Der TSV Kleinglattbach ist gnädig mit dem TSV Ensingen
10/05 2010
Der TSV Kleinglattbach ist gnädig mit dem TSV Ensingen
Ensingen (nac). Es ist ein ungleiches Spiel und ungleichen Vorzeichen gewesen. Ohne drei Leistungsträger war der TSV Ensingen dem TSV Kleinglattbach in der Fußball-Kreisliga B5 bei der 0:2-Niederlage hoffnungslos unterlegen. „Wir hätten auch fünf Treffer kriegen können“, war Ensingens Trainer Achim Lehmann realistisch.
Es war ein Spiel auf ein Tor. Erst in der 79. Minute hatten die Ensinger ihre erste wirkliche Torchance. Roman Striegel ließ zwei Verteidiger aussteigen. Bei seinem Schuss von der Strafraumgrenze war der Kleinglattbacher Torwart Tobias Linder zwar zur Stelle. Doch erst kurz vor der Linie klärte Jerome Fink den in Richtung Netz springenden Ball. „Da wäre es noch einmal spannend geworden“, sagte Lehmann. „Aber so war heute nicht mehr drin.“ In der 54. Minute hatten die Ensinger schon so etwas wie eine Halbchance gehabt. Nach einem Freistoß von Christopher Geinitz sprang der Ball im Strafraum so hoch ab, dass Roman Striegel ihn am langen Pfosten nicht mehr mit dem Kopf erreichte.
Ohne drei Stammspieler – Marc Aiberger, Florian Matthias und Michael Mahler fehlten – waren die Ensinger dem Tabellendritten unterlegen. Lehmann: „Von den Einzelspielern ist Glabbich besser. Und für uns ist schwer, den Ausfall von diesen Spielern zu kompensieren.“
Die Kleinglattbacher machten von Anfang an Druck. Bereits in der ersten halben Stunde hatten sie einige Möglichkeiten. Doch erst in der 32. Minute überwanden die Kleinglattbacher erstmals Ensingens Torwart Marvin Seizinger. Eine flache Hereingabe von Bruno Blimundo verwertete Erdinc Egritas am kurzen Pfosten.
Nur fünf Minuten später hätte der überragende Marc Hahn sogar das 2:0 erzielen können. Seinen wuchtigen Kopfball nach einer Ecke von Blimundo kratzte Geinitz von der Linie. Danach hatten aber die Kleinglattbacher aber zunächst ihr Pulver verschossen. Die Partie verflachte bis zum Pausenpfiff.
Nach dem Seitenwechsel machten die Kleinglattbacher nahtlos da weiter, wo sie in der ersten Halbzeit aufgehört hatten. Sie setzten die Ensinger unter Druck. Diese konnten sich kaum einmal befreien. Allerdings waren ihre Abspiele auch viel zu ungenau. Meist landeten sie bereits rund 25 Meter vor dem gegnerischen Tor beim Gegenspieler. Doch so feldüberlegen die Kleinglattbacher waren, so sträflich gingen sie mit ihren Möglichkeiten um. „Das ist schon die ganze Saison über unser großes Problem. Würden wir besser treffen, hätten wir in einigen Spielen keine Punkte liegen lassen“, kritisierte Kleinglattbachs Trainer Siegfried Blum. „In zwei oder drei Jahren sind sie vielleicht so abgzockt, dass sie den Ball einfach reinschieben.“
Hahn rutschte der Ball bei einem Schuss (52. Minute) über den Spann. Drei Minuten später war Ensingens Keeper Seizinger bei einem Schuss von Philipp Gutjahr auf dem Posten. Ein Kopfball von Hahn (74.) war zu ungenau platziert. Bei einem Schuss von Florian Rather (76.) verkürzte Schlussmann Seizinger geschickt den Winkel. Nur eine Minute später war der Ball im Nachfassen sichere Beute für ihn, nachdem Rather das Leder flach auf Fabio Tricarico hereingebracht hatte. Wiederum nur 120 Sekunden später schob Tricarico den Ball dem Ensinger Schlussmann in die Arme. Zum krönenden Abschluss traf Alexander Stierl nach einer Hereingabe von Rather nur die Latte (87.). „Ich bin mit der Mannschaftsleistung sehr zufrieden“, resümierte Blum. „Wir sind mit viel Respekt nach den letzten Ergebnissen der Ensinger hierher gekommen.“
TSV Eningen: Seizinger – Geinitz, Baumgärtner, Kullmann, Lambert, Wasserbäch, Christian Matthias, Wette, Cetin, Schmid, Striegel.
TSV Kleinglattbach: Linder – Engelhardt, Fink, Velardi, Bauz, Blimundo, Gutjahr, Tricarico, Egritas, Stierl, Hahn.
Tore: 0:1 Erdinc Egritas (32.), 0:2 Alexander Stierl (62.).
Spieler des Tages: Marc Hahn (TSV Kleinglattbach).
Schiedsrichter: Jürgen Schlitzke (Schwaigern).
Zuschauer: 150.
