schon an, für die Bezirksliga zu planen?
Nein, es sind noch so viele Spiele bis zum Saisonende. Aber natürlich müssen wir unsere Hausaufgaben machen und schauen, dass die momentane Mannschaft zusammen bleibt. Auf der Suche nach Ergänzungen sind Vereine doch immer. Mehr machen wir zum momentanen Zeitpunkt nicht. Es wird auch schwierig werden, die Mannschaft durch Spieler mit höherklassiger Erfahrung zu verstärken, da wir nicht in der Lage sind, solche Spieler zu bezahlen. Das können und wollen wir auch nicht.
Am Beispiel des VfB Vaihingen sieht man eindrucksvoll, dass es in der Bezirksliga nicht einfach wird. Wollen Sie wirklich aufsteigen?
Klar doch. Der FV Roßwag in der Bezirksliga – das klingt doch toll.
Haben Sie wirklich keine Bedenken?
Nein, wir sind eine andere Mannschaft als der VfB Vaihingen. Wir kommen über den Kampf ins Spiel, aber wir wissen, dass der Sprung zwischen Kreisliga A und Bezirksliga riesig ist. Der Gefahr sind wir uns bewusst. Einige Zuschauer haben auch schon Bedenken geäußert. Wir haben es nach einigen Startschwierigkeiten aber auch geschafft, uns in der A-Klasse zu etablieren. Ich denke, dass wir es auch eine Klasse höher schaffen. Ich würde mich für die Mannschaft und den Verein riesig freuen, sollte uns dieser Coup gelingen.
Die Fragen stellte Eva Wirth
