Freitag, 25. Mai 2012

Spiel des Tages, Kreisliga A3


Vaihingen besiegt Roßwag mit 5:4.
Staffelleiter Fritz Siegle überreichte dem VfB (hier: Giuseppe Carta) den Wimpel, dann ging’s gegen Roßwag (in lila) sportlich zur Sache. Foto: Wirth

Vaihingen (ev) – Nur schwer kam der VfB Vaihingen, der seit einer Woche Meister der Fußball-Kreisliga A3 ist, gegen den FV Roßwag ins Spiel. Trotzdem drehten die Hausherren am Ende noch die 3:0-Führung, die sich die Roßwager in der ersten Hälfe erarbeitet hatten und gewannen mit 5:4.
Vor einer Woche fand die Meisterfeier statt und gestern gab’s vor dem Spiel von Staffelleiter Fritz Siegle den Wimpel. „Da hat wohl einfach die Konzentration gefehlt“, brachte es Vaihingens Trainer Goran Musura nach der Partie auf den Punkt. Seine Mannschaft begann in den ersten Minuten zwar druckvoll und war gleich torgefährlich, doch nach zwei Minuten hatte Michel Kowalski die erste gute Möglichkeit für Roßwag und nach vier Minuten schoss der Stürmer seine Elf in Führung.
Im Abwehrverhalten der Lila-Weißen gab es zwar einige Unsicherheiten, doch daraus schlugen die Gastgeber kein Kapital. Im Gegenteil: Roßwag erhöhte auf 2:0. Nach einem Konter ließ Andreas Haller einen Vaihinger Abwehrspieler aussteigen und schob den Ball ins lange Eck. Zwei Zeigerumdrehungen später schoss Manuel Gayer das 3:0. Vaihingen war nach dem Doppelschlag völlig von der Rolle und ließ den FVR erst einmal gewähren. Auch die Zuschauer waren sich einig: „Das wird die zweite Niederlage des Meisters.“ Hinzu kam, dass der VfB im gesamten Spiel Aggressivität vermissen ließ.
Doch die Partie hatte es in sich. Fünf Minuten lang waren die Vaihinger verwirrt, dann köpfte Flamur Gjinovci das 1:3. Wieder nur zwei Zeigerumdrehungen später zeigte der Unparteiische Sebastian Friedrich aus Brackenheim auf den Elfmeterpunkt. Robert Lutz hatte Fernando Sampaio im Sechzehner zu Falle gebracht. Doch wer schießt? Gjinovci oder Robert Stanic? Beide wollten sich den Ball schnappen, Routinier Stanic setzte sich durch und vollstreckte souverän – 2:3.
Vaihingen war wieder dran, aber das Spiel blieb verrückt. In der 24. Minute stelle Alexander Hoffmann mit dem 4:2 den alten Abstand wieder her.
Alle vier Minuten ein Treffer – das hätte ein toller Fußballnachmittag werden können, doch das sollte es in Hälfte eins mit den Toren gewesen sein. Das Spiel verflachte. Erwähnenswert waren nur noch zwei Chancen der Roßwager Gayer und Kowalski.
Sommerfußball gab’s auch nach der Pause. Trotzdem kam Vaihingen in der 59. Minute wieder ran. Torschütze war Ivica Coric. Beide Mannschaften hatten jetzt nur noch vereinzelt Chancen, doch mit zunehmender Spieldauer merkte man den Vaihingern an, dass sie das Spiel drehen wollten. Sie erhöhten die Schlagzahl. Dass das 4:4 erst in der 73. Minute fiel, war auch Roßwags Torhüter Salvatore Rivarolo zu verdanken. Nachdem aber Coric aus knapp 20 Metern abgezogen hatte, gab es für ihn nichts mehr zu halten.
Die Spannung war wieder da, das Niveau des Spiels hob sich. Beide Mannschaften wollten den Derby-Sieg. Am Ende holte ihn sich Vaihingen, denn in der 82. Minute schoss Flamur Gjinovci den Siegtreffer für den VfB. Roßwag war zwar danach noch einmal dran, konnte aber nichts mehr ausrichten.
„Das Spiel war ein Spiegelbild der ganzen Saison“, meinte Roßwags Trainer Siggi Blum. Es sei mehr drin gewesen, aber am Ende hätte es nicht gereicht. „Wir waren uns nach dem 3:0, beziehungsweise 4:2 einfach zu sicher“, so sein Fazit.
Die Vaihinger waren nach dem Sieg im Stadtderby dagegen schon wieder in Feierlaune. „Wir haben zwar die erste Viertelstunde verpennt und sind verdient 0:3 hinten gelegen, aber es war doch ein tolles Spiel mit vielen sehenswerten Toren“, schmunzelte VfB-Trainer Musura, ehe er ein riesengroßes Weizenglas in die Hände gedrückt bekam.

VfB Vaihingen: Richter – Müller, Golka (46.Klempin), Oliver Lindauer, Sousa, Laub, Gjinovci, Ivica Coric, Carta (84. Tuttolomondo), Stanic, Sampaio (80. Gatzionis).

FV Roßwag: Rivarolo – Burkhardt, Lutz, Pätzold, Schüle, Gittinger, Menge (59. Richter), Haller (46.Kunz), Kowalski (57. Seyb), Gayer, Hoffmann.


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