Freitag, 25. Mai 2012

Fußball-Vorschau, Kreisliga A3


Sersheim hat schon einige Neuzugänge bekannt gegeben.
Sersheim (in grün) kam in der Rückrunde ins Stolpern und verspielte die Chance, den Relegationsplatz zu erreichen. Foto: js

Sersheim (ev) – Mit dem Aufstiegskampf hat der VfR Sersheim in der Kreisliga A3 nichts mehr zu tun. Deshalb wird in der Mettergemeinde nun auch schon für die Saison 2008/2009 geplant. Einige Personalien stehen bereits fest.
„Im Nachhinein ärgert es uns gewaltig, wenn wir die verlorenen Partien analysieren“, gibt Sersheims Trainer Thomas Marbach zu. Denn seine Mannschaft hätte eine echte Chance gehabt, am Ende den Relegationsplatz zu belegen. Nun hat der FV Löchgau II, der momentan den zweiten Platz belegt, sechs Punkte Vorsprung vor dem VfR, bei noch drei ausstehenden Partien. „Das können wir nicht mehr aufholen“, so Marbach.
Immerhin, und das hört man von dem VfR-Übungsleiter selten, war er von der Spielstärke der Kreisliga A3 positiv überrascht. Das Niveau sei mit dem der B5 fast nicht zu vergleichen, denn die ersten sechs Mannschaften würden guten, aggressiven Fußball spielen. Angetan war Marbach übrigens auch von der Qualität der Schiedsrichter.
Schön findet er zudem, dass es viele Lokalderbys gibt. In der nächsten Saison werden es vermutlich noch mehr sein. Gündelbach, 08 Bissingen II und Phönix Lomersheim sind drei Kandidaten, die eventuell in die A3 kommen könnten. Bei so viel positiven Aspekten tut es vielleicht nicht ganz so arg weh, noch ein weiters Jahr in der Kreisliga verweilen zu müssen.
Mehr sollten es nach Meinung der VfR-Verantwortlichen dann aber doch nicht sein. „Wir wollen nächste Saison besser sein als dieses Jahr“, meint Marbach noch zögerlich. Sein Ziel für die laufende Runde: Platz drei. Ergo: Nächste Saison will Sersheim um den Aufstieg mitspielen.
Allerdings – und das ist sehr wahrscheinlich – ohne die Sonnenberg-Zwillinge. Andre Sonnenberg steht seit zwei Jahren zwischen den Pfosten beim VfR. Bruder Nikolai stürmt im grün-weißen Trikot. „Die beiden überlegen sich gerade, ob sie ihr zweites Staatsexamen im Ausland machen“, erklärt Marbach. Dies entscheide sich allerdings erst im Juli. Bis dahin will der Trainer aber nicht warten.
Aller Voraussicht nach wird deshalb Torwart Björn Burkhardt vom Noch-Bezirkligisten 08 Bissingen II zum VfR stoßen. „Wir haben vorgesorgt und haben auch eine Lösung, falls die Zwillinge bleiben“, so Marbach.
Ansonsten würde er noch gern einen Stürmer, einen Mann fürs Mittelfeld und zwei Verteidiger an die Metter holen. Einer der Neuzugänge ist Stefan Schmid, der momentan noch für Löchgau II aufläuft, allerdings in Sersheim wohnt. Für welche Position er gedacht ist, ist noch offen. „Er ist vielseitig einsetzbar und auf jeden Fall ein guter Mann für uns“, meint der VfR-Trainer.
So viel zu den personellen Planungen, in der nächsten Saison möchte Marbach den Sersheimer Zuschauern aber auf jeden Fall nicht mehr so viele Heimniederlagen zumuten. In der Tabelle steht der VfR auf dem vierten Rang. Betrachtet man nur die Auswärtsspiele, steht Sersheim auf Platz zwei. Das große Manko sind die Heimspiele. In der Heimtabelle ist die Mannschaft nur Elfter. „Unglaublich“, meint auch Marbach. Allerdings hat seine Mannschaft insgesamt sechs Niederlagen auf eigenem Rasen einstecken müssen, drei in der entscheidenden Phase. „Mir ist das ein Rätsel, aber ich denke, dass es Zufall ist“, sagt der Übungsleiter. Vielleicht auch eine Kopfsache. Für die Fans, die den VfR auch auswärts stets unterstützen, sei es allerdings keine schöne Sache. Aber: „Wir spielen immer gleich, egal, wo wir antreten.“
Am Sonntag fahren die Sersheimer nach Gemmrigheim. Auswärtsspiel. Vielleicht ein Vorteil. Auf jeden Fall kann Marbach aus dem Vollen schöpfen und rechnet fest mit einem Sieg, auch wenn es für beide Mannschaften eigentlich um nichts mehr geht. Ähnlich ist es bei der Partie Großglattbach gegen Sönmez Bietigheim. Sönmez ist bereits definitiv abgestiegen, Großglattbach hat nur noch eine rechnerische Chance. Um nichts geht es auch in der Partie Bönnigheim gegen Illingen.
Anders sieht die Sache bei Wiernsheim und Vaihingen aus. Der VfB ist zwar so gut wie Meister, rechnerisch ist die Sache aber noch nicht perfekt und Marbach glaubt, dass Wiernsheim durchaus einen Dreier holen könnte. „Dann wird Vaihingen eben eine Woche später Meister. Auf jeden Fall ist der Durchmarsch ein super Erfolg. Das muss man neidlos anerkennen“, so Marbach.
Interessant für den Kampf um den direkten Klassenerhalt werden auch die Spiele Hohenhaslach gegen Nussdorf und Roßwag gegen Häfnerhaslach sein. „Gewinnt Nussdorf, haben sie die Klasse sicher gehalten. Ich glaube, dass der, der verliert, die Entscheidungsspiele bestreiten muss“, so Marbach. Und Häfnerhaslach könnte der lachende Dritte sein.


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