Freitag, 25. Mai 2012

Gündelbachs Trainer Kussmaul pausiert




Gündelbachs Trainer Kussmaul pausiert

Gündelbach (rkü). Beim FC Gündelbach ist die Luft raus. Fünf Siege in Folge haben dem abstiegsbedrohten Team nach der Winterpause ein beruhigendes Punktepolster verschafft, ohne Chancen nach oben. Seitdem sind die Ergebnisse wieder durchwachsen. Außerdem will Spielertrainer Reiner Kussmaul eine längere Auszeit von seinem Amt nehmen – aus privaten Gründen.

Spielleiter Steffen Rohloff bestätigt: „In der kommenden Saison wird Markus Posch alleine für die Mannschaft verantwortlich sein.“ Bislang hatten Posch und Kussmaul gemeinsam als Spielertrainer des Fußball-A-Ligisten gewirkt. Zu den Gründen, warum sich Reiner Kussmaul zurückzieht, wollte sich Rohloff gestern nicht genauer äußern. „Sie liegen nicht im Sportlichen.“ Er könne gut nachvollziehen, wenn einer, der sich 28 Jahre lang für den Fußballsport eingesetzt habe, eine Zeitlang Abstand gewinnen wolle. „Es ist von unserer Seite aus okay, wenn auch bedauerlich. Als Spieler, als Trainer und im Beruf hat Reiner Kussmaul eine Mehrfachbelastung.“ Dennoch sei er beim FC Gündelbach immer mit gutem Beispiel vorangegangen, lobt Rohloff: „Wenn es etwas zu helfen gab, hat er sich eingebracht und andere mitgezogen. Er hat weit mehr getan als man normalerweise von einem Trainer erwarten kann.“ Außerdem habe Kussmaul noch ein besonderes Merkmal: „Er ist ein Gündelbacher und ist eine integrative Persönlichkeit, die weiß, wie man die Leute einbindet.“

Auf die Perspektiven der Mannschaft angesprochen, die nach dem Aufstieg in die Kreisliga A3 derzeit den sechsten Tabellenplatz belegt, gibt sich der Spielleiter etwas zurückhaltend. „Die Trainingsbeteiligung ist bei uns traditionell immer durchwachsen. Wir haben viele relativ alte Spieler mit Familien und verantwortungsvollen Aufgaben im Beruf, da steht Fußball nicht so im Mittelpunkt wie bei jüngeren Mannschaften.“ Außerdem sei nicht damit zu rechnen, dass die derzeitigen Spieler alle noch mehrere Jahre lang Fußball spielen werden. „Darum müssen wir zusehen, dass wir uns verstärken und unsere Fühler ausstrecken. Wir arbeiten daran.“ Der Kader für die zweite Mannschaft sei besonders dünn. Zweimal in der laufenden Saison mussten bereits Spiele wegen Personalmangels abgesagt werden.

Momentan stehen dem FC Gündelbach fast alle Akteure zur Verfügung. Andreas Brett ist weiterhin verletzt, bei Guido Schaikowski sollte das Training am gestrigen Abend Klärung bringen, ob er eingesetzt werden kann. Ein Vorteil für Gündelbach: Die zweite Mannschaft hat am Sonntag spielfrei. „Wir werden also für die Erste auf jeden Fall mehr als elf Mann zusammenbekommen“, sagt Rohloff und lacht. Die Chancen im Auswärtsspiel gegen 08 Bissingen II stehen nicht schlecht, glaubt der Spielleiter. „Ich hätte gerne noch drei Punkte, dann ist der Abstieg endgültig kein Thema mehr.“ Kurioserweise liegen in der Kreisliga A3 sehr viele Mannschaften im hinteren Bereich der Tabelle sehr dicht beieinander. Im Kellerduell stehen sich der Letzte TSV Häfnerhaslach und der Vorletzte TSV Kleinsachsenheim gegenüber. „Wenn in dem Spiel einer gewinnt, dann ist es Häfnerhaslach. Die Mannschaft hat in den vergangenen Wochen den besseren Eindruck gemacht.“ Der Dritte FV Löchgau II muss beim Fünften VfL Gemmrigheim ran. „Löchgau II war bei uns besser“, urteilt Rohloff. „Ich glaube auch, dass sich bei denen einige junge Spieler noch für den Kader der ersten Mannschaft empfehlen wollen.“ Hellas Bietigheim werde gegen den VfR Sersheim klar gewinnen, auch Phönix Lomersheim werde beim TSV Bönnigheim nichts anbrennen lassen. Der FV Roßwag muss auswärts gegen den FV Kirchheim spielen. „Roßwag hat vergangenen Sonntag mal wieder gewonnen, bei denen könnte der Knoten geplatzt sein.“ Der SV Illingen hat den TSV Nussdorf zu Gast. Rohloff tippt auf ein Unentschieden. Alle Begegnungen werden um 15 Uhr angepfiffen. Der TSV Wiernsheim hat am Wochenende spielfrei.




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