Freitag, 25. Mai 2012

2. Illinger Cross-Duathlon


In Illingen fand der 2. Cross-Duathlon statt.
Laufschuhe gegen Fahrrad tauschen und dann ab aufs Rad – das ist Cross-Duathlon. Fotos: Wirth

Illingen (ev) – Cross-Duathlon bedeutet nicht: asphaltierte Straßen und einfache Bedingungen. Das wurde am Samstag in Illingen deutlich. Die teilnehmenden Sportler hatten mit Matsch, Schlamm und Pfützen zu kämpfen.
Moritz Blessing reißt die Arme hoch. Der Sportler vom Power Team SV überquerte beim 2. Illinger Cross-Duathlon als erster die Ziellinie. Knapp eine halbe Minute später erreichte Timo Engel (Team Sport-evolution) aus Enzweihingen das Ziel.
Da in diesem Jahr die großen Namen auf der Starterliste fehlten, gehörte Engel, der sich erst seit Kurzem mit Duathlon, beziehungsweise Triathlon beschäftigt, im Vorfeld zu den Favoriten. Und auf der Laufstrecke zeigte er auch wieso. Eine Gruppe von sechs Mann setzte sich an der Spitze ab – darunter der Enzweihinger. Beim Wechsel von den Laufschuhen aufs Fahrrad hatte sich Engel dann einen Vorsprung von rund zehn Sekunden erkämpft.
„Ich habe diesen Winter noch nicht viele Trainingseinheiten mit dem Fahrrad absolviert“, gab Engel zu. Im Wald wurde das deutlich, denn Moritz Blessing, der als Sechster wechselte, holte auf. Auch Frank Mayer (Team Silla Hopp) zog zunächst an Engel vorbei. „In der zweiten Runde musste ich sie ziehen lassen. Die Radstrecke war in diesem Jahr aber auch sehr schwer“, sagte Engel.
16 Kilometer waren mit dem Mountainbike zurückzulegen. Zwar führte der größte Teil der Strecke über befestigte Waldwege, doch Matschstellen und Pfützen waren wegen des Regens in vorherigen der Nacht vorprogrammiert. Mit Dreck übersäht kamen die Teilnehmer des Cross-Duathlons erneut in der Wechselzone an. Diese hatte sich mittlerweile trotz der Bemühungen des Veranstalters in eine Schlamm-Arena verwandelt.
Blessing wechselte als erster und begab sich auf die letzten drei Kilometer, die es zu Fuß zu bewältigen galt. „Da ich aus dem Triathlon komme, habe ich bei den Wechseln viel Zeit gut gemacht. Das ist neben dem zeitlichen auch ein psychologischer Vorteil“, so Blessing. Kurze Zeit später stellte aber auch Engel sein Rad ab.
Jetzt zeigte sich, dass Timo Engel auf der Laufstrecke zu Hause ist. Er machte seinen Rückstand auf Mayer wett. Blessing hatte allerdings ausreichend Vorsprung und rettete diesen über die Zeit. „Wenn die zweite Laufstrecke wie die erste sechs und nicht nur drei Kilometer lang gewesen wäre, hätte ich noch eine Chance gehabt, Moritz Blessing einzuholen“, seufzte Timo Engel hinterher.
Blessing war im Ziel ziemlich überrascht über seinen Erfolg. „Ich dachte die ganze Zeit, dass noch einer vor mir wäre“, erklärte er. Erst auf den letzten Metern wurde er vom Fahrer des Begleitfahrrads aufgeklärt, dass er der erste sein wird, der über die Ziellinie rennt. Da interessierte es ihn auch nicht mehr, dass er für die Strecke 1:15,13 Stunden benötigte.
Bei den Frauen gewann die Vorjahressiegerin Martina Höllige (Team Strassacker) nach 1:27,20 Stunden.
Insgesamt erreichten 82 Sportler das Ziel. Beim Löwenzahnwettbewerb waren es gar nur zwölf. Es war das erste Mal, dass die kurze Distanz angeboten wurde. Statt wie beim Hauptlauf (6 Kilometer Laufen –  16 Kilometer Radfahren – 3 Kilometer Laufen) sind beim Löwenzahn die Distanzen halbiert, um Nachwuchs- und Breitensportler anzulocken. „Mit 30 Teilnehmern hatten wir aber schon gerechnet“, sagte Veranstalter Harald Feierabend. Ob es die Strecke 2009 trotzdem noch geben wird, lässt er offen. „Solch eine Veranstaltung muss ja erst einmal bekannt werden.“


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