Bei den Windhunden geht es um Tausendstel Sekunden
18/05 2010
Bei den Windhunden geht es um Tausendstel Sekunden
Großsachsenheim (hd). Bei der deutschen Windhund Kurzstreckenmeisterschaft auf dem Sachsenheimring hat der Deutsche Meister bei den Greyhound-Rüden Joes Noble die 280-Meter-Sprintstrecke in 16,62 Sekunden bewältigt. Damit stellte der Rüde von Herbert Hetzel einen Bahnrekord auf.
Herbert Hetzel aus Neckargemünd ist schon seit 15 Jahren Windhund-Fan. Allerdings waren es zunächst Whippets, die es dem 54 Jahre alten Hundefreund angetan haben. Erst seit dem vergangenen Jahr ist er auf den Greyhound gekommen. Und davon kommt er vor lauter Begeisterung für die Schnellsten unter den Hunden nicht mehr los, sagt der stolze Besitzer des neuen Deutschen Greyhound–Meisters, Joes Noble.
„Joe hat einen ausgezeichneten Charakter. Der ist immer gut drauf und ist ein richtiger Angeber“, erklärt Hetzel. „Joe kommt aus Irland und hat ursprünglich kommerzielle Rennen auf britischem Boden bestritten. 2009 kam er auf den europäischen Kontinent und hat in Ungarn und Holland auch schon Amateurrennen gewonnen. In diesem Jahr hat er im April in Hildesheim sein erstes Rennen auf deutschem Boden gewonnen. Dass er jetzt in Sachsenheim gleich Deutscher Meister wurde, freut mich natürlich besonders.“
Bereits im Vorlauf hat der Greyhound Joes Noble sein Rennen souverän mit 16,73 Sekunden gewonnen und zog mit der zweitschnellsten Zeit aller Hunde sicher ins Finale ein. Dort hat er wie im Vorlauf nicht lange gefackelt, hatte seine Spurtqualitäten gleich vom Start weg gezeigt und die Führung bis ins Ziel nicht mehr abgegeben. Der Bahnrekord kam zum Titel noch als besonderes Extra hinzu. Zweiter wurde Orson vom Monarchenhügel aus Leipzig in 16,73 Sekunden.
Bei den Hündinnen gewann ein in Sachsenheim bekannter Greyhound – Penelope vom Monarchenhügel ebenfalls aus Leipzig in 16,97 Sekunden.
Besonders spannend ging es auch bei den zahlenmäßig größten Starterfeldern, bei den Whippets, zu. Als Zeitschnellste zogen bei den Rüden und den Hündinnen ein gerade einmal zwei Jahre altes Whippet-Geschwisterpaar, Powerplay’s Wizard the Best und Powerplay’s Wallflower, in die Finalläufe ein. Beide mussten sich im Finale allerdings erfahreneren Whippet–Rennhunden denkbar knapp geschlagen geben. Bei den Rüden gewann Mick Jerome mit neun Hundertstel Sekunden Vorsprung. Bei den Hündinnen hatte Hazel Shade sogar nur neun Tausendstel Sekunden Vorsprung vor Powerplay’s Wallflower.
„Es macht einfach Spaß, den jungen Hunden zuzuschauen. Auch wenn sie es noch nicht ganz zu Meisterehren gebracht haben. Ihnen wird auf jeden Fall die Zukunft gehören“, ist sich der Hasenzieher auf der Sachsenheimer Windhundrennbahn, Klaus Uetz, sicher. „Vielleicht gewinnen die schon im Oktober bei unserem nächsten Windhundrennen.“
