Freitag, 25. Mai 2012

Fußball-Vorschau, Kreisliga A3


Benjamin Schmidt kehrt nach Nussdorf zurück.
Benjamin Schmidt (rechts) kehrt nach Nussdorf zurück.Foto: VKZ-Archiv

Nussdorf (ev) – Momentan steht der TSV Nussdorf auf dem achten Tabellenplatz. Für Trainer Gerd Hausmann ist das aber kein Grund für Optimismus und auch das Spiel gegen den Letzten Gemmrigheim, das am Sonntag stattfindet, nimmt er nicht auf die leichte Schulter.
Vor gut zwei Wochen kehrte Gerd Hausmann von einer Geschäftsreise aus Japan zurück. Zur Begrüßung schenkte ihm seine Mannschaft gegen den SC Hohenhaslach einen 4:0-Sieg. Gut, dass er nicht eine Woche länger weg war, sonst hätte er als Willkommensgruß eine 0:5-Klatsche (gegen Bönnigheim) einstecken müssen. „Die Niederlage war allerdings auch so schlimm genug“, murrt Hausmann. Die Spieler wären mit dem Kopf einfach nicht bei der Sache gewesen. „Und dann lagen wir auch schon 0:2 hinten, haben unsere sehr guten Chancen nicht genutzt und haben verdient verloren“, berichtet der Nussdorfer Übungsleiter.
Dass seine Mannschaft teils kuriose Ergebnisse erzielt, mal überraschend gewinnt und unerwartet verliert, gehört in dieser Saison irgendwie dazu. Deshalb hat Hausmann sich eine besondere Strategie für seine Geschäftsreise überlegt.
Zu Hause überließ er die Geschicke (wie berichtet) Abteilungsleiter Uwe Girstl. „Wir haben nur grob durchgesprochen, was zu tun ist. Alles andere hat er alleine gemacht“, sagt Hausmann. Wie er sagt, ohne Probleme. „Es war ein nahtloser Übergang.“ Aber natürlich sei die Arbeit zu zweit besser. „Mir würde Uwe Girstl auch fehlen, wenn er weg wäre.“
Aber auch in Fernost wollte Hausmann über das Abschneiden seiner Mannschaft informiert werden. Das Dumme nur: die Zeitverschiebung. Wenn der Schiedsrichter das Spiel der Nussdorfer beendete, war es bei Gerd Hausmann schon mitten in der Nacht. „Ich habe die SMS mit den Neuigkeiten also erst am nächsten Morgen gelesen“, erzählt der Trainer. Allerdings nach dem Frühstück. „Auf leeren Magen wollte ich die Ergebnisse nicht wissen“, schmunzelt er. Immerhin seien diese auch zu unterschiedlich ausgefallen.
Hoffnung auf Besserung gibt es allerdings. Wie berichtet, kehrt Stürmer Benjamin Schmidt zurück. Er verließ das Hardtwäldle nach der vergangenen Saison in Richtung Landesliga. Geschäftlich hätte es aber durch den frühen Trainingsbeginn beim VfR Pforzheim nicht gepasst. Deshalb hat er sich entschieden, zurückzukehren. Bereits jetzt kickt er nicht mehr für den badischen Landesligisten, sondern trainiert schon wieder eifrig mit der Hausmann-Elf. Immerhin wohne er auch in Nussdorf. „Wir hoffen, dass er beim VfR einiges gelernt hat und noch stärker als in der vergangenen Saison ist“, so Hausmann.
Bis er allerdings eingesetzt werden kann, müssen die Nussdorfer noch zwei Spiele bestreiten. Das zweite am 9. Dezember zählt allerdings schon zur Rückrunde. „Ich bin froh, wenn endlich Pause ist“, gibt Hausmann zu. Einige Spieler wären angeschlagen und würden Erholung brauchen, die es am Sonntag gegen Gemmrigheim erst einmal nicht gibt. „Ich hoffe, ich habe den Spielern gestern Abend gut erklärt, wo in der vergangenen Woche die Fehler lagen“, sagt Hausmann. Gemmrigheim sei nämlich nicht zu unterschätzen, obwohl die Mannschaft Letzter ist. „Die spielen wie wir gegen den Abstieg“, warnt Hausmann. Aber Platz 8 hat doch nichts mit dem Abstieg zu tun, oder? „Nö, hat er nicht, aber ich gucke nicht nach der Platzierung sondern nach den Punkten und da sind wir noch lange nicht auf der sicheren Seite.“
Tief im Tabellenkeller stecken auch Hohenhaslach, das es mit Bönnigheim zu tun bekommt, und Häfnerhaslach, das den FV Sönmez Spor Bietigheim empfängt. „Ich glaube, dass das Spiel 2:2 ausgeht“, tippt Hausmann. Häfnerhaslach müsse auf jeden Fall punkten. Auch Großglattbach steht am unteren Tabellenende (Platz 11). Der TSV ist zu Gast bei Löchgaus Zweiter. „Die gehen bestimmt auf den Kunstrasen, was ein Vorteil ist“, sagt Hausmann. Bei Löchgaus Erster läuft es gerade nicht so rund. Nach einem furiosen Start in die Landesliga-Saison steht der Aufsteiger nun auf Platz 10, nur zwei Plätze von einem möglichen Relegationsplatz weg. „Ich glaube aber nicht, dass das die zweite Mannschaft beeinflussen wird. Das sind zwei getrennte Teams, die getrennt voneinander trainieren“, sagt Hausmann.
Auch der SV Illingen ist noch nicht auf der sicheren Seite. Am Sonntag ist beim SVI der TSV Wiernsheim zu Gast. Wiernsheim ist zwar Vierter, aber aufgrund der Illinger Erfolge in den letzten Spielen, glaubt Hausmann, dass es ein Unentschieden geben könnte.
Bleiben noch die beiden Spiele der Aufsteiger, die mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Der VfR Sersheim empfängt den FV Roßwag    und der VfB Vaihingen den FV Kirchheim. Achtung: am Sonntag beginnen alle Spiele eine halbe Stunde früher, also bereits um 14 Uhr.


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