Vaihingen (rkü/mp). Nach dem 3:3 gegen Obertürkheim II steht der TSV Nussdorf in der Frauenfußball-Regionenliga zwar immer noch auf dem letzten Platz, hat aber nur noch einen Punkt Rückstand auf den Vorletzten FC Alfdorf. Der Klassenerhalt ist damit wieder in greifbare Nähe gerückt.
Durch ein 3:3 gegen den VfB Obertürkheim II hat der TSV Nussdorf seine Chance auf den Klassenerhalt in der Regionenliga gewahrt. Gerade einmal elf Spielerinnen des TSV Nussdorf standen für dieses wichtige Spiel zur Verfügung. Libero Alexandra Tuma fiel verletzungsbedingt aus, im Urlaub waren Sarah Eblen und Julia Schröder. Zurück im Team war dagegen Sara Rohland.
Nussdorf geriet, wie schon oft, gleich in Rückstand. In der vierten Minute kassierte der TSV das 0:1. In der Folge war die abstiegsbedrohte Mannschaft hellwach und erzielte nur zwei Minuten später den Ausgleich. Sara Rohland verwandelte ein Zuspiel von Julia Rentschler zum Torerfolg. In der zehnten Minute ging Nussdorf sogar in Führung. Es war wieder Julia Rentschler, die ihre Mitspielerin Svenja Stahn in Szene setzte. Stahn bekam den Ball im Strafraum und fackelte nicht lange. Sie schloss mit einem strammen Schuss ab.
Von da an waren es die Nussdorfer Spielerinnen, die mehr Spielanteile hatten. Sie rackerten und kämpften und erhöhten in der 37. Minute verdient auf 3:1. Diesmal war es wieder Sara Rohland, die den Ball per Lupfer hinter die Linie brachte.
Gleich nach dem Seitenwechsel hatte Nussdorf die Chance, auf 4:1 zu erhöhen, doch bei dem Rentschler-Freistoß war die Latte im Weg. Von nun an war es für Nussdorf ein Kampf. Der Kräfteverschleiß der ersten Halbzeit machte sich bemerkbar und es standen keine Spielerinnen zum Einwechseln zur Verfügung. Nussdorf kämpfte und verteidigte mit aller Kraft, musste aber in der 60. und 81. Spielminute Gegentreffer hinnehmen.
TSV Nussdorf: Pflüger – Götz, Plazibat, Mirjam Rohland, Quadrano, Kauf, Rentschler, Böttinger, Sara Rohland, Stahn, Susanne Mühlbauer.
Der VfB Vaihingen hatte den SC Neubulach II zu Gast. Weil mehrere Spielerinnen in Neubulachs Erster aushelfen mussten, traten die Gäste in Vaihingen nur mit neun Spielerinnen an. Doch statt eines Vorteils sah VfB-Trainer Martin Käpplinger darin zunächst einen Nachteil für seine Elf. „Sie haben uns das Leben schwer gemacht. Dadurch, dass nicht jede Spielerin ihre Gegenspielerin hatte, war die Zuordnung durcheinander geraten.“ In der 32. Minute schwenkte Vaihingen auf die Siegerstraße ein. Sara Jeutter flankte nach vorne, der Ball prallte von der Abwehr in Richtung Strafraum. Carmen Oelschläger schoss aufs Tor, allerdings wurde der Ball noch einmal abgewehrt. Den erneuten Abpraller verwertete sie dann zum ersten Treffer für den VfB.
In der Halbzeitpause richtete Käpplinger deutliche Worte an sein Team, das nach dem Seitenwechsel eine deutlich bessere Leistung zeigte. Nicole Carta traf in der 52. und 65. Spielminute, Carmen Oelschläger erzielte in der 79. Minute den Treffer zum 4:0-Endstand.
VfB Vaihingen: Knodel – Blessing, Dertinger, Tsirogiannis, Katharina Christof, Stephanie Schlosser (75.Assenheimer), Michaela Jeutter, Sandra Schlosser, Oelschläger, Haffner (22. Theilig), Carta.
Der TSV Großglattbach hat als Schlusslicht gegen den Bezirksliga-Zweiten TSV Heimsheim mit 1:9 verloren. „Die Mannschaft hat gekämpft“, fand Trainer Werner Zigan anerkennende Worte für seine Spielerinnen. Immerhin ging das Hinspiel noch mit 12:0 an die erfahrenere Mannschaft aus der Schleglerstadt. „Auch dieses Mal haben wir nach zwei Minuten das obligatorische 0:1 kassiert“, sagte Zigan. Ansonsten habe das Team aus Großglattbach aber vor allem in der Abwehr gut gespielt. „Das Spiel von hinten heraus war nicht schlecht.“ Bis zur Halbzeitpause kassierte Großglattbach zwei weitere Gegentreffer. Beim Stand von 0:5 setzte sich Ines Schöttle in der 55. Minute über die rechte Seite durch und erzielte zur Krönung dieser Einzelleistung den Ehrentreffer. Ihr Team musste in der Schlussphase vier weitere Gegentore hinnehmen.
TSV Großglattbach: Bettina Adam – Stange (65. Lena Schüle), Julia Schüle, Andrea Adam (46. Bügel), Weidner, Stricker, Klisa (85. Sieber), Schöttle, Kuhnle (80. Prohaska), Blaeß (70. Eckert), Bossert.
