Beide Männermannschaften der SG steigen ab
Vaihingen (jsv) – Wie geht es bei den Handballern der SG Vaihingen-Illingen weiter? Zumindest sportlich gibt es Klarheit. Die SG spielt mit beiden Männermannschaften kommende Saison eine Klasse tiefer.
Ingrid Göbgen und Helmuth Lindner wirkten etwas überrascht. „Nein, das haben wir noch nicht gewusst“, meinten beide unisono zum Hinweis, dass die erste Männermannschaft der SG Vaihingen-Illingen nun doch abgestiegen ist. „Schade, dann muss die zweite Mannschaft auch runter“, so SG-Vorstandsmitglied Göbgen. „Das wird Wasser auf die Mühlen der SG-Gegner sein.“ Große Erwartungen habe auch Lindner, der Handball-Abteilungsleiter des TV Vaihingen nicht mehr gehabt. „Aber die Hoffnung stirbt eben immer zuletzt“, sagte er.
Jedes Jahr im April, nach Ablauf der regulären Runde, beginnt in den Handball-Ligen die große Rechnerei. Wer muss runter, wer darf rauf, wer spielt die Relegation und ist diese denn überhaupt nötig? So fragen sich Spieler, Verantwortliche und Fans.
Im konkreten Fall SG Vaihingen-Illingen waren den Mitbetroffenen hiesigen Ballwerfern in diesem Jahr die Hände gebunden. Durch zwei Siege am Saisonende hatte sich die Truppe von Bernd Gebauer den vorletzten Tabellenplatz gesichert und dadurch eine kleine Chance auf den Klassenverbleib gewahrt.
Voraussetzung hierfür war ein Sieg des TV Großsachsenheim in der Relegationsrunde der beiden Bezirksliga-Zweiten über den TV Hossingen. Die Hossinger schafften trotz einer 26:31-Niederlage im ersten Spiel doch noch den Aufstieg in die Landesliga – dank eines 25:16-Erfolgs in der zweiten Partie. Großsachsenheim verbleibt damit in der Bezirksliga. Da es dadurch nun keinen weiteren Platz in der Bezirksliga für einen Nachrücker aus der Kreisliga A gibt, muss die SG nach zwei Jahren wieder runter in die Kreisliga B. „Leider, leider“, sagt Göbgen. „Aber das stecken wir weg.“
Sie selbst und auch die Spieler könnten gar nicht genau sagen, woran es lag, dass es in der abgelaufenen Runde mit dem Zusammenspiel überhaupt nicht geklappt hat – schließlich sei die Mannschaft im Jahr zuvor in ähnlicher Besetzung auf Platz fünf gelandet. Möglicherweise war es dann ja doch die schwache Trainingsbeteiligung, die Trainer Gebauer immer angeprangert hatte.
Wie es weitergeht, wissen derzeit nach eigener Aussage weder Göbgen noch Gebauer. Die Trainerfrage wird von den Betroffenen so spärlich wie nur möglich beantwortet und wie ein heißes Eisen behandelt. Ein Entschluss stehe noch aus, eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, so Göbgen. „Wir sind dabei, etwas zu machen, aber was – dazu will ich mich noch nicht äußern“, fährt sie fort.
Und was meint Gebauer? Er weicht gleich auf die sportliche Lage aus. Das sei das Einzige, was er dazu sagen wolle. Die B-Klasse sei ziemlich stark. Dort gebe es einige Teams, die auch problemlos eine Klasse höher spielen können, sagt Gebauer. Dort wird die SG in der Saison 2008/2009 antreten, so viel steht fest. Zumindest in sportlicher Hinsicht herrscht bei der SG nun erst einmal Klarheit.
