Vier Siege als Vorbereitung aufs Heimspiel
Vaihingen (rkü). Es hätte kaum besser laufen können. In der Bundesliga führen die Vaihinger Faustballer nach dem zweiten Spieltag die Tabelle an und beim Turnier um den Flutlichtcup in Waibstadt haben sie die Konkurrenz hinter sich gelassen. Abgesagt hatte jedoch ausgerechnet der TV Stammheim – der Gegner des morgigen Bundesliga-Spiels in Vaihingen.
Zwei klare Siege und ein Unentschieden in der Vorrunde, danach zwei spannende Spiele mit jeweils positivem Ausgang für den TV Vaihingen – so liest sich die erfolgreiche Turnierteilnahme der Faustballer am Rothaus-Flutlichtcup in Waibstadt. Mannschaftskapitän Marco Lochmahr sagt: „Wir haben mit Pfungstadt und Öschelbronn auch gegen zwei richtig gute Gegner gewonnen. Das stimmt uns sehr zuversichtlich für die Bundesliga-Saison.“
Bei dem gut besetzten Turnier in Waibstadt holten sich die Männer aus Vaihingen den Sieg in ihrer Vorrundengruppe. Gegen Tiefenthal und Käfertal gewannen sie deutlich. Lediglich die Partie gegen den TV Öschelbronn war heftig umkämpft und endete mit einer Punkteteilung. Im Halbfinale gegen Bundesliga-Neuling Pfungstadt gewann der TVV zwar mit 2:0, doch die Sätze endeten relativ knapp, der zweite musste sogar in die Verlängerung. Dann trafen die Vaihinger noch einmal auf Vorrundengegner Öschelbronn, wodurch ein spannendes Endspiel garantiert war. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Das Turnier war von kurzen Ballwechseln geprägt, weil der Boden nass war. Dementsprechend hatten die Hinterspieler auf beiden Seiten große Probleme, platziert geschlagene Bälle zu erreichen. Im ersten Satz des Endspiels machte Michael Krauß mehrere Angabenfehler, wodurch Öschelbronn einen Vorsprung gewann und ihn bis ins Ziel retten konnte. Im zweiten Durchgang gewann Vaihingen dagegen deutlich. Den Turniersieg sicherte sich der TVV im Entscheidungssatz.
Vier Siege und ein Unentschieden, das sind beste Voraussetzungen für das Bundesliga-Heimspiel morgen um 16 Uhr in Vaihingen. Mit dem TV Stammheim hatten sich die Vaihinger in Waibstadt nicht messen können. TVV-Abwehrspieler Daniel Wörsinger sagte: „Die hatten für das Turnier schon zugesagt, als ihr neuer Trainer Jogi Bork noch nicht im Amt war. Der wird schon wissen, wie er seine Mannschaft in den Griff bekommt.“ Momentan steht Stammheim in der Bundesliga unter Zugzwang. Das Auftaktspiel gegen Pfungstadt hat der TVS überraschend deutlich mit 1:5 verloren. Während Vaihingen zwei Siege verbuchte und damit die Tabelle anführt, müssen die Stammheimer jetzt punkten. Denn nicht nur morgen in Vaihingen, sondern auch am Sonntag in Offenburg warten voraussichtlich schwere Gegner.
„Die Stammheimer sind für ihren Kampfgeist bekannt“, warnt Wörsinger. „Das Spiel morgen könnte hitzig werden. Wir verlieren ungerne gegen Stammheim und Marc Krüger. Und Marc und die Stammheimer verlieren genauso ungerne gegen uns.“ In der Hallenrunde hatte sich das Team aus dem Stuttgarter Norden noch die Deutsche Meisterschaft gesichert. Krüger bemängelte allerdings, dass im ersten Pflichtspiel der Freiluftsaison die Ballsicherheit gefehlt habe. Abstimmungsprobleme gab es zuletzt auch bei den Vaihinger Faustballern. Michael Marx ist wieder zur Mannschaft gestoßen und spielt auf seiner Paradeposition hinten rechts, die er auch im Nationalteam ausfüllt. Daniel Wörsinger wechselte darum nach hinten links und sagt: „Ich hab mich noch nie darum geschert, ob ich links oder rechts spiele.“ Es muss sich allerdings noch einspielen, wer welche Bälle annimmt oder durchlässt. „Vor allem bei der Absprache ist noch Luft nach oben“, sagt Wörsinger. „Aber mit Markus Knodel haben wir einen Trainer, mit dem ich sehr zufrieden bin.“ Der Abwehrspieler ist sich sicher, dass die Probleme schon in Kürze behoben sind.
Hinter dem Einsatz von Michael Marx steht allerdings noch ein Fragezeichen. Er hatte sich im Spiel gegen den TV Öschelbronn eine blutende Wunde am Knie zugezogen, die mit drei Stichen genäht werden musste. „Wir haben danach auf dem Platz gesucht, ob er auf eine Scherbe gefallen war, aber wir haben nichts gefunden“, berichtet Wörsinger. Beim Turnier in Waibstadt musste Marx pausieren.
