Freitag, 25. Mai 2012

FC Gündelbach ist Meister


Gündelbach ist Meister.
Der FC Gündelbach ist gestern durch einen 1:0-Sieg gegen Iptingen Meister der Kreisliga B5 geworden. Foto: Wirth

Gündelbach (ev) – Mit einem 1:0-Sieg gegen den SV Iptingen hat der FC Gündelbach die Meisterschaft in der Kreisliga B5 gestern perfekt gemacht. Obwohl das nicht unerwartet kam, war der Jubel der Blau-Weißen nach dem Schlusspfiff dennoch riesig.
Es war alles vorbereitet. Der Sekt stand kalt, Fans mit Trommeln, Rätschen und blau-weißen T-Shirts strömten auf das Sportgelände, selbst das Vereinsheim hatte einen neuen Anstrich bekommen. Ortsvorsteher und Staffelleiter waren anwesend, Plakate hingen an allen Ecken. Es schien fast so, als rechnete der FCG gestern fest mit der Meisterschaft, dabei war der SV Iptingen zu Gast im Vaihinger Stadtteil und der SVI ist in dieser Saison die einzige Mannschaft, die den FCG bezwingen konnte. Außerdem machte SVI-Trainer Wolfgang Schenkel nicht gerade den Eindruck, als ob er gerne zur Meisterschaft verhelfen wollte.
Und so begann seine Truppe auch. Aggressiv und flott ging es in den ersten Minuten zur Sache. Die Gäste taten mehr fürs Spiel, die Gastgeber hatten die besseren Chancen. Insgesamt war das Geschehen also ausgeglichen und sehr sehenswert, auch wenn es in der ersten Viertelstunde gerade einmal drei Torchancen gab – großzügig gerechnet.
In der 22. Minute hatten die Iptinger Glück, dass Schiedsrichter Ralf Eisele (SG Stuttgart) keine gute Sicht auf den Strafraum hatte, denn sonst hätte es nach einem Foul an Andreas Bahmer einen Elfmeter geben müssen.
Während die Zweikämpfe am Anfang zwar hart, aber fair waren, wurde die Partie nun rabiater und zerfahrener. Die vielen kleinen Behandlungspausen ließen keinen rechten Spielfluss aufkommen. Dennoch war in der 39. Minute Andreas Bahmer zur Stelle. Er schlich sich von seinem Gegenspieler weg und lupfte den Ball ins Tor – 1:0. Im Gegenzug hatte Eftal Cebeci zwei sehr gute Möglichkeiten, doch die Gündelbacher gingen mit der knappen Führung in die Pause.
In der zweiten Halbzeit waren die Gäste nicht mehr so spritzig wie zuvor. Torchancen waren aber auch im zweiten Durchgang Mangelware. Oft waren die Iptinger nun einen Schritt zu spät, die Fouls häuften sich. In der 78. Minute erwischte es dann Thorsten Dertinger. Er sah nach einem Foulspiel an Michael Schmid die zweite Gelbe Karte und musste den Rest des Spiel von draußen angucken. Dafür taten die Gündelbacher nun mehr fürs Spiel, ließen jetzt auch ihre Klasse ab und zu aufblitzen und kamen zu ein paar guten Möglichkeiten. So hämmerte Spielertrainer Markus Posch den Ball zum Beispiel nur knapp über die Latte und nach einem Durcheinander im Strafraum hatten gleich mehrere Gündelbacher die Chance, einzulochen, was aber nicht gelang. Es blieb beim 1:0.
Kurz vor drei viertel fünf war es dann so weit. Ralf Eisele steckte seine Pfeife in den Mund und beendete das Spiel. Der FCG ist Meister der Kreisliga B5.
Für die Gündelbacher gab es kein Halten mehr. Spielleiter Volker Walz hatte den Sekt schon geholt. Tanzend und schreiend fielen sich die FCGler in die Arme, machten für ihre Fans die Welle und ließen die Korken knallen. Selbst eine Meisterschale mit FCG-Logo wurde ausgegraben. „Wir sind überglücklich“, sagte Reiner Kussmaul, der andere Teil des Spielertrainerduos. „Auch wenn das heute nicht unser bestes Spiel war, sind wir souverän Meister geworden“, frohlockte er, bevor er in einer feiernden Spielertraube verschwand.
Somit steht zwei Spieltage vor Saisonende fest, dass Gündelbach in der nächsten Saison wieder „A-klassig“ ist. Da hat es sich doch gelohnt, dass die Fans mit Trommeln, Rätschen und blau-weißen Shirts angerückt waren, dass der Sekt kalt gestellt war und dass das Vereinsheim einen neuen Anstrich bekommen hat.

FC Gündelbach: Krumm – Oberrauch, Kußmaul, Carsten Posch, Wild, Markus Posch, Zorn, Bahmer, Schmid, Menge, Rohloff (81. Autenrieth).

SV Iptingen:
Ulm – Benjamin Rapp, Keller, Michael Knödl, Dertinger, Glauner (80. Rösch), Stephan Gerhard, Marian Bichler, Cebeci, Bachmann (57. Gille), Heiko Knödl.


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