Düsseldorf (mkl) – Trotz einer Finalteilnahme über 60 Meter und eines dritten Platzes über 200 Meter war die Kleinglattbacher Sprinterin Angelika Grißmer (LG Neckar-Enz) mit ihrem Auftritt bei den diesjährigen deutschen Seniorenhallenmeisterschaften in Düsseldorf nicht zufrieden.
Die LTU-Arena scheint kein gutes Pflaster für die schnelle Seniorin (W45) zu sein. Wie schon vor zwei Jahren haderte Grißmer mit der Leistung der Düsseldorfer Kampfrichter. Nach einem ordentlichen Vorlauf über 60 Meter (8,56 Sekunden) zog sie problemlos ins Finale ein, kam dann aber überhaupt nicht in den Lauf. „Der Starter hat viel zu schnell geschossen. Ich war noch nicht mal in der Fertigposition“, meinte sie sichtlich enttäuscht nach dem Rennen. Zumal eine anschließende Beschwerde recht barsch abgewiesen wurde. Für sie völlig indiskutable 8,77 Sekunden brachten sie dann auch nur auf Platz acht.
Entsprechend unkonzentriert ging Angelika Grißmer in einen der beiden, gleichberechtigten Finalläufe über 200 Meter. „Obwohl ich die abrupten Übergänge der Bahn kenne, bin ich ins Straucheln gekommen und habe den Lauf ziemlich vergurkt. Mit 27,39 Sekunden kann ich nicht zufrieden sein“, so ihr Kommentar zu der Zeit, die ihr Platz drei einbrachte. „Leider war meine Hauptkonkurrentin, Ramona Schulz (LAZ Obernburg-Miltenberg/27,28 Sekunden) im anderen Finallauf, sonst hätte ich mich noch etwas beeilt, dann wäre vielleicht Silber möglich gewesen“, schmunzelte Grißmer, nachdem der größte Ärger verraucht war.
Insgesamt lief es in dieser Hallensaison, auch bedingt durch größere Probleme an der Achillessehne, nicht optimal für Angelika Grißmer, die seit Januar wöchentlich zur Behandlung in Freiburg ist. „Nach Düsseldorf fahre ich aber nicht mehr, zweimal Streit mit den Kampfrichtern und Startern reichen mir völlig“, stellt die sonst so erfolgreiche und umgängliche Leichtathletin den Organisatoren im Rheinland ein recht schlechtes Zeugnis aus.
