Freitag, 25. Mai 2012

FCG: Fast die Hälfte der Mannschaft fällt aus


FCG: Fast die Hälfte der Mannschaft fällt aus
Fußball-Vorschau, Kreisliga A3: Gündelbach gastiert in Illingen – Lomersheim gegen Roßwag

Gündelbach (ev) – Bereits vor Saisonbeginn in der Fußball-Kreisliga A3 meinte das Trainerduo des FC Gündelbach, Markus Posch und Reiner Kussmaul, dass die Größe des Kaders die Achillesferse der Mannschaft werden könnte. Die Befürchtungen haben sich bewahrheitet. Wenn es dumm läuft, fällt am Wochenende fast die halbe erste Mannschaft aus.

„Die Verletzten kann ich gar nicht alle aufzählen“, stöhnt FCG-Trainer Markus Posch. Sieben Akteure würden am Sonntag auf jeden Fall ausfallen, bei drei anderen steht ein dickes Fragezeichen hinter dem Einsatz. „Wenn ich das hochrechne, ist das die halbe Mannschaft“, sagt Posch. Hinter den Personalsorgen verstecken will er sich allerdings nicht: „Es ist zwar nicht einfach, aber wir müssen uns eben eine Lösung für das Problem einfallen lassen.“

Generell ist es eine Aufgabe des FC Gündelbach, in den kommenden Jahren an der Breite des Kaders zu arbeiten. Dass es personell zu Engpässen kommt, ist dem Verein schon seit Langem bekannt. Eine geeignete Strategie dagegen wurde bisher noch nicht entwickelt. „Einen Vorwurf kann man hier allerdings keinem machen“, sagt Posch. Gündelbach sei immer für eine gute Jugendarbeit bekannt gewesen, bis einige geburtenschwache Jahrgänge kamen. „Mit zwei A-Junioren brauchen wir keine Mannschaft zu melden.“ Gündelbach ging daraufhin Kooperationen mit benachbarten Vereinen ein. „So haben wir immerhin sicher gestellt, dass alle Jugendlichen, die hier Fußball spielen wollen, auch ein Angebot wahrnehmen können, auch wenn das nicht immer ideal ist.“ Viele Dorfvereine hätten das gleiche Problem. Jetzt seien Jugendabteilung, Spielleitung und Vorstand gefordert, Lösungen zu finden.

Während auf der einen Seite die Probleme an den Verantwortlichen nagen, kann Posch auf der anderen Seite auch etwas Erfreuliches berichten. „Es gibt hier für so einen kleinen Verein wunderbare Strukturen“, erklärt er. Das fange bei der Homepage an und höre bei der Bereitstellung des Eiskoffers auf. „Außerdem haben wir in Steffen Rohloff seit dieser Saison einen sehr gewissenhaften und intelligenten Spielleiter“, lobt der Trainer.

Dank des Engagements der Gündelbacher gibt es im Internet sogar eine Statistik. In der steht zum Beispiel, dass Posch zehn Spiele bestritten hat, dabei 900 Minuten auf dem Platz gestanden ist, zwei Tore geschossen hat und zwei Gelbe Karten bekommen hat. Trainerkollege Kussmaul führt die Statistik gemeinsam mit zwei anderen Spielern an. Kussmaul bestritt elf Spiele. Dabei stand er 980 Minuten auf dem Platz. Allerdings hat er schon drei Gelbe Karten und eine Gelb-Rote gesehen. „Das spricht doch für seinen hohen Einsatz“, meint Posch. Die Statistik verrät auch, dass Markus Oberrauch, Jochen Menge und Michael Schmid in dieser Saison noch kein einziges Spiel absolviert haben. Schmid kämpft mit Bandscheibenproblemen. Wann – und ob überhaupt – er zurückkehren wird, ist momentan noch unklar.
Doch zum Spiel gegen Illingen: „Die Mannschaft wird sich von alleine aufstellen“, sagt Posch. Mehr will er über seine Strategie nicht verraten. „Unsere Stärken und Schwächen sind doch bekannt.“ Auch bei der zweiten Mannschaft wird der FCG am Sonntag an die Grenzen gehen müssen. „Elf Leute werden wir wohl noch zusammen bekommen“, sagt Posch. Bereits einmal habe die FCG-Zweite ein Spiel absagen müssen. „Jetzt dürfen wir uns nichts mehr erlauben.“ Immerhin zeige die Formkurve der Mannschaft nach oben.

Am Anfang der Saison habe das Team mit einem Kopfproblem kämpfen müssen. „In der B-Liga haben wir nach 70 Minuten deutlich geführt und konnten dann einen Gang rausnehmen“, so Posch. In der A-Klasse müsse man bis zum Ende kämpfen, denn die Liga sei ausgeglichen. Deshalb fällt es Posch auch schwer, etwas zu den anderen Partien zu sagen. „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen.“ Etwas Vergleichbares habe er in seiner langen Karriere noch nie erlebt.

Nussdorf zum Beispiel. Die Mannschaft stand am Tabellenende. In den letzten zwei Wochen gab’s einen 4:2-Sieg gegen 08 Bissingen II (diese Woche spielfrei) und einen 6:1-Erfolg gegen den SV Illingen. Diesen Sonntag gastiert Nussdorf in Kirchheim.
 Schwer zu tippen findet Markus Posch die Partien Wiernsheim gegen Häfnerhaslach, Kleinsachsenheim gegen Löchgau II, wobei Posch eher die Gastgeber im Vorteil sieht, Sersheim gegen Bönnigheim, aber auch das Spitzenspiel Lomersheim gegen Roßwag. Der FVR führt die Tabelle an, Phönix ist Verfolger Nummer eins. „Das Spiel ist offen. Mein Meisterschaftsfavorit ist immer noch Lomersheim. Wenn bei denen am Sonntag alle fit sind, gewinnen sie.“

Nur bei einem Spiel ist er sich ganz sicher, wer den Platz als Sieger verlasen wird: Gemmrigheim gegen Hellas Bietigheim. „Da wird Hellas weiter marschieren. Die sind für die A-Klasse zu stark besetzt.“


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