Freitag, 25. Mai 2012

"Spiel der offenen Abwehrreihen"




10/03 2010

"Spiel der offenen Abwehrreihen"

Hockey
Dreifache Torschützin für den Club an der Enz: Elvira Perleß (vorne) Foto: Bürkle

Vaihingen (nac). Mit einem 6:6 (4:4)-Unentschieden gegen den TSV Ludwigsburg verabschieden sich die Hockeyfrauen des Club an der Enz Vaihingen in die Frühlingspause bis zur Feldsaison. Im letzten Spiel der Hallenrunde ging es letztlich um nichts mehr. Der TSV Ludwigsburg hätte zwar vor dem Spieltag noch absteigen können, wenn er selbst verliert und der HC Lahr mit einem Sieg 21 Tore gegenüber den Ludwigsburgerinnen aufholt. Doch die Lahrerinnen sind zu ihrem letzten Spiel nicht mehr angetreten. „Die Spannung bei den Spielerinnen in der Stromberghalle war weg“, berichtete CEV-Betreuer Tobias Müller. „Es war ein Spiel der offenen Abwehrreihen.“

Die Vaihingerinnen fanden zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Schnell führten die Ludwigsburgerinnen nach zwei Abwehrfehlern der CEV-Frauen mit 2:0. Nach 15 Minuten lagen die Vaihingerinnen nach einem weiteren Treffer der Ludwigsburgerinnen und einem von Elvira Perleß mit 1:3 zurück. CEV-Trainer Klaus Kaiser war sauer und nahm seine Torfrau Sibah Philipps vom Feld. „Es sollte ein Weckruf für die Spielerinnen sein. Alle sollten begreifen: ,Wir müssen jetzt ran‘“, erklärte Tobias Müller.

Die ungewöhnliche Aktion des Trainers – weil zu einem so frühen Zeitpunkt – zeigte Wirkung. Melanie Rummel und Annika Brust glichen mit zwei Treffern zum 3:3 aus. Danach plätscherte das Spiel für rund zehn Minuten vor sich hin, bis die Ludwigsburgerinnen erneut in Führung gingen. Doch das 4:3 beantworteten die Vaihingerinnen postwendend. Perleß verwandelte eine Strafecke zum Ausgleich.
Nach dem Seitenwechsel hatten die Vaihingerinnen ihre stärkste Phase. Durch zwei schöne Kombinationen erhöhten Melanie Rummel und Perleß innerhalb von 15 Minuten auf 6:4. Danach verflachte das Spiel aber wieder. Außerdem brachten viele Nickligkeiten Unruhe in die Partie und einer Ludwigsburgerin eine Zeitstrafe. Doch diese schien die Gäste zu motivieren. Die Vaihingerinnen leisteten sich viele Unsauberkeiten in den Abspielen, so dass die Ludwigsburgerinnen noch bis zum 6:6-Endstand ausglichen. Müller: „Es war ein gerechtes Unentschieden. In einer schlechten Partie war keine der beiden Mannschaften besser.“

Trotz der Punkteteilung zum Abschluss der Hallenrunde zieht der CEV-Betreuer ein positives Fazit. Erstmals kämpften die Vaihingerinnen nicht gegen den Abstieg. „Wir haben gegen den Zweiten, HC Heidelberg, unentschieden gespielt und den Dritten, HC Ludwigsburg, geschlagen. Gegen den souveränen Aufsteiger, SV Böblingen, haben wir nur knapp verloren“, berichtete Müller. „Es war alles drin.“ Einziger Wehrmutstropfen ist, dass die Vaihinger zu viele Punkte gegen Teams haben liegen lassen, die in der Tabelle hinter ihnen stehen. Müller: „Sonst würden wir weiter oben stehen.“

Club an der Enz Vaihingen: Philipps – Brust, Gerds, Melanie Rummel, Sabrina Rummel, Müller Igelberger, Perleß.




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