Freitag, 25. Mai 2012

Ein Torjäger braucht nur eine Chance




01/03 2010

Ein Torjäger braucht nur eine Chance

Fuba
Der Iptinger Stephan Gerhard (Mitte) lässt Anastasios Anastaiou und Paulo Sousa (von links) vor dem 1:0 aussteigen. Foto: Nachreiner

Iptingen/Wiernsheim (nac). Zufrieden sind weder Alfred Eberle noch Alexander König nach dem 2:0 (0:0)-Sieg des SV Iptingen gegen den VfB Vaihingen in der Fußball-Kreisliga A3 gewesen. Der Trainer des SVI, Eberle, wegen der Leistung seiner Mannschaft, der Betreuer des VfB wegen der Chancenverwertung der Vaihinger und des Endergebnisses.

Die Winterpause war lang. Man merkte beiden Teams an, dass sie wenige Vorbereitungsspiele absolviert hatten. Trotz Sonnenscheins und milder Temperaturen von rund 14 Grad Celsius kamen gelungene Spielzüge nur selten zu stande. Und dann mussten beide Mannschaften auch noch mit den Sturmböen kämpfen. „Wenn man einen Ball lang gespielt hat, ging er sofort ins Toraus oder flog sonstwohin wegen des Windes“, sagte Alexander König, Betreuer des VfB Vaihingen. Und SVI-Trainer Alfred Eberle pflichtete ihm bei: „Das Wetter war arg schwierig. Das waren komische Verhältnisse mit dem Wind.“

Dennoch begann die Partie vielversprechend. Bereits nach 13 Minuten hätte Marc Binder das 1:0 für Iptingen erzielen können. Doch der Mittelfeldspieler rutschte an einer Hereingabe von rechts am langen Pfosten knapp vorbei. Auf der Gegenseite ließ Jan Golka nur drei Minuten später eine Risenmöglichkeit aus. Der Vaihinger platzierte einen Kopfball gegen die Laufrichtung von Iptingens Schlussmann Alexander Ulm um Zentimeter neben den Pfosten. Wiederum nur zwei Minuten später rettete VfB-Torwart Christian Richter in höchster Not vor Eftal Cebeci. Der Iptinger war in eine zu kurz geratene Kopfballrückgabe von Vaihingens Spielertrainer Paulo Sousa gesprintet. Doch Richter spielte mit und schlug den Ball ins Aus.

Danach plätscherte das Spielt so vor sich hin. Die Vaihinger machten geschickt die Räume eng. Und den Iptingern fiel wenig ein, um das Bollwerk zu knacken. „Bis zum Tor sind wir gar nicht richtig in deren Abwehrbereich gekommen“, kritisierte Eberle. Dagegen war König wenigstens mit der Abwehrleistung in der ersten Halbzeit zufrieden: „So wollen wir eigentlich immer stehen, so dass hinten nichts anbrennt.“
Auch die zweite Halbzeit begann zunächst zäh. Den ersten Aufreger gab es in der 56. Minute. Iptingens Binder verschätzte sich am eigenen Strafraum, so dass Salvatore Stella ihm den Ball abluchste. Doch der Schuss des Vaihingers landete weit neben dem Pfosten, obwohl er frei aus 16 Metern abzog. „Spätestens das hätte die Führung sein müssen“, beschwerte sich König. „Irgendwann wird sich das rächen.“

Er sollte recht behalten. Vier Minuten später ließ Stephan Gerhard Anastasios Anastasiou und Sousa im Vaihinger Strafraum aussteigen. Bei seinem Schuss war auch Torwart Richter chancenlos – 1:0. Richter rettete aber die Vaihinger in der 80. Minuten vor einem höheren Rückstand. Ein Konter über Binder und Steffen Glauner schloss Cebeci ab. Doch der VfB-Schlussmann verkürzte am kurzen Pfosten geschickt den Winkel. In der 87. Minute legte Cebeci allerdings zum 2:0 nach. Vaihingen tauchte nur noch einmal gefährlich vor dem Kasten von Ulm auf. Guiseppe Carta zielte einen wuchtigen Kopfball nach einer Ecke am Pfosten vorbei. „Iptingen hat nach der Führung gut die Zweikämpfe angenommen und uns nicht mehr ins Spiel gelassen“, zollte auch König dem Gegner Respekt.

SV Iptingen: Ulm – Michael Knödl, Glashauer, Dertinger, Binder, Glauner, Heiko Knödl (78. Matthias Gille), Benjamin Rapp, Gerhard (70. Schreder), Cebeci (89. Jonas Rapp)
VfB Vaihingen: Richter – Sousa, Anastasiou, Klempin, Golka, Giuseppe Linoria, Klaric, Stella, Lichtl, Andrea Maggio, Carta
Spieler des Tages: Stephan Gerhard
Tore: 1:0 Stephan Gerhard (60.), 2:0 Eftal Cebeci (87.)
Schiedsrichter: Udo Luithardt (Remseck)
Zuschauer: 70




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