Freitag, 25. Mai 2012

Die ersten Früchte werden geerntet




23/03 2010

Die ersten Früchte werden geerntet

BB
Im ersten Jahr ihres Bestehens gewinnen die Frauen der BSG Vaihingen/Sachsenheim die Meisterschaft und steigen in die Landesliga auf. Zum Erfolg trugen bei: (von links) Anke Lämmle, Anne Fiedler, Claudia Theilig, Merve Kücük, Trainer Wolfgang Hölzle, Trainer Christian Flätgen, Tanja Weber, Marita Ehmke, Melanie Deisch, Patricia Roller, Sina Schrodt, Jocelyn Miley und Betreuer Sven Gnutzmann. Es fehlt Ann-Katrin Beuttenmüller, die in Markgröningen verhindert war. Foto: Lämmle

Vaihingen (nac). Gleich in ihrer Premierensaison haben die Basketballerinnen der BSG Vaihingen/Sachsenheim die Meisterschaft in der Bezirksliga gewonnen. Die Mischung aus jungen hungrigen und erfahrenen Spielerinnen hat der Mannschaft den Aufstieg in die Landesliga beschert.

Bereits vor der letzten Partie beim TV Markgröningen stand fest: Die BSG Vaihingen/Sachsenheim ist Meister der Basketball-Bezirksliga 1. Unter der Woche hat die BSG Basket Ludwigsburg IV das Spiel beim TV Echterdingen am grünen Tisch verloren. Die Ludwigsburgerinnen waren nicht angetreten. Dennoch hat das Vaihinger Trainergespann Wolfgang Hölzle und Christian Flätgen den Spielerinnen bewusst verschwiegen, dass die Entscheidung bereits gefallen ist. „Unter Druck spielt das Team besser“, erklärt Flätgen. Und so war es auch. Bereits nach dem ersten Viertel war das Spiel beim Stand von 22:2 entschieden. Am Ende siegten die Vaihingerinnen mit 80:36.

Erst vor wenigen Wochen hatten sie sich im Hinspiel noch schwer getan. Doch bei Markgröningen fehlten nun mit der ehemaligen Regionalligaspielerin Stephanie Rill und Nicole Knox beide Spielerinnen, die den Ball nach vorne bringen und das Spiel leiten können. „Bei Markgröningen waren nur noch die beiden Centerspielerinnen gefährlich. Und die hielten wir mit unserer 2-3-Zone weitestgehend auf Distanz“, berichtet Flätgen. „Die Markgröningerinnen konnten nicht besser, und wir haben sie überrannt.“

Der Erfolg ist aber nicht nur dieser einen Saison geschuldet. Er ist vielmehr ein Produkt der jahrelangen Arbeit, die die BSG im Frauenbereich betreibt. Flätgen: „Unsere Stärke ist unsere Kontinuität. Die Mannschaft ist praktisch seit drei Jahren zusammen.“ Ein weiterer Vorteil der Vaihingerinnen war, dass Sven Gnutzmann, der Ehemann von Aufbauspielerin Jocelyn Miley, jedes Spiel gescoutet hat. Flätgen: „Ein Baustein des Erfolgs ist es, wenn man im Training zielorientiert an den Schwächen arbeiten kann, wenn man genau aufgelistet bekommt, welche Wurfquote jede Spielerin von jeder Position hat, wie viele Ballverluste sie produziert, wie viele Rebounds sie holt und wie viele Assists sie vergibt.“

Dennoch sieht der Trainer noch Verbesserungspotenzial. „Der Ball schränkt die einzelnen noch stark ein“, erklärt Flätgen. „Die Spielerinnen konzentrieren sich zum Teil mehr auf den Ball als auf die Gesamtspielsituation.“ Viele hätten zu viel Angst, einen Fehler zu begehen. „Ein Beispiel: Bei einem Schnellangriff sprintet die ballführende Spielerin aus Angst, sie könnte den Korbleger daneben legen, so langsam, dass die Verteidigerinnen sie einholen.“

Wenn es nach dem Trainer ginge, würde die Mannschaft sich mit drei Spielerinnen verstärken: „Mit Wolfgang Hölzle ist es abgesprochen. Wir hätten gerne noch einen Center, einen Shooter und einen Aufbau.“ Das Gerüst der Mannschaft bleibt aber zusammen. Zwar machen einige Spielerinnen in diesem Jahr ihr Abitur. Doch die meisten zieht es wohl nach Stuttgart zum Studieren. Sollten dennoch Plätze frei werden, „wollen wir sie durch starke Spielerinnen ersetzen. Unsere eigene Jugend ist noch nicht so weit, um auf Landesliganiveau zu spielen“ (Flätgen).

BSG Vaihingen/Sachsenheim: Deisch (8), Ehmke (4), Fiedler (6), Kücük (13), Lämmle (22), Miley, Roller (6), Schrodt (3), Theilig (8), Weber (10).




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