- BSG-Kapitän Thomas Gabriel (Mitte) zieht kraftvoll zum Korb. Foto: Lämmle
Rottenburg (jsv) – Die Hypothek aus dem Hinspiel war zu hoch. Die Landesliga-Basketballer der BSG Vaihingen-Sachsenheim gewannen zwar das Relegations-Rückspiel um den Aufstieg in die Oberliga beim TV Rottenburg mit 76:71 – aufgrund der 84:101-Niederlage aus dem Hinspiel durften zunächst aber nur die Bischofstädter jubeln.
„Das war zu erwarten“ , meinte Michael Nachreiner. In Rottenburg mit 18 Punkten zu gewinnen, das war auch für den optimistisch gestimmten Trainer des Basketball-Landesligisten BSG Vaihingen-Sachsenheim reine Utopie. Doch genau das wäre nötig gewesen, um den direkten Weg in die Oberliga einzuschlagen. Doch möglicherweise steigt die BSG ja noch durch die Hintertür auf. Dies entscheidet sich aber erst Ende Mai, wie Oberliga-Staffelleiter Jürgen Unger auf VKZ-Anfrage mitteilte.
Die Hoffnung stirbt also auch hier wieder einmal zuletzt. Sollte Göppingen gegen Schwetzingen gewinnen, würde in der Oberliga ein weiterer Platz frei und auch die BSG noch aufsteigen, hat Nachreiner gehört. Doch diese beiden Mannschaften müssten sich erst noch auf einen Spieltermin einigen, so Unger. Stichtag bleibt der 31. Mai, vorher könne man nichts sagen.
Zurück zum Spiel. Vaihingen-Sachsenheim begann in Rottenburg gut und zeigte sich in ganz anderer Verfassung als beim, vor allem in der Verteidigung, desolaten Auftritt zu Hause. „Da hatten wir zu viel Respekt vor Rottenburg. Auch, weil dort einige ehemalige Regionalliga-Spieler im Kader sind“, sagte Clemens Beisel, mit 25 Punkten der Topscorer der BSG. „Das was im Hinspiel gefehlt hat, haben wir dieses Mal an den Tag gelegt, nämlich Herzblut und Einsatz“, zeigte sich Nachreiner zufrieden mit der Leistung. Obwohl sich die Gäste auch in Rottenburg anfangs viele Fehler leisteten, lagen sie im ersten Viertel immer vorne. Nach zehn Minuten stand ein 17:19 auf der Anzeigetafel.
Die BSG, bei der in Michael Barth, Patrick Ilg, Tomislav Rukavina und Mark Pohler vier Spieler fehlten, musste dann aber mit ansehen, wie sich die Hausherren zur Pause auf 42:33 abgesetzt hatten. „Rottenburg hat das Spiel nicht auf die leichte Schulter genommen und hatte meist ihre erste Fünf auf dem Feld“, so Beisel. Dennoch hielten die Gäste dieses Mal mit. 55:49 für den TVR hieß es vor dem letzten Viertel. Und fünf Minuten vor der Schlusssirene führte dann auf einmal die BSG, die sich am Ende verdient, aber mit 76:71 eben um 13 Punkte zu knapp durchsetzte.
„Es war eine Rehabilitation“, freute sich Nachreiner. „Wir wollten es uns noch einmal beweisen, dass wir es besser können“, meinte Beisel.
„Hätten wir so in der ersten Partie gespielt, wäre das eine ganz enge Kiste geworden“, ist sich der Trainer sicher. Er selbst hatte dann noch eine Neuigkeit zu verkünden: Nachreiner verlässt die Trainerbank der BSG Vaihingen-Sachsenheim (siehe auch nebenstehenden Artikel).
BSG Vaihingen-Sachsenheim: Beisel (25), Gabriel (21), Stindl (11), Jahn (7), Koupidis (9), Hölzle (3), Krauß, Spahn.